Masterarbeit, 2018
92 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Ausgangspunkt
1.2. Ziele und Forschungsfragen
1.3. Vorgehensweise und Methodik
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Einführung in das Controlling
2.1.1. Das IGC Controlling-Prozessmodell 2.0
2.1.2. Erläuterung der Kernprozesse im Controlling
2.2. Digitalisierungstreiber
2.2.1. Big Data
2.2.2. Industrie 4.0
2.2.3. Blockchain
2.2.4. Cloud-Computing
3. Auswirkungen der Digitalisierungstreiber auf die Kernprozesse
3.1. Bereits stattfindende Digitalisierung in den Kernprozessen
3.2. Diskussion des Ineinandersgreifens von Digitalisierungstreiber und Kernprozess
3.2.1. Strategische Planung
3.2.2. Planung, Budgetierung und Forecast
3.2.3. Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung
3.2.4. Investitionscontrolling
3.2.5. Projektcontrolling
3.2.6. Risikocontrolling
3.2.7. Datenmanagement
3.2.8. Management Reporting
3.2.9. Business Partnering
3.3. Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen
3.4. Hemmnisse und neue Anforderungen an die Kernprozesse
4. Empirische Untersuchung
4.1. Methode
4.2. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse
5. Fazit & Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen aktueller Digitalisierungstreiber – konkret Big Data, Industrie 4.0, Blockchain und Cloud-Computing – auf die definierten Kernprozesse des Controllings. Das Ziel besteht darin, Chancen und Risiken für die Unternehmenssteuerung aufzuzeigen sowie notwendige Anforderungen an die Controller-Rolle und die zugrunde liegenden Prozesse im Kontext einer zunehmend digitalisierten Geschäftswelt zu identifizieren.
2.2.2. Industrie 4.0
Zunächst wird die historische Entwicklung der Industrie 4.0 beschrieben, bevor der Begriff und dessen zentralen Merkmale definiert werden. Anschließend wird die Relevanz der Technologie aufgezeigt. Zuletzt erfolgt die Beschreibung wesentlicher Potenziale.
Der Begriff Industrie 4.0 hat auf der Hannover Messe im April 2011 in Deutschland seinen Ursprung. Im Rahmen der Hightech-Strategie Deutschland, begleitete die Promotorengruppe „Kommunikation der Forschungsunion Wirtschaft – Wissenschaft“ das Zukunftsprojekt Industrie 4.0. Der Begriff steht für die vierte industrielle Revolution, die die Weiterentwicklung der Elektro- und Informationstechnik der dritten Revolution darstellt. Bei der Industrie 4.0 steht die intelligente Vernetzung, mit Hilfe von eingebetteten Informationstechnologien in Gegenständen, im Fokus (Stichwort „Internet of Things“).
Die Industrie 4.0 beschreiben Kagermann et al. (2013) anhand von drei zentralen Merkmalen, die in Echtzeitgeschwindigkeit erfolgen. Eine davon ist die horizontale Integration der Wertschöpfungsnetze. Damit ist die Vernetzung von Prozessen und Systemen in der Wertschöpfungskette über Unternehmensgrenzen hinaus (z.B. vom Zulieferer über die Montage bis zum Kunden) gemeint. Das nächste Merkmal ist die Durchgängigkeit des Engineerings (Digitalisierung) über die gesamte Wertschöpfungskette eines Produktes. Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette integriert den Kunden in den Wertschöpfungsprozess, um für den Kunden individualisierte Produkte zu ermöglichen. Als letztes Merkmal sind die vertikale Integration und vernetzte Produktionssysteme genannt. Dabei steht die Vernetzung der Hierarchieebenen im Unternehmen im Vordergrund, wodurch eine schnellere und flexiblere Steuerung vom Management bis zur tatsächlichen Produktion möglich wird.
1. Einleitung: Vorstellung des Ausgangspunkts, der Forschungsfragen sowie der methodischen Vorgehensweise zur Untersuchung der Digitalisierung im Controlling.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Controlling-Disziplin, des IGC-Prozessmodells sowie Definition der relevanten Digitalisierungstreiber.
3. Auswirkungen der Digitalisierungstreiber auf die Kernprozesse: Detaillierte Analyse und Diskussion, wie die ausgewählten Technologien die spezifischen Controlling-Prozesse beeinflussen.
4. Empirische Untersuchung: Vorstellung der qualitativen Forschungsmethode mittels Experteninterviews sowie Diskussion der Ergebnisse zur Validierung der Thesen.
5. Fazit & Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und kritische Reflexion des Forschungsstandes.
Digitalisierung, Controlling, IGC-Prozessmodell, Big Data, Industrie 4.0, Blockchain, Cloud-Computing, Kernprozesse, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, Business Partnering, Management Reporting, Echtzeitsteuerung, Datenmanagement, Automatisierung
Die Masterarbeit befasst sich mit den Einflüssen der fortschreitenden Digitalisierung auf die zentralen Prozesse im betriebswirtschaftlichen Controlling.
Die Arbeit fokussiert sich auf die vier Digitalisierungstreiber Big Data, Industrie 4.0, Blockchain und Cloud-Computing im Zusammenspiel mit den Controlling-Kernprozessen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich diese Technologien auf das Controlling auswirken, welche Potenziale und Risiken bestehen und wie Controller ihre Rolle in diesem digitalen Umfeld anpassen müssen.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturanalyse mit einer empirischen Untersuchung in Form von qualitativen Experteninterviews mit Führungskräften.
Der Hauptteil analysiert, wie jeder der vier Digitalisierungstreiber die einzelnen Kernprozesse (z.B. Strategische Planung, Budgetierung, Risikocontrolling) beeinflusst und welche Anforderungen daraus für das Controlling resultieren.
Neben dem zentralen Begriff der Digitalisierung sind Schlagworte wie IGC-Prozessmodell, Business Partnering, Datenmanagement und Echtzeitsteuerung maßgeblich für die inhaltliche Ausrichtung.
Das IGC-Prozessmodell dient als standardisierte Referenz und Strukturierungsrahmen, um die Auswirkungen der Digitalisierung nicht nur unspezifisch, sondern prozessgenau zuordnen zu können.
Smart Contracts werden vor allem als Instrumente zur Automatisierung von Transaktionen und Berichterstattungsprozessen gesehen, die zur Effizienzsteigerung beitragen können, jedoch noch am Anfang ihrer praktischen Anwendung im Controlling stehen.
Neben den technischen Aspekten sieht der Autor die Herausforderung in der Datenheterogenität und der notwendigen Sicherstellung einer hohen Datenqualität (Daten-Governance), um verlässliche steuerungsrelevante Informationen zu erhalten.
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