Diplomarbeit, 2004
130 Seiten, Note: 1,0
1 Die klassische Betriebssozialarbeit
1.1 Die Historie – von der Fabrikpflege zur Betriebssozialarbeit
1.2 Aufgabenfelder der klassischen, symptombezogenen Betriebssozialarbeit
1.3 Soziale Arbeit und Betriebssozialarbeit
1.3.1 Die Zusammenhänge
1.3.2 Kompetenzen professioneller (betrieblicher) Sozialarbeiter
1.3.3 Arbeitsformen der Sozialen Arbeit in der Betriebssozialarbeit
1.3.3.1 Soziale Einzelhilfe
1.3.3.1.1 Case Management
1.3.3.2 Soziale Arbeit mit Einzelnen in der Betriebssozialarbeit
1.3.3.3 Soziale Gruppenarbeit
1.3.3.4 Soziale Arbeit mit Gruppen in der Betriebssozialarbeit
1.3.3.5 Soziale Gemeinwesenarbeit
1.3.3.6 Soziale Arbeit mit Gemeinwesen in der Betriebssozialarbeit
1.3.4 Fazit
2 Weiterentwicklung der Betriebssozialarbeit
2.1 Gesellschaftliche und globale Veränderungen und deren Auswirkungen auf Unternehmen
2.1.1 Individualisierung, Globalisierung, Wertewandel
2.1.2 Auswirkungen auf die Arbeitnehmer
2.1.3 Konsequenzen für Unternehmen
2.1.4 Auswirkungen auf die Betriebssozialarbeit
2.2 Die lernende Organisation
2.2.1 Warum Organisationen lernen müssen
2.2.2 Merkmale der lernenden Organisation
2.2.3 Die Basis der lernenden Organisation – Systemtheorie
2.2.3.1 Eigenschaften lebender Systeme
2.2.3.2 Steuerung von Systemen und Reduzierung von Komplexität
2.2.3.3 Das Emergenz-Prinzip und wie Organisationen lernen
2.2.3.4 Das konstruktivistische Paradigma
2.2.4 Modell einer lernenden Organisation
3 Betriebliche Soziale Arbeit mit Individuen
3.1 Von der problem- und symptombezogenen Betriebssozialarbeit zur Lösungs- und Ressourcenorientierung der Betrieblichen Sozialen Arbeit
3.1.1 Das LOT-Prinzip
3.1.1.1 Die W.A.S.-Technik
3.1.1.2 Ziele, Aufgaben und Komplimente
3.1.2 Fazit
3.2 Coaching – die moderne Form der Mitarbeiterführung
3.2.1 Was ist Führung / Coaching?
3.2.1.1 Führungsstile
3.2.1.1.1 Situative Führung
3.2.2 Anforderungen an einen Coach
3.2.2.1 Menschenbild
3.2.2.2 Der ethische Orientierungsrahmen
3.2.2.3 Emotionale Intelligenz und Soft-Skills
3.2.2.4 Dialogfähigkeit
3.2.3 Aufgaben eines Coachs
3.2.4 Unterstützung des Coachs durch Betriebliche Soziale Arbeit
4 Betriebliche Soziale Arbeit mit Gruppen / Teams
4.1 Was ist Teamberatung?
4.1.1 Anlässe für eine Teamberatung
4.1.1.1 Typische Problemfelder
4.1.2 Vorgehensweise
4.1.2.1 Auftrag
4.1.2.2 Interventionskonzept
4.1.2.3 Interventionsaspekte
4.2 Lösungsorientierte Teamarbeit
4.2.1 Zehn Grundregeln für lösungsorientierte Teamarbeit
4.2.2 Durchführung lösungsorientierter Teamentwicklung
4.2.3 Abgrenzung zur klassischen Teamarbeit
4.3 Fazit
5 Betriebliche Soziale Arbeit mit Gesamtorganisationen
5.1 Organisationsentwicklung
5.2 Modell einer systemisch-evolutionären Organisationsentwicklung
5.2.1 Prinzipien des Modells
5.2.2 Sechs Phasen des Organisationsentwicklungs-Prozesses
5.2.2.1 Orientierungsphase
5.2.2.2 Phase der Situationsklärung
5.2.2.3 Phase der Zielfindung
5.2.2.4 Formieren der systeminternen Steuerungsstruktur für den Organisationsentwicklungs-Prozess
5.2.2.5 Information des Gesamtsystems
5.2.2.6 Arbeit in Teilprojekten
5.2.3 Die Position der Betrieblichen Sozialen Arbeit innerhalb des Organisatonsentwicklungs-Prozesses
6 Resümee
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen modernen, innovativen Ansatz der Betrieblichen Sozialen Arbeit zu entwickeln, der über die klassische, symptombezogene Beratung hinausgeht. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Sozialarbeiter Unternehmen im Rahmen einer lernenden Organisation unterstützen können, um deren Veränderungs- und Lernfähigkeit zu verbessern.
