Masterarbeit, 2018
106 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Grundlagen der Untersuchung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Eingrenzung der Betrachtung
1.3 Methodik und wissenschaftliche Vorgehensweise
1.4 Forschungsstand
2 Zentrale Begriffe
2.1 Gesundheit
2.2 Gesundheitswesen und Gesundheitswirtschaft
2.3 Gesundheitsmarkt und Gesundheitsleistungen
2.4 Marketing
2.5 Gesundheitsmarketing und Healthcare-Marketing
3 Das deutsche Gesundheitssystem
3.1 Aufbau und Akteure
3.2 Grundprinzipien der sozialen Gesundheitsversorgung
4 Spezifika des Gesundheitsmarktes
4.1 Lage auf dem Gesundheitsmarkt
4.2 Gesundheitsmarkt als Markt
4.3 Gesundheitsmarkt als Wirtschafts- und Wachstumsfaktor
4.4 Marktentscheidende Kernfaktoren des Gesundheitsmarktes
5 Rahmenbedingungen des Healthcare-Marketings in Deutschland
5.1 Rechtlich-reglementarische Rahmenbedingungen
5.1.1 Beschränkungen für Leistungserbringer
5.1.2 Beschränkungen für Kostenträger
5.2 Ethische Beschränkungen
5.2.1 Arzt-Patienten-Beziehung im Gesundheitssystem
5.2.2 Ethische Handlungen im Healthcare-Marketing
5.2.3 Vertrauen als Leitlinie des Healthcare-Marketings
5.3 GKV-systemische Beschränkungen
5.3.1 Wettbewerb in der GKV
5.3.2 Solidarische Wettbewerbsordnung
6 Potenziale des Healthcare-Marketings in Deutschland
6.1 Potenziale für Leistungserbringer
6.1.1 Informationspolitik
6.1.2 Patientenmarketing
6.1.3 Zuweisermarketing
6.1.4 Ausgewählte Potenzialfelder
6.2 Potenziale für Kostenträger
6.2.1 Kundenloyalität und -zufriedenheit
6.2.2 Marktteilnehmer übergreifende Marketingstrategien
6.2.3 Marktteilnehmer bezogene Marketingstrategien
6.2.4 Schlüssige Marketingkonzeption
7 Fazit
Die Arbeit untersucht die Potenziale und Grenzen des Gesundheitsmarketings für Leistungserbringer und Kostenträger im deutschen Gesundheitswesen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Analyse der rechtlichen, ethischen und systemischen Rahmenbedingungen sowie der Identifikation von Strategien zur erfolgreichen Marktbehauptung unter Berücksichtigung der zunehmenden Kundenorientierung.
4.2 Gesundheitsmarkt als Markt
Ob der Marktbegriff auf das Gesundheitswesen übertragbar ist und Gesundheitsleistungen marktfähig sein können, wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Kritiker verneinen dies. In der Vergangenheit wurde aufgrund der hohen Regulierungsdichte vom Gesundheitsmarkt als Nicht-Markt gesprochen, auf dem ein markt- und wettbewerbsorientiertes Handeln praktisch ganz und ein kundenorientiertes Handeln zumindest in weiten Teilen ausgeschlossen sei.
Heute wird makroökonomisch vielfach das Marktversagen – insbesondere in Bezug auf den Krankenhausmarkt – betont. Als Hauptargumente dienen die unvollkommene Informiertheit des Patienten sowie die häufig anzutreffende Monopolstellung von lokalen Anbietern. Faktisch führt dies zu einer reduzierten Auswahlmöglichkeit von Gesundheitsleistungen für die Patienten. Ferner sind auf dem Gesundheitsmarkt die Austauschbeziehungen von Anbietern und Nachfragern zum großen Teil um den zwischengeschalteten dritten Akteur ‚Kostenträger‘ erweitert. Auf einem vollkommenen Markt kann der Nachfrager Vor und Nachteile aller Angebote gegeneinander abwägen. Dieses Vorgehen ist auf dem Gesundheitsmarkt, der mit Diagnosen, Behandlungen und Therapien handelt, nur eingeschränkt möglich. In der Regel fehlen dem Patienten das Fachwissen und die Zeit, ärztliche Entscheidungen zu hinterfragen. Die Gefahr verzerrter Präferenzen, die Über- oder Unterschätzung des Nutzens einer Gesundheitsleistung, ist damit hoch. Folglich ist der Patient kaum in der Lage, selbst eine gute Entscheidung zu treffen, die auf ausreichenden Informationen beruht. Ohnehin weist der Markt für Gesundheitsleistungen starre Nachfrageelastizitäten auf. Beispielsweise würde ein mobiler, gesunder Mensch kein neues Kniegelenk erwerben und sich unnötig einer Operation unterziehen. Ein Patient mit einer Knieerkrankung hingegen zeigt eine vielfach höhere Zahlungsbereitschaft als der gesunde Mensch, da vom neuen Gelenk seine Beweglichkeit und folglich seine Lebensqualität entscheidend abhängt. Im Gesundheitssystem ist die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen aus Sicht des Patienten somit weitgehend preisunabhängig. Des Weiteren kann der Patient nicht kontrollieren, ob der Leistungserbringer den Behandlungsauftrag tatsächlich vollumfänglich in seinem Interesse erfüllt (sogenannte Principal-Agent-Beziehung).
