Bachelorarbeit, 2016
43 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund, aktueller Stand der Forschung und Hypothesenformulierung
3 Methodik und Stichprobe
4 Ergebnisse der deskriptiven und multivariaten Analyse
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Höhe von Übernahmeprämien im Kontext von Mergers and Acquisitions (M&A) empirisch zu untersuchen und den Einfluss verschiedener länderspezifischer, branchenspezifischer sowie transaktionsspezifischer Faktoren auf diese Prämien zu analysieren.
3 Methodik und Stichprobe
In der vorliegenden Untersuchung sollen mögliche Einflussfaktoren auf die Übernahmeprämie im Rahmen von M&A-Transaktionen analysiert werden. Dabei stützt sich die Studie auf alle in der M&A-Datenbank von Thomson Reuters erhobenen Transaktionen, die innerhalb des Zeitraums von Januar 1986 bis Juni 2016 bekanntgegeben und in der Folge abgeschlossen wurden. Dabei wurden alle Transaktionen berücksichtigt, die ein börsennotiertes Unternehmen als Zielunternehmen aufwiesen. Ferner wurden nur solche Transaktionen berücksichtigt, deren 1-Tages-Prämie zwischen -100% und 5000% liegt. Nicht einbezogen wurden Aktienrückkäufe. Unter Einbezug der genannten Parameter ergibt sich eine Stichprobe aus 34946 Transaktionen. 638 Transaktionen wiesen keine Käufernationen auf und bei einer Transaktion fehlte die Targetnation. Diese Felder wurden als unbekannt deklariert.
Die Übernahmeprämie (ÜP) im Sinne der nachfolgenden Analyse ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem gezahlten Kaufpreis und dem Schlusskurs einen Monat vor Bekanntgabe der Übernahmeabsicht (1-Monats-Pämie). Als erklärende Variablen werden neben dem Ankündigungsjahr (AJ) zunächst die Käufernation (KN) und Targetnation (TN) sowie die Käuferbranche (KB) und Targetbranche (TB) herangezogen. Zudem wurde das Modell um die äquivalenten Nationen (ÄN), die äquivalenten Branchen (ÄB) sowie um die äquivalenten Nationen und Branchen (NB) ergänzt. Außerdem wurden der Public Status (PS), das Übernahmeverhalten (ÜV), die Transaktionsform (TF) sowie der erworbene Anteil (EA) und die Zahlungsmodalitäten (ZM) als weitere Regressoren identifiziert. Um etwaige verzerrende Effekte durch die Größe der abgeschlossenen Transaktionen zu berücksichtigen, wird zusätzlich das logarithmierte Dealvolumen (ln_DV) als Kontrollvariable in die Analyse einbezogen. Im Ergebnis wird folgendes lineares Regressionsmodell unter Verwendung der Methode der kleinsten Quadrate geschätzt:
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ökonomische Relevanz von Übernahmeprämien und definiert das Ziel der Arbeit, diese durch eine empirische Untersuchung verschiedener Einflussfaktoren besser zu verstehen.
2 Theoretischer Hintergrund, aktueller Stand der Forschung und Hypothesenformulierung: Dieses Kapitel fasst bestehende Theorien und empirische Studien zusammen, die den wellenförmigen Verlauf von M&A-Aktivitäten sowie verschiedene Determinanten der Prämienhöhe erklären, und leitet daraus zehn spezifische Hypothesen ab.
3 Methodik und Stichprobe: Es wird die Datengrundlage erläutert, die aus 34946 Transaktionen der M&A-Datenbank von Thomson Reuters besteht, sowie das eingesetzte OLS-Regressionsmodell zur Bestimmung der Einflussfaktoren spezifiziert.
4 Ergebnisse der deskriptiven und multivariaten Analyse: Hier werden die empirischen Befunde präsentiert, indem die Ergebnisse der Regressionen hinsichtlich Ankündigungsjahren, Nationen, Branchen und transaktionsspezifischer Faktoren detailliert dargestellt und auf Signifikanz geprüft werden.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, in der die Bestätigung bzw. Ablehnung der aufgestellten Hypothesen diskutiert und die praktische Relevanz der Erkenntnisse hervorgehoben wird.
Übernahmeprämie, Mergers and Acquisitions, M&A-Transaktionen, OLS-Modell, Shareholder Value, Kapitalmarkteffizienz, Übernahmeverhalten, Zahlungsmodalitäten, Dealvolumen, Finanzsysteme, Regressionsanalyse, Zielunternehmen, Käuferunternehmen, empirische Untersuchung, Unterbewertung.
Die Arbeit untersucht die Determinanten von Übernahmeprämien bei Mergers and Acquisitions (M&A) und analysiert, welche Faktoren – wie Ländereigenschaften, Branchenzugehörigkeit oder transaktionsspezifische Merkmale – die Höhe dieser Prämien beeinflussen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsansätze für Übernahmeprämien, die empirische Analyse von M&A-Wellen im Zeitverlauf sowie die Auswirkungen verschiedener Finanzsysteme und Unternehmenseigenschaften auf die gezahlten Prämien.
Das primäre Ziel ist es, mittels einer umfangreichen empirischen Regressionsanalyse zu ermitteln, inwieweit länderspezifische, branchenspezifische und transaktionsspezifische Variablen signifikante Auswirkungen auf die Höhe der Übernahmeprämie haben.
Die Studie verwendet ein lineares Regressionsmodell, konkret die Methode der kleinsten Quadrate (OLS-Modell), um isolierte Einflüsse der erklärenden Variablen auf die Zielgröße der Übernahmeprämie zu quantifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung und Hypothesenbildung, die methodische Vorgehensweise samt Stichprobenbeschreibung sowie die ausführliche Präsentation und Interpretation der statistischen Ergebnisse der Regressionsanalyse.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Übernahmeprämie, M&A-Transaktionen, OLS-Modell, Shareholder Value und transaktionsspezifische Determinanten charakterisieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass börsennotierte Käuferunternehmen tendenziell höhere Prämien zahlen als private Unternehmen, was auf unterschiedliche Eigentümerstrukturen und Anreizsysteme zurückgeführt wird.
Die Analyse verdeutlicht, dass die Art der Finanzierung – also Cash, Aktien oder Mischformen – einen signifikanten Einfluss auf die Prämienhöhe hat, wobei sich insbesondere Unterschiede zwischen rein aktienfinanzierten und cashfinanzierten Transaktionen feststellen lassen.
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