3.2.1 Was ist Führung / Coaching?
Niemeyer / Postall definieren Führung folgendermaßen: „Unter Führung versteht man die ziel- und ergebnisorientierte Beeinflussung des Verhaltens eines Individuums oder einer Gruppe zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben.“
Es geht daher mit anderen Worten um die Herbeiführung eines gewünschten Verhaltens einer Person oder Gruppe durch Beeinflussung. Diese geschieht bewusst im Sinne von Motivation, Förderung und Unterstützung seitens des Coachs und nicht im Sinne von Manipulation. Dazu ist es natürlich erforderlich, dass der Coach Maßnahmen und Ziele zusammen mit Individuum oder Gruppe ausarbeitet. Er muss seine eigenen Ideen transparent machen, da sonst, seine Art zu führen, doch auf Manipulation und Bevormundung hinausläuft. Des Weiteren geschieht diese Beeinflussung des Individuums / der Gruppe nur zweckmäßig zur Durchführung gemeinsamer Aufgaben und zur Erreichung bestimmter Ziele.
1 Die klassische Betriebssozialarbeit: Dieses Kapitel erläutert die historischen Anfänge von der Fabrikpflege bis hin zur modernen Betriebssozialarbeit und stellt deren ursprüngliche, symptombezogene Arbeitsweisen dar.
2 Weiterentwicklung der Betriebssozialarbeit: Hier wird der Zusammenhang zwischen ökonomisch-gesellschaftlichem Wandel und der Notwendigkeit für Unternehmen, sich zu einer lernenden Organisation zu entwickeln, aufgezeigt.
3 Betriebliche Soziale Arbeit mit Individuen: Der Fokus liegt auf dem Übergang zu einer lösungs- und ressourcenorientierten Beratung nach dem LOT-Prinzip sowie dem Coaching als moderner Führungsform.
4 Betriebliche Soziale Arbeit mit Gruppen / Teams: Das Kapitel behandelt die Teamberatung und lösungsorientierte Teamarbeit als Mittel zur Steigerung von Produktivität und Kreativität in Gruppen.
5 Betriebliche Soziale Arbeit mit Gesamtorganisationen: Diese Einheit beschreibt Organisationsentwicklung als systemisch-evolutionären Prozess und die Rolle der Sozialen Arbeit darin.
6 Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine moderne Betriebliche Soziale Arbeit systemisch ausgerichtet sein muss, um Unternehmen im Wandel zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Betriebliche Soziale Arbeit, Lernende Organisation, Coaching, Systemtheorie, Organisationsentwicklung, LOT-Prinzip, Lösungsorientierung, Ressourcenorientierung, Mitarbeiterführung, Teamberatung, Sozialpädagogik, Change Management, Systemisches Denken, Betriebsklima, Veränderungsfähigkeit
Die Arbeit entwickelt einen innovativen, unternehmensbezogenen Ansatz der Sozialen Arbeit, um Unternehmen in Zeiten des Wandels besser zu unterstützen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Weiterentwicklung der klassischen Betriebssozialarbeit hin zu einer lösungs- und ressourcenorientierten Praxis, der Implementierung einer lernenden Organisation und dem Coaching als Instrument moderner Führung.
Ziel ist es, die Veränderungs- und Lernfähigkeit in Unternehmen zu fördern, indem der Sozialarbeiter als Initiator und Moderator auf verschiedenen Systemebenen (Individuum, Gruppe, Organisation) agiert.
Die Arbeit nutzt systemtheoretische Ansätze und integriert insbesondere das lösungsorientierte LOT-Prinzip nach Mehlmann / Röse sowie Modelle zur Organisationsentwicklung nach Häfele.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Ebenen: Die Arbeit mit Individuen (Beratung, Coaching), mit Gruppen (Teamberatung) und mit Gesamtorganisationen (Organisationsentwicklung).
Zentrale Begriffe sind neben der Betrieblichen Sozialen Arbeit, das LOT-Prinzip, Systemtheorie, Coaching, Empowerment, Ressourcenorientierung und die lernende Organisation.
Während klassische Ansätze primär problemorientiert und symptombezogen agieren, setzt der hier vorgeschlagene Ansatz auf eine konsequente Lösungs- und Ressourcenorientierung, die den Klienten als Experten seiner selbst betrachtet.
Die Führungskraft fungiert als „Primus inter pares“ (Erster unter Gleichen), der seine Mitarbeiter begleitet, fördert und anleitet, statt sie autoritär zu führen, um gemeinsam Unternehmensziele zu erreichen.
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