Bachelorarbeit, 2018
66 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Übersicht
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Anlagenallokationen und ihre Bedeutung
2.1.1 Einführung
2.1.2 Einordnung verschiedener Allokations-Strategien
2.2 Risikomessung
2.2.1 Einführung
2.2.2 Klassische vs. alternative Konzepte zur Messung des Risikos
2.2.3 Der Value-at-Risk
2.2.3.1 Definition des Value-at-Risk
2.2.3.2 Nicht-parametrische Ansatz
2.2.3.3 Parametrischer Ansatz
2.2.3.4 Beurteilung des Konzepts
2.3 Volatilitätsmodellierung und Prognose
2.3.1 Einführung
2.3.2 Stationarität und Volatilität
2.3.3 Prognosegüte der Volatilität
2.3.4 Generalized-Autoregressive-Conditional-Heteroskedasticity-Modell
2.3.4.1 Das GARCH (1,1)-Modell
2.3.4.2 Maximum-Likelihood-Methode
2.3.4.3 Prognose der zukünftigen Volatilität via GARCH (1,1)
2.4 Value-at-Risk-Prognose durch Monte-Carlo-Simulation und zeitabhängiger Volatilität
2.4.1 Einführung
2.4.2 Monte-Carlo-Simulationen
2.4.3 Value-at-Risk Prognosen durch die Anwendung von Monte-Carlo-Simulationen mit zeitabhängiger Volatilität
3 Methodische Umsetzung
3.1 Rahmenbedingungen
3.2 Modellsetup
3.2.1 Die Allokationsstrategie
3.2.2 Monats-Prognose des Portfolio Value-at-Risk über den Zeitraum 2007 bis 2012
3.2.3 Vergleich der VaR-Prognose mit vorgegebenem Risikolimit
3.2.4 Neu-Allokation der Portfoliogewichte bei Überschreiten des Risikolimits
4 Ergebnis-simulation – Backtesting
4.1 Darstellung der Ergebnisse und Performance Messung
4.2 Vergleich zur Benchmark-Strategie
5 Diskussion und Schlussfolgerung
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis ist die Entwicklung eines dynamischen Allokationsmodells, welches auf Basis monatlich prognostizierter Value-at-Risk-Szenarien entscheidet, ob Risikopositionen im Portfolio abgebaut oder aufgebaut werden sollten, um Kapitalmarktrisiken frühzeitig zu identifizieren und Verluste zu minimieren.
2.3.4.1 Das GARCH (1,1)-Modell
Das GARCH (1,1)-Modell kann wie oben beschrieben als ein spezieller Fall des allgemeinen GARCH (p,q)-Modells gesehen werden. Ausgangspunkt zur Schätzung der zukünftigen Varianz und damit Schätzung der zukünftigen Volatilität ist die Berechnung der heutigen Varianz σ²_n, wie in Formel (2.9) vorgestellt:
σ²_n = γV_L + αμ²_(n-1) + βσ²_(n-1) (2.9)
Dabei ist γ das Gewicht der langfristigen Varianz V_L, α das Gewicht der Renditeveränderung der jüngsten Beobachtung μ²_(n-1) und β das Gewicht des Schätzers für die jüngste Beobachtung der Varianz σ²_(n-1). Man fordert, dass die Summe der Gewichte eins ergibt:
γ + α + β = 1 (2.10)
Die Basis der zukünftigen Varianz- bzw. Volatilitätsschätzung bildet somit die berechnete Varianz am Prognosetag σ²_n. Diese berechnete Varianz hängt wiederum von der langfristigen Varianz der Renditezeitreihe sowie von der Veränderung der Marktvariablen in n-1 und dem Schätzer der Varianz in n-1 ab. Wie in (2.9) zu sehen, müssen zur Berechnung von σ²_n erst die Gewichtungsparameter γ, α und β bestimmt werden. Dabei hilft die mathematische Umformung der ursprünglichen Ausgangsformel (2.9). Mit ω = γ V_L kann das GARCH (1,1) Modell folgend geschrieben werden:
σ²_n = ω + αμ²_(n-1) + βσ²_(n-1) (2.11)
1 Einleitung: Dieses Kapitel liefert einen ersten Überblick über das Thema, die Problemstellung, die Zielsetzung sowie den inhaltlichen Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die wesentlichen theoretischen Konzepte wie Anlagenallokation, Risikomessung mittels VaR sowie die Volatilitätsmodellierung (GARCH-Modelle) vermittelt.
3 Methodische Umsetzung: Dieses Kapitel erläutert die Rahmenbedingungen und das Modellsetup, inklusive der Anlagestrategie und der Vorgehensweise zur dynamischen Neugewichtung basierend auf VaR-Prognosen.
4 Ergebnis-simulation – Backtesting: Hier werden die Resultate der dynamischen Allokation dargestellt und anhand einer Performance-Messung mit einer statischen Benchmark-Strategie verglichen.
5 Diskussion und Schlussfolgerung: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch und zieht eine Bilanz hinsichtlich der praktischen Anwendbarkeit und des Mehrwerts des entwickelten Modells.
Value-at-Risk, VaR, Dynamische Anlagenallokation, Volatilität, GARCH-Modell, Monte-Carlo-Simulation, Risikomanagement, Backtesting, Portfoliomanagement, S&P 500, Finanzkrise, Rendite, Marktvolatilität, Kapitalmarktrisiken, Benchmark-Strategie.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Test eines dynamischen Portfoliomanagement-Ansatzes, der auf monatlichen Prognosen des Value-at-Risk basiert, um flexibler auf Marktrisiken reagieren zu können.
Zentrale Themen sind die moderne Portfolio-Theorie, Risikomessmethoden, die ökonometrische Modellierung von Volatilität (GARCH) und die praktische Umsetzung mittels Monte-Carlo-Simulation.
Das Ziel ist die Etablierung eines Modells, das Risikopositionen in einem Portfolio dynamisch anpasst, um bei hoher Marktvolatilität Verluste zu begrenzen und somit eine bessere Performance als statische Strategien zu erzielen.
Es werden mathematisch-statistische Methoden wie das GARCH (1,1)-Modell zur Volatilitätsprognose und die Monte-Carlo-Simulation zur Generierung von Risikoszenarien verwendet, kombiniert mit einem Backtesting-Verfahren.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erarbeitet, gefolgt vom Aufbau des Modells, der Festlegung von Rahmenbedingungen und der konkreten Anwendung des Allokationsmodells auf historische Daten des S&P 500 und Anleihen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Value-at-Risk, dynamische Allokation, GARCH, Volatilitätsprognose und Risikomanagement kennzeichnen.
Während "Buy & Hold" starr an festgelegten Gewichten festhält, passt das dynamische Modell die Gewichtungen basierend auf aktuellen Volatilitätsprognosen an, um Risikolimits einzuhalten.
Das GARCH-Modell erlaubt es, zeitabhängige Volatilitäten zu modellieren, was der Realität an den Finanzmärkten besser entspricht als die Annahme einer konstanten Volatilität.
Sie ermöglicht es, eine Vielzahl an denkbaren Marktszenarien zu simulieren, um auf dieser Basis eine fundiertere Aussage über das maximale Verlustpotenzial (VaR) unter Berücksichtigung dynamischer Volatilität zu treffen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das dynamische Allokationsmodell einen deutlichen Mehrwert gegenüber einer statischen Benchmark bietet, insbesondere durch die Risikoreduktion während der Finanzkrise 2008.
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