Bachelorarbeit, 2016
98 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Methodische Vorgehensweise und Aufbau
2. Portfoliotheorie
2.1. Geschichtlicher Rückblick
2.2. Rendite-Risiko-Betrachtung
2.2.1. Rendite
2.2.2. Risiko
2.3. Portfolio-Selection-Modell
2.4. Marktmodell
2.5. Capital-Asset-Pricing-Modell
2.5.1. Kapitalmarktlinie
2.5.2. Wertpapiermarktlinie
3. Investmentphilosophien
3.1. Informationseffizienzhypothese
3.1.1. Implikationen der Effizienzgrade
3.1.2. Kritik durch Behavioral Finance
3.2. Aktives Portfoliomanagement
3.2.1. Ziele
3.2.2. Technische Analyse
3.2.3. Fundamentalanalyse
3.2.4. Charakteristika eines „guten“ aktiven Managements
3.3. Passives Portfoliomanagement
3.3.1. Ziele
3.3.2. Index Tracking
3.3.3. Charakteristika eines „guten“ passiven Managements
3.4. „Smart Beta“
4. Gegenüberstellung der Investmentphilosophien
4.1. Aktives Portfoliomanagement
4.1.1. Vorteile
4.1.2. Nachteile
4.2. Passives Portfoliomanagement
4.2.1. Vorteile
4.2.2. Nachteile
4.3. „Smart Beta“
4.3.1. Vorteile
4.3.2. Nachteile
4.4. Performance von Aktienfonds
4.4.1. Aktienfonds als Gruppe
4.4.2. Persistenz der Renditen
4.4.3. Schlussfolgerung
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements zu skizzieren, um darauf aufbauend die beiden grundlegenden Investmentphilosophien – aktives und passives Portfoliomanagement – sowie das neuartige Konzept des „Smart Beta“ voneinander abzugrenzen und objektiv gegenüberzustellen.
2.1. Geschichtlicher Rückblick
1952 kann als das Geburtsjahr der Portfoliotheorie betrachtet werden. In diesem Jahr veröffentlichte der Wirtschaftsnobelpreisträger Harry Markowitz im Journal of Finance seinen Aufsatz „Portfolio Selection“5, in welchem er die Grundlagen der Portfoliotheorie legte. Seine Erkenntnisse wurden durch das sog. Separationstheorem6 von Tobin (1958) ergänzt und führten zu späteren Entwicklungen wie dem Marktmodell7 von Sharpe (1963), dem weitgehend unabhängig voneinander entwickelten Capital-Asset-Pricing-Modell (CAPM)8 von Sharpe (1964), Linter (1965) und Mossin (1966) sowie der Arbitrage-Pricing-Theorie (APT)9 von Ross (1976). Dabei fand Markowitz’ Portfolio-Selection-Theorie erst nach einem langen Bärenmarkt in den 1970er Jahren und in der Folge des großen Aktiencrashs von 1987 Anerkennung. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Anlageentscheidungen ausschließlich aufgrund von Renditeerwartungen getroffen. Dementsprechend folgte das Anlagevermögen dem Objekt mit den höchsten Renditeversprechungen. Durch die zusätzliche Einbeziehung des Risikos kommt es im Rahmen der Entscheidungsfindung nun zu einer zweidimensionalen Betrachtung. Darunter sind die konkurrierenden Ziele der Gewinnmaximierung und der Risikominimierung zu verstehen. Nach Markowitz verhalten sich Anleger rational und bevorzugen deshalb effiziente Portfolios. Von einem effizienten Portfolio kann gesprochen werden, wenn es bei einem gegebenen Risiko die höchste zu erwartende Rendite besitzt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die langjährige Diskussion über die Überlegenheit von aktivem gegenüber passivem Portfoliomanagement vor dem Hintergrund der Informationseffizienzhypothese.
2. Portfoliotheorie: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, beginnend bei Markowitz' Portfolio-Selection-Theorie bis hin zum Marktmodell und dem Capital-Asset-Pricing-Modell.
3. Investmentphilosophien: Hier werden die Informationseffizienzhypothese sowie Ansätze der Behavioral Finance untersucht und die Strategien des aktiven, passiven und „Smart Beta“-Managements definiert.
4. Gegenüberstellung der Investmentphilosophien: In diesem Kapitel erfolgt eine kritische Analyse der Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze unter Berücksichtigung von Kosten, Transparenz und empirischer Performance-Daten.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen theoretischen und empirischen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen der Asset-Management-Industrie.
Portfoliomanagement, Portfoliotheorie, Markowitz, CAPM, Informationseffizienzhypothese, Behavioral Finance, Aktives Portfoliomanagement, Passives Portfoliomanagement, Smart Beta, Index Tracking, Active Share, Performance, Kosten, Risikoprämien, Rendite.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der grundlegenden Frage, ob ein Portfolio eher aktiv oder passiv verwaltet werden sollte, und untersucht die theoretischen und empirischen Aspekte dieser beiden Investmentansätze.
Zentrale Themen sind die klassische Portfoliotheorie, die Effizienz von Kapitalmärkten, die Analyse von Investitionsstrategien (aktiv vs. passiv) sowie die moderne Entwicklung hin zu „Smart Beta“-Strategien.
Das Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements zu skizzieren und darauf aufbauend eine objektive Gegenüberstellung der alternativen Investmentphilosophien vorzunehmen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung empirischer Studien zur Performance und Persistenz von aktiv gemanagten Aktienfonds.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Kapitel 2), die Vorstellung der Investmentphilosophien inklusive Behavioral Finance (Kapitel 3) und die kritische Gegenüberstellung anhand von Performance- und Kostenaspekten (Kapitel 4).
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Portfoliomanagement, Informationseffizienz, Active Share, Smart Beta und Performance-Analyse charakterisiert.
„Smart Beta“ wird als Mittelweg zwischen klassisch aktivem und passivem Management positioniert, das gezielt Faktorprämien vereinnahmen möchte, ohne die volle Inflexibilität aktiver Entscheidungen zu tragen.
Der Active Share dient als Werkzeug zur Identifizierung „wahrer“ aktiver Manager und hilft zu beurteilen, inwieweit ein Fondsmanager tatsächlich von seiner Benchmark abweicht, anstatt nur ein „Closet Index Manager“ zu sein.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass es für aktiv gemanagte Fonds als Gruppe sehr schwierig ist, nach Abzug der Kosten eine mittel- bis langfristig persistente Outperformance gegenüber einer Benchmark zu erzielen.
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