1 Einleitung und Grundlagen der Untersuchung: Einführung in die Problemstellung des Gesundheitsmarketings und Definition der methodischen Vorgehensweise.
2 Zentrale Begriffe: Definition der grundlegenden Konzepte wie Gesundheit, Gesundheitswesen, Gesundheitswirtschaft und Marketing.
3 Das deutsche Gesundheitssystem: Detaillierte Darstellung des Aufbaus, der Akteure und der Prinzipien der sozialen Gesundheitsversorgung.
4 Spezifika des Gesundheitsmarktes: Analyse der Besonderheiten des Gesundheitsmarktes als Markt, seiner wirtschaftlichen Faktoren und marktkritischen Einflussgrößen.
5 Rahmenbedingungen des Healthcare-Marketings in Deutschland: Untersuchung der rechtlichen, ethischen und systemischen Einschränkungen für Marketingmaßnahmen.
6 Potenziale des Healthcare-Marketings in Deutschland: Aufzeigen von Wachstumschancen für Leistungserbringer und Kostenträger durch Informationspolitik, Markenbildung und Kooperationen.
7 Fazit: Zusammenfassende Reflektion der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Gesundheitsmarketings.
Gesundheitsmarketing, Healthcare-Marketing, deutsches Gesundheitssystem, Leistungserbringer, Kostenträger, Patientenmarketing, Zuweisermarketing, Wettbewerb, Heilmittelwerbegesetz, Patientenorientierung, Markenbildung, Digitalisierung, Telemedizin, Gesundheitswirtschaft, Versichertenloyalität.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Analyse der Potenziale und Grenzen des Marketings im deutschen Gesundheitswesen, spezifisch angewandt auf Akteure wie Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen.
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen (z. B. Heilmittelwerbegesetz), die systemischen Besonderheiten des deutschen Gesundheitssystems, ethische Aspekte der Arzt-Patienten-Beziehung sowie Strategien zur Marktpositionierung.
Ziel ist es, den Status quo des Healthcare-Marketings zu analysieren und aufzuzeigen, wie Akteure unter Einhaltung rechtlicher und ethischer Grenzen erfolgreich kundenorientiert agieren können.
Es handelt sich um eine theoretische Abschlussarbeit, die auf einer systematischen Literaturanalyse basiert, um aktuelle Diskurse und Befunde zum Gesundheitsmarketing zu reflektieren und zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Systembedingungen, eine detaillierte Analyse der rechtlichen und ethischen Beschränkungen für Marketingaktivitäten sowie die Identifikation konkreter Potenziale wie Patienten- und Zuweisermarketing.
Zentrale Begriffe sind Gesundheitsmarketing, Patientensouveränität, Wettbewerbsvorteile, Rechtliche Beschränkungen, Gesundheitsökonomie und Kundenbindung.
Krankenkassen unterliegen spezifischen Regulierungen wie den Wettbewerbsgrundsätzen der GKV und müssen ihre Marketingausgaben durch das Wirtschaftlichkeitsgebot rechtfertigen, während Leistungserbringer primär durch standesrechtliche und heilmittelwerberechtliche Grenzen beschränkt sind.
Die Digitalisierung bietet laut Arbeit erhebliche Potenziale, etwa durch Telemedizin, Online-Auftritte und Apps, die sowohl zur Qualitätssteigerung der Versorgung als auch zur stärkeren Patientenbindung beitragen können.
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