Bachelorarbeit, 2017
55 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2. Motivation der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit
1.4. Relevanz des Themas und erwartete Ergebnisse der Arbeit
1.5. Turnaround Management
2. Historischer Rückblick
2.1. Gründung der Republik
2.2. Ziele der Republikgründung und die Leitkultur der Nation
2.3. Wirtschaftliche Ausgangssituation der neuen Republik
3. Erste Annäherungen zwischen Europa und der Türkei
3.1. Entwicklungsziele der Türkei
3.2. Start der Beitrittsverhandlungen am 03. Oktober 2005 mit der EU
3.3. Kopenhagener Kriterien
3.4. Analyse der wirtschaftlichen Kriterien anhand der Türkei
4. Putschversuch 15. Juli 2016
4.1. Politische Situation der Türkei
4.2. Wirtschaftliche Auswirkungen
4.3. Analyse der Reaktion der europäischen und türkischen Börsen
5. Maastricht Kriterien
6. Währungspolitik
6.1. Wechselkursstabilität gemäß Maastricht Vereinbarung
6.2. Währung versus Geldmenge versus Preisniveau
6.3. Eingriffe der Zentralbank in die Währungspolitik
6.4. Stellung und Entwicklung der türkischen Lira
6.5. Lösungsansätze zur Annäherung an die Maastrichter Vereinbarung
6.6. Eintritt der Türkei in die Währungsunion und deren Folgen
7. Inflation
7.1. Inflation gemäß Maastricht Vereinbarung
7.2. Preisstabilität – Verbraucherpreisindex
7.3. Eingriffe der Zentralbank und des Staates
7.4. Aktuelle Entwicklung in der Türkei und der EU
7.5. Lösungsansätze zur Annäherung an die Maastrichter Vereinbarung
8. Staatsverschuldung
8.1. Staatsverschuldung gemäß Maastricht Vereinbarung
8.2. Staatsausgaben versus Staatseinnahmen
8.3. Staatsverschuldung im EU – Vergleich
8.4. Lösungsansätze zur Annäherung an die Maastrichter Vereinbarung
9. Exkurs: Türkei als Handelspartner für die EU
9.1. Beziehungen im Außenhandel
9.2. Empfehlung zum Ausbau der Partnerschaft
10. Zusammenfassung der Sanierung und Beitrittsfähigkeit der Türkei
11. Zusammenfassung der Folgen für die EU bei einem Türkeibeitritt
12. Das Resümee
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die Beitrittsfähigkeit der Türkei zur Europäischen Union unter besonderer Berücksichtigung wirtschaftlicher Kriterien. Ziel ist es zu analysieren, ob eine Aufnahme der Türkei in die EU und die Währungsunion ökonomisch sinnvoll ist oder erhebliche Risiken birgt, wobei insbesondere die Maastrichter Konvergenzkriterien als Beurteilungsmaßstab herangezogen werden.
1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
Die Türkei wird anhand der drei „Kopenhagener Kriterien“, politisch, wirtschaftlich und mit dem sogenannten „Acquis Kriterium“ beurteilt. Medial werden hierbei lediglich die politischen und die Acquis Kriterien näher beleuchtet. Hierbei werden Menschenrechtsprobleme, Rechtsstaatlichkeit und die Vereinbarkeit der Türkei mit den europäischen Rechten und Werten diskutiert. Auch die „Staatsreligion“ spielt hierbei oftmals eine große Rolle.
Die wirtschaftlichen Gesichtspunkte werden oft außer Acht gelassen, weshalb sich dieses Kriterium äußerst spannend darstellen lässt. Die Entwicklung infolge des Putschversuches vom 15. Juli 2016, eröffnet hier eine weitere Betrachtungsweise, da diese eine große Auswirkung auf die wirtschaftlichen Abläufe und Beziehungen haben kann.
Welche Rolle die Türkei, mit Ihrer wirtschaftlichen Kraft, innerhalb der EU einnehmen kann und welche Auswirkungen gar eine Aufnahme in die Währungsunion und somit für die Währungspolitik darstellen könnte, lässt sich hier lohnend analysieren. Kern der Arbeit stellt hierbei die Maastrichter Vereinbarung dar.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des EU-Beitritts der Türkei ein, definiert das Ziel der Arbeit und stellt das methodische Vorgehen mittels Turnaround-Management vor.
