Masterarbeit, 2017
124 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 Das moderne Nahrungsmittelsystem
2.1 Einführende Definitionen zu modernen Nahrungsmittelsystemen
2.1.1 Definition Supply Chain und Supply Chain Management
2.1.2 Food Supply Chain
2.2 Moderne Nahrungsmittelsysteme und das 3-Säulen Modell
2.2.1 Theoretische Grundlagen
2.2.1.1 Nachhaltigkeit
2.2.1.2 Biokapazität und der ökologische Fußabdruck
2.2.1.3 Das 3-Säulen Modell
2.2.2 Moderne Nahrungsmittelsysteme unter dem Aspekt des 3-Säulen Modells
2.2.2.1 Moderne Nahrungsmittelsysteme und die ökonomische Dimension
2.2.2.2 Moderne Nahrungsmittelsysteme und die ökologische Dimension
2.2.2.3 Moderne Nahrungsmittelsysteme und die soziale Dimension
3 Alternative Nahrungsmittelsysteme: Vertiefende Betrachtung, Beispiele aus der Praxis und der Nachhaltigkeitsaspekt
3.1 Entstehung von alternativen Nahrungsmittelnetzwerken
3.2 Begriffsdefinition und Eigenschaften
3.3 Konventionalisierung
3.4 Biologische Landwirtschaft
3.4.1 Definition und rechtliche Rahmenbedingungen
3.4.2 Abgrenzung zur konventionellen Landwirtschaft
3.4.3 Entstehungsgeschichte
3.4.4 Verbände und Dachverbände
3.4.5 Best Practice in der ökologischen Landwirtschaft
3.5 Short Food Supply Chains
3.5.1 Definition und Abgrenzung zu Food Supply Chain
3.5.1.1 Einteilung nach Kategorien und Dimensionen
3.5.1.2 Eigenschaften und Marktauftritt
3.5.2 Entstehung und Entwicklung von Short Food Supply Chains
3.6 Biologische SFCS unter Berücksichtigung des 3-Säulen Modells
3.6.1 Auswirkungen auf die wirtschaftliche Dimension
3.6.1.1 Wirtschaftliche Auswirkungen der biologischen Landwirtschaft
3.6.1.2 Wirtschaftliche Auswirkungen von Short Food Supply Chains
3.6.2 Auswirkungen auf die soziale Dimension
3.6.2.1 Soziale Auswirkungen der biologischen Landwirtschaft
3.6.2.2 Soziale Auswirkungen von Short Food Supply Chains
3.6.3 Auswirkungen auf die ökologische Dimension
3.6.3.1 Ökologische Auswirkungen der biologischen Landwirtschaft
3.6.3.2 Ökologische Auswirkungen von Short Food Supply Chains
3.6.4 Diskussion
4 Empirische Untersuchung: Räumliche Analyse der regionalen Nahrungsmittelproduktion in Österreich
4.1 Einleitung
4.2 Theoretische Grundlagen zur geographischen Analyse lokaler Nahrungsmittelsysteme
4.3 Methodische Vorgehensweise
4.3.1 Forschungsgegenstand
4.3.2 Datenauswahl
4.4 Ergebnisse der Untersuchung
4.4.1 IFRn
4.4.2 IFRr
4.4.3 PIFRI
5 Zusammenfassung und Resümee
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen konventioneller und alternativer Nahrungsmittelsysteme unter Berücksichtigung des 3-Säulen-Modells (ökonomisch, sozial, ökologisch) und führt eine empirische, geographische Analyse der regionalen Nahrungsmittelproduktion in Österreich mittels des "Policy Intervention for Food Relocalization Index" (PIFRI) durch.
