Masterarbeit, 2018
153 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau und Struktur der Arbeit
2 Theoretische Ansätze zur Vergütung von Managern
2.1 Verhaltenswissenschaftliche Forschung zur Motivation
2.1.1 Definition Motivation
2.1.2 Inhaltstheorien
2.1.3 Prozesstheorien
2.2 Prinzipal-Agent-Theorie und Stewardship-Theorie
2.2.1 Grundlagen der Prinzipal-Agent-Theorie
2.2.2 Agency-Kosten des Eigenkapitals
2.2.3 Grundlagen der Stewardship-Theorie
2.3 Theorien zur Ausgestaltung der Vergütung
2.3.1 Optimal Contracting Approach
2.3.2 Managerial Power Approach
2.3.3 Anreizvergütungshypothese und Ökonomie der Superstars
3 Ausgestaltung der Managementvergütung
3.1 Corporate Governance und Managementvergütung
3.1.1 Definition Corporate Governance und Managementvergütung
3.1.2 Zuteilungskriterien der Vergütung
3.1.3 Auszahlungsmodalitäten der Vergütung
3.2 Managementvergütung in Deutschland und aktienbasierte Vergütung
3.2.1 Gesetzliche Grundlagen in Deutschland
3.2.2 Deutscher Corporate Governance Kodex
3.2.3 Aktienbasierte Vergütungskomponenten
3.3 Bisherige empirische Ergebnisse zur Forschungsfrage
3.3.1 Corporate Governance
3.3.2 Ausgestaltung der Managementvergütung
3.3.3 Einflussfaktoren auf die Höhe der Managementvergütung
4 Empirische Untersuchung zur Managementvergütung als Anlagekriterium
4.1 Grundlagen der empirischen Untersuchung
4.1.1 Datenbeschreibung und Operationalisierung der Vergütung
4.1.2 Ableitung der Hypothesen
4.1.3 Methodik und Modellparameter
4.2 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
4.2.1 Deskriptive Statistik der Modellparameter
4.2.2 Überprüfung der Hypothesen
4.2.3 Grenzen der Untersuchung
4.3 Einordnung und Würdigung der Untersuchung
4.3.1 Zusammenfassung und Würdigung der Ergebnisse
4.3.2 Ableitung von Empfehlungen für Eigenkapitalgeber und Unternehmen
4.3.3 Einordnung der Ergebnisse in die bisherige Literatur
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob die Ausgestaltung der Managementvergütung bei börsennotierten DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen als relevantes Anlagekriterium für Eigenkapitalgeber fungieren kann, basierend auf deren potenziellen Auswirkungen auf den Shareholder Value.
1.1 Ziel der Arbeit
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Matthias Müller, verteidigte in einem Interview sein in der Öffentlichkeit als zu hoch empfundenes Gehalt für das Geschäftsjahr 2017 mit den Worten: „Es gibt zwei Gründe für ein so hohes Gehalt: die Relevanz des Unternehmens für die Volkswirtschaft sowie das Risiko, das man als Konzernchef trägt.“ Aus dieser Aussage werden sowohl das öffentliche Interesse an der Entlohnung des Managements von Kapitalmarktgesellschaften, als auch theoretisch und empirisch belegte Einflussfaktoren auf die Höhe der Vergütung von Managern deutlich. Nicht nur das öffentliche Interesse an ihr steigt, die Managementvergütung als Teilgebiet der Corporate Governance rückt auch verstärkt in den Fokus von Investoren bei der Anlageentscheidung sowie den der wissenschaftlichen Diskussion.
Das steigende Interesse der Anleger an diesem Themenfeld ist einerseits auf den empirisch belegbaren Zusammenhang zwischen Corporate Governance und Shareholder Value respektive Unternehmensperformance zurückzuführen. Andererseits gewinnen nachhaltige Investments für institutionelle Anleger durch die Berücksichtigung von Environment Social Governance (ESG) Kriterien zunehmend an Bedeutung. Über die ESG-Kriterien wird der Bereich Corporate Governance bei der Investitionsentscheidung von Kapitalgebern abgebildet.
Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Master Thesis mit der Forschungsfrage: Inwiefern ist die Ausgestaltung der Managementvergütung von börsennotierten DAX-, MDAX- und SDAX-Gesellschaften infolge ihrer möglichen Auswirkungen auf den Shareholder Value ein relevantes Kriterium für Eigenkapitalgeber bei der Investitionsentscheidung? Die Kernkonzepte zu dieser Fragestellung sind die Ausgestaltung der Vergütungssysteme, die Personengruppe Management, die Auswirkungen auf den Shareholder Value und die Eingrenzung auf die in den deutschen Aktienindizes DAX (Deutscher Aktienindex), MDAX (Mid-Cap-DAX) und SDAX (Small-Cap-DAX) geführten Unternehmen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Managementvergütung im Kontext der Corporate Governance ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich ihrer Eignung als Anlagekriterium.
2 Theoretische Ansätze zur Vergütung von Managern: Dieses Kapitel erläutert verhaltenswissenschaftliche Motivationstheorien sowie die Prinzipal-Agent- und Stewardship-Theorie als Basis für die Vergütungsgestaltung.
3 Ausgestaltung der Managementvergütung: Hier wird die Managementvergütung im System der Corporate Governance in Deutschland verortet und verschiedene Zuteilungskriterien sowie Auszahlungsmodalitäten analysiert.
4 Empirische Untersuchung zur Managementvergütung als Anlagekriterium: Der empirische Hauptteil beschreibt die Methodik, Datenerhebung bei DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen sowie die Überprüfung der Hypothesen mittels Regressionsanalysen.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der Untersuchung und beantwortet abschließend die Forschungsfrage.
Managementvergütung, Corporate Governance, Shareholder Value, Prinzipal-Agent-Theorie, Anlageentscheidung, DAX, MDAX, SDAX, Vergütungssysteme, Motivation, Anreizstruktur, Leistungsbemessung, empirische Analyse, Eigenkapitalgeber, Unternehmensperformance.
Die Arbeit untersucht, ob die Struktur der Managementvergütung bei großen börsennotierten deutschen Unternehmen als Entscheidungsgrundlage für Anleger dienen kann, um den Shareholder Value einzuschätzen.
Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung von Vergütungssystemen, die regulatorischen Anforderungen der Corporate Governance in Deutschland sowie deren empirische Überprüfung anhand realer Unternehmensdaten.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit die Ausgestaltung der Managementvergütung bei DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen ein valides Kriterium für Investoren darstellt, um mögliche Auswirkungen auf den Shareholder Value vorherzusehen.
Der Autor führt eine quantitative empirische Untersuchung durch, bei der Daten aus Geschäftsberichten für den Zeitraum 2014 bis 2017 erhoben und mittels linearer sowie multipler Regressionsanalysen statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Motivation, Agency-Theorie, Optimal Contracting), die regulatorische Einordnung (deutsches Recht, DCGK) sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Untersuchung inklusive einer kritischen Würdigung.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Managementvergütung, Corporate Governance, Shareholder Value, Prinzipal-Agent-Theorie, Eigenkapitalgeber und deutsche Aktienindizes.
Im Gegensatz zur bisherigen Literatur, die sich oft primär auf die absolute Höhe der Vergütung konzentriert, fokussiert diese Arbeit spezifisch auf die Ausgestaltung der Vergütungssysteme in deutschen Unternehmen und deren Relevanz für Investoren.
Die statistische Analyse konnte den aus der Theorie abgeleiteten Zusammenhang zwischen Vergütungsgestaltung und dem Shareholder Value nicht signifikant bestätigen, was zu einer eher skeptischen Einschätzung bezüglich der direkten Relevanz als Anlagekriterium führt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

