Magisterarbeit, 2005
128 Seiten, Note: 1
1) Einleitung
2) Theoretischer Rahmen
a) Warum Diskursanalyse für Schulbücher?
b) Michel Foucaults Ansatz
c) Methodische Vorschläge für Diskursanalysen von Schulbüchern
d) Die Konstruktion von Subjekten
e) Forschungsstand
f) Der Begriff Identität
3) Diskursiver Kontext
a) Zur Frage der Identität in Mexiko
b) Regionale Identitäten
c) Mexikanische Schulbücher
i) Geschichte
iii) Educación Indígena
4) Untersuchung der Schulbücher
a) Definition des Themenfeldes
b) Analyse
i) Die Einleitungstexte
ii) Libros Integrados der ersten beiden Klassen
iii) Monografías Estatales der dritten Klasse
Yucatán
Quintana Roo
Oaxaca
iv) Geschichtsbücher der vierten und sechsten Klasse
Vierte Klasse
Sechste Klasse
5) Schluss
Die Arbeit untersucht, wie indigene Identität in den aktuellen mexikanischen Grundschul-Geschichtsbüchern konstruiert wird. Dabei wird analysiert, ob Indigene weiterhin als rückständige "Andere" außerhalb der nationalen Identität (Mexicanidad) positioniert werden oder ob neue, plurikulturelle Ansätze in den Texten sichtbar sind.
b) Michel Foucaults Ansatz
Diskurse im Foucaultschen Sinne sind nicht wie eine Sprache eine Gesamtheit von Zeichen, sondern Praktiken, die die Gegenstände, von denen sie sprechen, hervorbringen (Foucault 1973: 74).
Der Diskurs speist sich aus dem Willen zum Wissen bzw. dem Willen zur Wahrheit und produziert somit Wahrheiten. Jede Gesellschaft, so Foucault, produziert ihre Wahrheiten, und diese Wahrheitsproduktion bewirkt Macht (Foucault 1978: 51). Die „politische Ökonomie der Wahrheit“ (ebd.) ist gebunden an den wissenschaftlichen Diskurs und dessen Institutionen. Ihre Produktion und Verteilung wird von wenigen großen Institutionen wie Universitäten und Medien kontrolliert. Zugleich ist sie auch Gegenstand gesellschaftlicher Konfrontationen (ebd.: 52). Dies trifft auch auf das in den Schulbüchern vermittelte Wissen zu, deren Inhalte in einem Prozess der Aushandlung entstehen, wie oben gezeigt wurde.
1) Einleitung: Stellt die Ausgangslage dar: Die staatliche Schulbuchproduktion in Mexiko ist eng mit dem Nationalitätsdiskurs verknüpft, wobei sich die Frage stellt, wie indigene Identität in diesem Rahmen konstruiert wird.
2) Theoretischer Rahmen: Erläutert die diskursanalytische Methode nach Foucault und Höhne sowie den Forschungsstand zur Identitätskonstruktion in Schulbüchern.
3) Diskursiver Kontext: Untersucht das historische und theoretische Umfeld, von Identitätsdiskursen in Mexiko bis zur Rolle der "Educación Indígena" als politisches Instrument.
4) Untersuchung der Schulbücher: Der Hauptteil, in dem das Textkorpus (Libros Integrados, Monografías Estatales, Geschichtsbücher) anhand der zuvor erarbeiteten Kategorien analysiert wird.
5) Schluss: Führt die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass das nationale Projekt weiterhin stark die Identitätskonstruktion dominiert, auch wenn Ansätze einer Anerkennung von Vielfalt erkennbar sind.
Mexiko, Schulbücher, indigene Identität, Diskursanalyse, Nationalismus, Mexicanidad, Bildungsgeschichte, plurikulturelle Nation, Subjektkonstruktion, Yucatán, Quintana Roo, Oaxaca, Zapatisten, Integrationspolitik, Macht und Wahrheit.
Die Arbeit analysiert kritisch, wie mexikanische Schulbücher das Bild der indigenen Bevölkerung konstruieren und diese in die nationale Identität einordnen.
Zentrale Felder sind die diskursive Konstruktion von nationaler Identität, der mexikanische Schulbuchdiskurs und das Spannungsverhältnis zwischen staatlicher Einheitsbildung und indigener kultureller Eigenständigkeit.
Die Forschungsfrage lautet: Wie wird in den Texten der aktuellen mexikanischen Schulbücher indigene Identität konstruiert?
Es wird eine Thematische Diskursanalyse angewandt, die sich methodisch an Michel Foucault, Thomas Höhne und Christoph Pilgrim orientiert, um textimmanente Strukturen und Aussageregeln offenzulegen.
Im Hauptteil werden verschiedene Grundschulbücher analysiert: Libros Integrados, Monografías Estatales (mit Fokus auf Yucatán, Quintana Roo und Oaxaca) sowie Geschichtsbücher der vierten und sechsten Klasse.
Schlüsselbegriffe sind Mexicanidad, Mestizaje, Diskurs, Hegemonie, Identitätskonstruktion und indigene Autonomie.
Oaxaca weist eine deutlich höhere ethnische Diversität auf, was sich in einer differenzierteren Darstellung indigener Akteure und einem stärkeren Gegendiskurs widerspiegelt, der sich von den in anderen Staaten üblichen Mustern abhebt.
Die Mestizaje wird als ideologische Grundlage der nationalen Identität untersucht, da sie einerseits Einheit stiftet, andererseits aber indigene Identitäten unterordnet oder ausschließt.
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