Besonderheiten von Food Supply Chains
Nahrungsmittel und die Nahrungsmittelproduktion zeichnen sich durch spezielle Eigenschaften aus. Eine wesentliche Eigenschaft von Lebensmitteln liegt in der beschränkten Haltbarkeit der Waren. Diese hat Einfluss auf die Gestaltung und Prozesse der gesamte Supply Chain (Donselaar et al. 2006, S. 464-465). Zeit spielt in der Nahrungsmittelproduktion eine wichtige Rolle. Um möglichst viel Abfall zu vermeiden, muss gewährleistet sein, dass die Ware in perfektem Zustand beim Endkonsumenten ankommt (Kaipia et al. 2013, S. 263). Auch die Produktion von Nahrungsmitteln nimmt in der Regel längere Zeitperioden in Anspruch. Aufgrund der langen Reife- und Produktionszeiten und der saisonalen Einschränkungen kann auf Nachfrageänderungen weniger flexibel reagiert werden. Des Weiteren gilt zu beachten, dass die Qualität und Quantität in der landwirtschaftlichen Produktion von Lebensmitteln gewissen Schwankungen unterliegt. Man kann vorab nicht genau bestimmen, wie gut die Ernte von Feldfrüchten oder Aufzucht von Vieh ausfallen wird (FAO 2007, S. 30). Wetterextreme können immer wieder zu Ernteeinbußen führen, wie das Frühjahr 2016 in Ostösterreich gezeigt hat (Kurier 2016, URL). Bei Nahrungsmitteln handelt es sich um sensible Produkte. Dies bedeutet, dass externe Einflüsse wie Temperaturschwankungen und Mikroorganismen die Qualität und Sicherheit der Nahrungsmittel negativ beeinflussen können (FAO 2011, S. 11). Diese Besonderheiten in der Nahrungsmittelproduktion und den Produkten müssen bei der Gestaltung von Prozessen in einer Food Supply Chain berücksichtigt werden. Aufgrund der Unsicherheiten in der Produktion von Lebensmitteln wird dem Planungsprozess und Informationsaustausch (z.B. Qualitätseigenschaften) eine wesentliche Bedeutung zugeschrieben. Auch müssen die Prozesse in der Weiterverarbeitung von Lebensmitteln flexibel sein, um auf Änderungen in der Qualität und Quantität der Rohprodukte reagieren zu können (FAO 2007, S. 30).
1 Einleitung: Hinführung zur Problematik der globalen Nahrungsmittelsysteme und Zielsetzung der Arbeit.
2 Das moderne Nahrungsmittelsystem: Theoretische Darstellung des modernen Supply Chain Managements und Einbettung in das 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit.
3 Alternative Nahrungsmittelsysteme: Vertiefende Betrachtung, Beispiele aus der Praxis und der Nachhaltigkeitsaspekt: Detaillierte Analyse alternativer Konzepte wie Bio-Landwirtschaft und kurze Versorgungsketten hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitswirkung.
4 Empirische Untersuchung: Räumliche Analyse der regionalen Nahrungsmittelproduktion in Österreich: Durchführung und Auswertung einer geographischen Analyse der regionalen Lebensmittelproduktion mittels PIFRI.
5 Zusammenfassung und Resümee: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen regionaler Nahrungsmittelsysteme.
Nahrungsmittelsysteme, Supply Chain Management, Nachhaltigkeit, 3-Säulen-Modell, Biologische Landwirtschaft, Short Food Supply Chains, Regionale Nahrungsmittelproduktion, Österreich, Food Relocalization Index, PIFRI, Alternative Nahrungsmittelnetzwerke, Direktvermarktung, Nahrungsmittelherkunft, Nachhaltige Entwicklung, Agrarstrukturerhebung.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Nachhaltigkeit heutiger Nahrungsmittelsysteme und dem Potenzial regionaler, alternativer Strukturen.
Die Themen umfassen das globale moderne Nahrungsmittelsystem, ökologische und biologische Landwirtschaft, sowie kurze Versorgungsketten (SFSC).
Das Ziel ist die Untersuchung der Nachhaltigkeit konventioneller und alternativer Nahrungsmittelsysteme und die Identifikation des regionalen Entwicklungspotenzials in Österreich.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zur Theorie und eine quantitative, geographische Analyse der Lebensmittelproduktion mittels des PIFRI-Index für österreichische Bezirke angewendet.
Der Hauptteil analysiert die drei Dimensionen des 3-Säulen-Modells auf moderne und alternative Nahrungsmittelsysteme sowie die empirische Berechnung der lokalen Nahrungsmittelaktivität in Österreich.
Wichtige Begriffe sind Nachhaltigkeit, Supply Chain Management, Short Food Supply Chains (SFSC), Biologische Landwirtschaft und regionale Nahrungsmittelproduktion.
Der PIFRI ermöglicht eine quantitative Einschätzung des Entwicklungsstands und des regionalen Potenzials der Nahrungsmittelproduktion auf Ebene der politischen Bezirke.
Sie dient als Indikator für regionale Zertifizierungen und hilft bei der Identifikation von Bezirken mit hoher Dichte an regional verankerten Lebensmittelsystemen.
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