Masterarbeit, 2018
51 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Was ist Geldwäsche
2.1 Der Begriff der Geldwäsche
2.2 Vorgaben der Europäischen Union
3 Geldwäscheprävention in Deutschland
3.1 Einordnung der Geldwäscheprävention in das deutsche Rechtssystem
3.1.1 Deutsche Gesetzgebung und Rechtssystem im Allgemeinen
3.1.2 Geldwäsche als Straftatbestand im Strafgesetzbuch
3.1.3 Geldwäsche im Kreditwesengesetz
3.1.4 Geldwäsche im Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten
3.1.5 Die Einordnung der Geldwäsche in das deutsche Rechtssystem
3.2 Wesentliche Regelungen des deutschen GwG
3.2.1 Die wesentlichen Neuerungen
3.2.2 Weitere wesentliche Pflichten
3.3 Die Geldwäscheprävention in der Bank
3.3.1 Angemessenes Risikomanagement
3.3.2 Interne Sicherungsmaßnahmen
3.3.3 Zwischenfazit
4 Geldwäscheprävention in England
4.1 Einordnung der Geldwäscheprävention in das englische Rechtssystem
4.1.1 Englische Gesetzgebung und Rechtssystem im Allgemeinen
4.1.2 Die Geldwäscheprävention im englischen Rechtssystem
4.2 Wesentliche Regelungen des englischen Geldwäscherechts
4.2.1 Die Identifizierungspflicht
4.2.2 Risikomanagement und Risikoanalyse
4.2.3 Der Geldwäschebeauftragte
4.2.4 Die Meldepflicht
5 Geldwäscheprävention in den USA (am Beispiel des Bundesstaates New York)
5.1 Einordnung der Geldwäscheprävention in das amerikanische Rechtssystem
5.1.1 Amerikanische Gesetzgebung und Rechtssystem im Allgemeinen
5.1.2 Die Geldwäscheprävention im amerikanischen Rechtssystem
5.2 Wesentliche Regelungen des amerikanischen Geldwäscherechts
5.2.1 Die Identifizierungspflicht
5.2.2 Risikomanagement und Risikoanalyse
5.2.3 Der Geldwäschebeauftragte
5.2.4 Die Meldepflicht
6 Ein Vergleich der rechtlichen Regelungen
6.1 Unterschiede zwischen deutschem und englischem Recht
6.1.1 Festsetzung der Datenerhebung
6.1.2 Wirtschaftlich Berechtigte
6.1.3 Politisch exponierte Personen
6.2 Unterschiede zwischen deutschem und amerikanischem Recht
6.2.1 Festsetzung der Datenerhebung
6.2.2 Wirtschaftlich Berechtigte
6.2.3 Politisch exponierte Personen
6.3 Folgen der Unterschiede für den praktischen Umgang mit geldwäscherechtlichen Problematiken in einer deutschen Bank, die auch im Ausland Standorte unterhält
6.3.1 Rechtliches Risiko
6.3.2 Arbeitsaufwand
6.3.3 Marktrisiko
7 Fazit
Diese Arbeit befasst sich mit der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in Banken, wobei ein besonderer Fokus auf den Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Einhaltung rechtlicher Vorgaben liegt, wenn ein Institut neben dem deutschen Stammsitz weitere Niederlassungen im Ausland unterhält.
Die Geldwäscheprävention in der Bank
Die Geldwäscheprävention einer Bank ist – je nach Größe des Institutes – äußerst aufwendig, da die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen in viele Arbeitsabläufe hineinspielt.
Seit Mitte der 90er-Jahre sind Banken in Europa durch verschiedene bankaufsichtsrechtliche Instrumentarien dazu angehalten, Kontroll- und Ermittlungsaufgaben zur Verhinderung der Geldwäsche wahrzunehmen. Werden diese Aufgaben nicht ordnungsgemäß wahrgenommen, können sich hieraus diverse Risiken für Banken ergeben.
Bei Verstößen gegen geldwäscherechtliche Präventionsmaßnahmen können sich die folgenden vier verschiedenen Kategorien von Risiken ergeben: Die operationellen Risiken, welche die Bindung von Ressourcen im Unternehmen aufgrund von internen Untersuchungen binden können oder aber die Gefahr bergen, dass Sicherungs- und Ordnungsmaßnahmen nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt werden. Daneben bestehen rechtliche Risiken, die beispielsweise darin münden können, dass dem Institut gegenüber Sanktionierungen erfolgen. Ferner können Verstöße auch zu finanziellen Risiken und Reputationsrisiken führen. Die finanziellen Risiken bestehen regelmäßig in der möglichen Zahlung von Bußgeldern oder aber Schadensersatzzahlungen. Die Reputationsrisiken können die Abwanderung von Kunden, Kursverluste oder Ratingverschlechterungen mit sich bringen.