2. Historischer Rückblick: Dieses Kapitel beleuchtet die Gründung der türkischen Republik unter Atatürk sowie die wirtschaftliche Ausgangssituation des Landes nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches.
3. Erste Annäherungen zwischen Europa und der Türkei: Hier werden die Ursprünge der Beziehungen seit 1959, der Assoziationsvertrag von 1963 sowie die Kopenhagener Kriterien als Beitrittsvoraussetzung erörtert.
4. Putschversuch 15. Juli 2016: Dieses Kapitel analysiert die politischen und wirtschaftlichen Folgen des gescheiterten Militärputsches sowie deren Auswirkungen auf die Kapitalmärkte.
5. Maastricht Kriterien: Hier erfolgt eine theoretische Einführung in die Konvergenzkriterien, die für einen Beitritt zur europäischen Währungsunion verpflichtend sind.
6. Währungspolitik: Dieses Kapitel untersucht die türkische Lira, die Rolle der Zentralbank und die Stabilitätsanforderungen im Lichte der Maastrichter Verträge.
7. Inflation: Hier wird die Preisstabilität als zentrales Konvergenzkriterium betrachtet und die aktuelle Inflationsentwicklung in der Türkei mit der Eurozone verglichen.
8. Staatsverschuldung: Dieses Kapitel analysiert die Tragfähigkeit der türkischen Staatsfinanzen im Vergleich zu EU-Mitgliedstaaten anhand der Kriterien für Neuverschuldung und Gesamtverschuldung.
9. Exkurs: Türkei als Handelspartner für die EU: Hier liegt der Fokus auf der Zollunion, der Handelsbilanz und Empfehlungen zur Stärkung der wirtschaftlichen Partnerschaft.
10. Zusammenfassung der Sanierung und Beitrittsfähigkeit der Türkei: Dieses Kapitel resümiert, inwieweit die Türkei die ökonomischen Kriterien erfüllt und welche strukturellen Anpassungen notwendig sind.
11. Zusammenfassung der Folgen für die EU bei einem Türkeibeitritt: Hier werden die potenziellen Auswirkungen einer Aufnahme für die Europäische Union und deren Stabilität diskutiert.
12. Das Resümee: Dieses Kapitel zieht ein abschließendes Fazit über die komplexe Beitrittsthematik und die wirtschaftliche Position der Türkei.
Türkei, Europäische Union, EU-Beitritt, Maastricht-Kriterien, Konvergenzkriterien, Währungsunion, türkische Lira, Preisstabilität, Staatsverschuldung, Inflation, Außenhandel, Zollunion, Putschversuch, Wirtschaftswachstum, Turnaround-Management
Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Beitrittsfähigkeit der Türkei zur Europäischen Union und untersucht, ob eine Integration in die EU und Währungsunion ökonomisch tragfähig ist.
Die zentralen Felder umfassen die Maastrichter Konvergenzkriterien, die Währungs- und Inflationspolitik, die Staatsverschuldung sowie die Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Türkei.
Das Ziel ist die objektive Bewertung, ob die Türkei die notwendigen wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt, um der EU und der Währungsunion beizutreten.
Die Arbeit nutzt eine detaillierte Analyse der Maastrichter Konvergenzkriterien und überträgt Ansätze aus dem Turnaround-Management auf die wirtschaftliche Situation des türkischen Staates.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Kriterien (Inflation, Währung, Staatsverschuldung), die wirtschaftlichen Auswirkungen des Putschversuchs von 2016 sowie einen Exkurs über die Handelspartnerschaft.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe EU-Beitritt, Konvergenzkriterien, Maastrichter Vereinbarung, Preisstabilität und türkische Wirtschaft charakterisieren.
Der Putschversuch und die darauffolgenden politischen Maßnahmen führen zu einer erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit, Kapitalabflüssen und Instabilität der Währung, was die Erfüllung der Konvergenzkriterien massiv erschwert.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die Türkei bei Wechselkursstabilität, Preisstabilität und im Außenhandelsdefizit große Defizite aufweist, während sie bei der Staatsschuldenquote die Kriterien eher erfüllen kann.
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