Masterarbeit, 2018
61 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Die Entwicklung von Vinyl zu Spotify
2.1 Musikstreaming ist 2018 Marktführer
2.2 Funktionsweise von Spotify
3 Hörverhalten im Wandel durch Algorithmen
3.1 Spotify.me
3.2 Filter Bubble
3.3 Die Rezeption von Musik im Alltag
4 Musikproduktion im Wandel durch Musikstreaming
4.1 Aufmerksamkeit als Produktionsziel von Musik
5 Weitere Forschungen und Entwicklungen
5.1 Musikpiraterie in Zeiten von Spotify
6 Fazit
Die vorliegende Master-Arbeit untersucht den maßgeblichen Einfluss von Musikstreamingdiensten, insbesondere Spotify, auf das Konsum- und Hörverhalten, die Wertschätzung sowie die Produktion von Musik im Kontext einer sich wandelnden Aufmerksamkeitsökonomie.
3 Hörverhalten im Wandel durch Algorithmen
„An die Stelle des kulturellen Intermediärs, der aufgrund seiner Nähe zu den innovativen Szenen in der Lage war, uns mit Hörenswertem zu versorgen, und uns mit Nachdruck von der Qualität seiner Neuentdeckungen zu überzeugen trachtete, tritt nun die Nüchternheit eines Algorithmus, der uns mit der ‚Zurückhaltung eines Liftboys‘ durch musikalisches Neuland lotst und die Ablehnung seiner Empfehlungen mit der ‚Contenance eines englischen Butlers‘ zur Kenntnis nimmt.“
– Andreas Gebesmair
In der Zeitschrift „Pop. Kultur und Kritik“, welche verschiedene Tendenzen der aktuellen Popkultur für Wissenschaftler und Studenten aufgreift, beschreibt Andreas Gebesmair in seiner Veröffentlichung „Vom DJ zum Algorithmus“ das Prinzip der Algorithmen bei Musikstreamingdiensten.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des Musikstreamings ein und stellt die These auf, dass dieses das Hörverhalten sowie die Musikproduktion grundlegend transformiert.
2 Die Entwicklung von Vinyl zu Spotify: Dieses Kapitel betrachtet die technologische Evolution der Musikkonservierung von mechanischen Medien bis hin zum heutigen digitalen Marktführer Musikstreaming.
3 Hörverhalten im Wandel durch Algorithmen: Es wird analysiert, wie Algorithmen das Hörverhalten beeinflussen und welche Rolle dabei Phänomene wie die „Filter Bubble“ im Alltag des Musikhörers spielen.
4 Musikproduktion im Wandel durch Musikstreaming: Dieses Kapitel beleuchtet, wie ökonomische Faktoren der Aufmerksamkeit die kompositorischen Praktiken der modernen Musikproduktion verändern.
5 Weitere Forschungen und Entwicklungen: Hier werden zukünftige technische Innovationen diskutiert und die Entwicklung der Musikpiraterie im Kontext des Streaming-Modells erörtert.
6 Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt den signifikanten Einfluss von Streaming-Plattformen auf die Musikrezeption und -produktion.
Musikstreaming, Spotify, Hörverhalten, Algorithmen, Filter Bubble, Aufmerksamkeitsökonomie, Musikproduktion, Musikrezeption, Digitalisierung, Musikpiraterie, Auditory Bubble Effect, Personalisierung, Musikkonsum, Musikbranche, 30-Sekunden-Regel.
Die Master-Arbeit analysiert, wie sich das Musikstreaming, insbesondere durch Anbieter wie Spotify, auf die gesamte Musiklandschaft – von der Art des Musikkonsums bis zur produktionstechnischen Gestaltung – auswirkt.
Die zentralen Felder sind die technologische Historie der Tonträger, die Rolle von Empfehlungsalgorithmen, die psychologische Wahrnehmung von Musik im öffentlichen Raum sowie der ökonomische Wandel in der Musikproduktion.
Das Ziel ist es zu belegen, dass Musikstreaming nicht nur die Art und Weise verändert, wie wir Musik konsumieren, sondern auch, wie Künstler Musik produzieren, um in der digitalen Ökonomie der Aufmerksamkeit zu bestehen.
Es wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der medienwissenschaftliche Theorien mit empirischen Studienergebnissen (z.B. von Hubert Léveillé Gauvin oder Johann Jakob Jerratsch) und marktwirtschaftlichen Analysen verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung algorithmischer Filtermechanismen, die Analyse der täglichen Musikrezeption in verschiedenen Umgebungen und die ökonomische Betrachtung der Musikproduktion unter dem Diktat der Aufmerksamkeit.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Aufmerksamkeitsökonomie“, „Filter Bubble“, „Algorithmische Personalisierung“ und den „Wandel des Hörverhaltens“ definiert.
Die Arbeit legt nahe, dass diese Regel Musikschaffende dazu motiviert, Kompositionen so zu gestalten, dass sie schneller Aufmerksamkeit erzeugen, um ein Überspringen durch den Hörer zu verhindern.
Die Filterblase beschreibt die Isolation des Hörers in einem personalisierten Informationsuniversum, das ihn verstärkt mit vertrauter Musik konfrontiert und den Entdeckerdrang für neue Genres einschränken kann.
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