Diplomarbeit, 2005
91 Seiten, Note: Sehr gut
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Vorwort
Einleitung
Teil I: Glück und Arbeit
Wozu das Ganze?
Immer flexibel bleiben
Schöne neue Arbeitswelt
Wir sind das Volk
Allzeit bereit im Zeichen neuer Zumutbarkeit
Wir vermarkten uns(er) selbst
Get a life
Trautes Heim, Glück allein
Das philosophische Glück
Die glückliche Gesellschaft
Das Glück der Neuzeit
Der Traum nach vorwärts
Und unser Glück?
Konsum und Aneignung
Arbeit als Berufung
Das System der Bedürfnisse
Der Herr und der Knecht
Teil II: Denker der Moderne
Die Entzauberung
Hegel: Die Philosophie der Vernunft
Die Philosophie des Staates
Hegels Grenzen
Geist und Kapital
Was die Welt im Innersten zusammenhält
Das Absolute
Nietzsche: das andere der Vernunft
Was ich erzähle, ist die Geschichte der nächsten zwei Jahrhunderte
Heidegger: bereit sein ist alles
Gianni Vattimo: das schwache Denken
Teil III: Die neue Gesellschaft
Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch
Innehalten
Der Consumer
Moderner Hedonismus
Die freie Gemeinschaft errichten
Der Staat denkt nicht
Die Politik als Wahrheitsprozedur
Die Diplomarbeit untersucht die philosophischen Konzepte von Glück und Arbeit im Kontext einer sich wandelnden Moderne. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, wie in einem globalökonomischen System, das von Leistungsdruck und Konsumzwang geprägt ist, persönliche Freiheit sowie alternative gesellschaftliche Formen jenseits ökonomischer Diktate denkbar und politisch umsetzbar sind.
Trautes Heim, Glück allein!
Build me a cabin in Utah … Das muss es sein, worum es geht! Die Hütte in der Natur symbolisiert Heimat, Idylle, Glück. Für Aristoteles ist das höchste aller Güter, die man durch Handeln erreichen kann: „’das Glück’ so sagen die Leute und so sagen die feineren Geister, wobei gutes Leben und gutes Handeln in eins gesetzt werden mit Glücklichsein. Aber was das Wesen des Glückes sei, darüber ist man unsicher und die Antwort der Menge lautet anders als die des Denkers.“ (6)
Die Mühen, das Glück zu finden, sei von jeher die eigentliche Mission der Philosophen gewesen, so Ludwig Marcuse, auch wenn sie es nicht immer selbst anerkannt haben.
In antiker Zeit setzte die Zuwendung der Philosophie zum Glück dort ein, wo das Vertrauen darin brüchig wird, dass Glück als Gabe der Götter und Unglück als deren Heimsuchung zu verstehen sei. Dem Schicksal wird nun Klugheit und Besonnenheit entgegengesetzt. Das Verständnis des Glücks als von außen kommenden Gütern und Genüssen bestimmt, welche immer einem Schicksal unterworfen sind, wandelt sich zu einer guten inneren Verfassung des Menschen.
Teil I: Glück und Arbeit: Analysiert den Druck der modernen Leistungsgesellschaft, die Transformation zur Arbeitsgesellschaft und die philosophische Dimension des Glücks im Kontext von Arbeit und Konsum.
Teil II: Denker der Moderne: Untersucht die philosophischen Diagnosen von Hegel, Nietzsche, Heidegger und Vattimo hinsichtlich der Entzweiungen und Umbrüche der modernen Epoche.
Teil III: Die neue Gesellschaft: Erörtert Ansätze für alternative soziale Formen, das Ende der Lohnarbeit und die Möglichkeiten einer Politik als Wahrheitsprozedur in einer post-modernen Ära.
Glück, Arbeit, Moderne, Kapitalismus, Konsumgesellschaft, Subjektivität, Hegel, Nietzsche, Heidegger, Vattimo, Entfremdung, Aneignung, politische Gemeinschaft, Wissensökonomie, Existenzgeld.
Die Arbeit analysiert philosophische Ansätze zum „guten Leben“ unter den Bedingungen der modernen, globalisierten Arbeits- und Konsumgesellschaft.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Glück und Lohnarbeit, die historische Entwicklung der kapitalistischen Ökonomie sowie philosophische Gegenentwürfe zur bestehenden gesellschaftlichen Ordnung.
Das Ziel ist es, den Mechanismen des Kapitalismus nachzuspüren und zu fragen, ob alternative gesellschaftliche Lebensformen jenseits ökonomischer Zwänge möglich und politisch fassbar sind.
Es wird eine philosophisch-diskursive Methode angewandt, die auf der Analyse kanonischer Texte (u.a. Hegel, Nietzsche, Heidegger) und deren Anwendung auf aktuelle gesellschaftliche Phänomene basiert.
Im Hauptteil werden sowohl zeitgenössische gesellschaftliche Phänomene (wie die Ich-AG) als auch die Denkmodelle der Moderne beleuchtet, um ein Verständnis für die aktuelle Situation der Individuen zu entwickeln.
Glück, Kapitalismus, Konsum, Subjektivität, Arbeit und Moderne sind die prägenden Begriffe.
Der Begriff nach Max Weber beschreibt den Prozess des Verlusts tradierter religiöser Werte, der zur modernen profanen Kultur geführt hat und die heutige Suche nach Sinn erschwert.
Es dient als Gegenentwurf zum "starken" metaphysischen Denken, indem es Gewalt und absolute Wahrheitsansprüche ablehnt und die Geschichte nicht mehr als zwangsläufigen Fortschritt interpretiert.
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