Mit der vierten EU-Geldwäscherichtlinie müssen Verpflichtete neben Strategien und Verfahren zur wirksamen Risikosteuerung auch über entsprechende Kontrollen verfügen. Zusätzliche organisatorische Anforderungen ergeben sich daneben aus der Pflicht, vertrauliche Kommunikationskanäle für Anfragen der Behörden zu schaffen. Und um im Falle der Nachfrage umfassend Auskunft erteilen zu können, müssen wiederum die zu jeder Geschäftsbeziehung gehörenden Daten vorgehalten werden. Ganz entscheidend sind in einer Bank jedoch ein angemessenes Risikomanagement und die Implementierung interner Sicherungsmaßnahmen.
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Geldwäscheprävention und der Herausforderungen bei Auslandsniederlassungen für deutsche Banken.
2 Was ist Geldwäsche: Definition des Begriffs aus kriminologischer und internationaler Perspektive sowie Darstellung der regulatorischen Basis durch die FATF und die EU.
3 Geldwäscheprävention in Deutschland: Detaillierte Betrachtung der gesetzlichen Grundlagen, insbesondere des GwG, und der internen Anforderungen an Banken zur Risikoanalyse und Sicherung.
4 Geldwäscheprävention in England: Überblick über das englische Rechtssystem und die Umsetzung der Geldwäscheregularien unter Berücksichtigung des Statute Law.
5 Geldwäscheprävention in den USA (am Beispiel des Bundesstaates New York): Erläuterung des amerikanischen, teils fallrechtlich geprägten Systems und der spezifischen Compliance-Vorgaben.
6 Ein Vergleich der rechtlichen Regelungen: Analyse der feinen Unterschiede zwischen den Rechtsordnungen und der daraus resultierenden praktischen Schwierigkeiten für international agierende Banken.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Komplexität, die eine sorgfältige Strukturierung und spezialisierte Fachkräfte für eine effektive grenzüberschreitende Compliance erfordert.
Geldwäscheprävention, GwG, Compliance, Terrorismusfinanzierung, Risikomanagement, Bankenaufsicht, internationale Rechtsvergleichung, Sorgfaltspflichten, Meldepflicht, Finanztransaktionsuntersuchungen, AML, Know Your Customer, FATF, Geldwäschebeauftragter, Rechtssicherheit.
Die Arbeit analysiert die regulatorischen Anforderungen an die Geldwäscheprävention für Banken mit Sitz in Deutschland, die zusätzlich Niederlassungen in England oder den USA unterhalten.
Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Compliance-Vorgaben, die notwendige Risikomanagement-Struktur, die Rolle der Geldwäschebeauftragten und die Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Einhaltung regulatorischer Standards.
Das primäre Ziel ist es, die praktischen Schwierigkeiten und Risiken aufzuzeigen, die für deutsche Banken bei der gleichzeitigen Einhaltung heimischer und ausländischer Geldwäschevorschriften entstehen.
Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Methode zwischen Deutschland, England und den USA sowie ein Experteninterview, um die praktischen Auswirkungen der gesetzlichen Vorgaben im Bankalltag zu beleuchten.
Der Hauptteil behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen in den drei betrachteten Ländern, die organisatorischen Pflichten für Banken und einen detaillierten Vergleich der Unterschiede hinsichtlich Identifizierungspflichten, wirtschaftlich Berechtigten und PEP-Prüfungen.
Wesentliche Begriffe sind Geldwäscheprävention, GwG, Compliance, Risikomanagement, FATF-Standards, grenzüberschreitende Regulatorik und operationelle sowie rechtliche Risiken für Banken.
In Deutschland müssen alle Kunden auf PEP-Status geprüft werden, während in den USA nach amerikanischem Recht primär ausländische Kunden im Fokus stehen und inländische PEPs nach FATF-Empfehlungen behandelt werden.
Es birgt ein signifikantes Reputationsrisiko, da die öffentliche Bekanntgabe von Sanktionen dazu führen kann, dass Geschäftspartner die Bank aufgrund mangelnder Compliance-Standards als unsicheren Partner wahrnehmen.
Da Compliance-Richtlinien mit mehreren, teils divergierenden Rechtsordnungen in Einklang gebracht werden müssen, erfordert dies einen ständigen Abgleich, erhöhte Schulungsaufwände und eine spezialisierte Überwachung an allen Standorten.
Deutsche Banken könnten im Ausland Wettbewerbsnachteile erleiden, da potenzielle Kunden die strengen Identifizierungsanforderungen, wie die Abfrage der Nationalität, nicht akzeptieren und zu weniger regulierten Konkurrenten abwandern könnten.
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