Masterarbeit, 2018
82 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Historie
2.2 Grünbuch der Europäischen Kommission
2.3 EU-Abschlussprüferreform
2.4 EU-Abschlussprüferverordnung und AReG
2.5 Wesentliche Änderungen
2.5.1 Pflichtrotation
2.5.2 Trennung von Prüfung und Beratung
2.5.3 Berichterstattung über das Prüfungsergebnis
2.5.4 Prüfungsausschuss
2.5.5 Weitere Änderungen
3 Überblick zur empirischen Forschungsliteratur
3.1 Pflichtrotation
3.1.1 Prüferunabhängigkeit
3.1.2 Prüfungsqualität
3.1.3 Kapitalmarktreaktionen
3.1.4 Prüfungskosten und Prüfungswettbewerb
3.1.5 Exkurs: Gemeinschaftsprüfungen
3.2 Trennung von Prüfung und Beratung
3.2.1 Ergebnismanagement
3.2.2 Bestätigungsvermerk und Abschlussprüferbestellung
3.2.3 Konservative Rechnungslegung
3.2.4 Nachträgliche Jahresabschlussänderungen
3.2.5 Kapitalmarktreaktionen
3.3 Berichterstattung über das Prüfungsergebnis
3.3.1 Ereignisstudien
3.3.2 Reaktionsstudien
3.3.3 Interpretationsstudien
3.4 Prüfungsausschuss
3.4.1 Finanzberichterstattung
3.4.2 Externe Prüfung
3.4.3 Interne Prüfung
3.4.4 Kapitalmarktreaktionen
4 Kritische Würdigung
5 Fazit
Die Masterarbeit hat das Ziel, die zentralen Neuerungen der EU-Abschlussprüferreform, insbesondere die externe Pflichtrotation, die Trennung von Prüfung und Beratung, die Berichterstattung und die Rolle des Prüfungsausschusses, auf Basis der empirischen Forschungsliteratur kritisch zu bewerten, um deren Wirksamkeit bei der Stärkung der Prüfungsqualität und Unabhängigkeit zu hinterfragen.
2.5.1 Pflichtrotation
Die Hintergründe für die Einführung einer externen Pflichtrotation des Abschlussprüfers in der EU sind vielschichtig. Ein Motiv ist die Stärkung der Unabhängigkeit des Prüfers, die durch das mit zunehmender Mandatsdauer anwachsende Vertrauensverhältnis zwischen Abschlussprüfer und Mandanten gefährdet wird. Die Unabhängigkeit des Prüfers steht in direktem Zusammenhang mit der Prüfungsqualität. Somit könnte durch die externe Pflichtrotation neben der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers auch die Prüfungsqualität gestärkt werden. Weiterhin reduziert sich durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Austausch des Abschlussprüfers die ökonomische Abhängigkeit, da nur für einen gewissen Zeitraum Prüfungshonorare von einem Mandanten generiert werden können. Zudem liegt in Europa eine starke Konzentration des Prüfungsmarktes auf die Big4-Gesellschaften vor. Die externe Pflichtrotation könnte den Prüfungsmarkt folglich dynamischer machen und den Wettbewerb zugunsten kleinerer Gesellschaften fördern. In diesem Zusammenhang verwies die EU-Kommission auf eine Befragung von Unternehmen zur Mandatsdauer des Abschlussprüfers aus dem Jahr 2006. Hieraus geht hervor, dass mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen seit mehr als sieben und 31% seit mehr als 15 Jahren keinen Prüferwechsel mehr durchgeführt haben.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der EU-Abschlussprüferreform ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die wesentlichen Änderungen anhand empirischer Literatur kritisch zu würdigen.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet einen Überblick über die historische Entwicklung der Abschlussprüfung, das Grünbuch der EU-Kommission, die EU-Reform und das AReG inklusive der spezifischen gesetzlichen Neuerungen.
3 Überblick zur empirischen Forschungsliteratur: Dieses Kapitel liefert eine umfassende Darstellung empirischer Studien zu den Bereichen Pflichtrotation, Trennung von Prüfung und Beratung, Berichterstattung und Prüfungsausschuss.
4 Kritische Würdigung: Hier werden die in Kapitel 3 beschriebenen empirischen Ergebnisse kritisch reflektiert und die Wirksamkeit der regulatorischen Maßnahmen hinterfragt.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungspotenziale hinsichtlich der EU-Regulierungen.
EU-Abschlussprüferreform, Abschlussprüfung, Pflichtrotation, Unabhängigkeit, Prüfungsqualität, Trennung von Prüfung und Beratung, Nichtprüfungsleistungen, Prüfungsausschuss, Ergebnismanagement, Corporate Governance, Kapitalmarktreaktionen, AReG, Bestätigungsvermerk, empirische Forschung, Finanzberichterstattung.
Die Arbeit analysiert kritisch die wesentlichen gesetzlichen Neuerungen der EU-Abschlussprüferreform von 2014 und deren Umsetzung in deutsches Recht durch das AReG.
Zentral sind die externe Pflichtrotation, die Trennung von Prüfung und Beratung, die Berichterstattung über Prüfungsergebnisse sowie die Rolle und Wirksamkeit von Prüfungsausschüssen.
Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit der EU-Abschlussprüferreform zur Stärkung der Prüfungsqualität und Unabhängigkeit anhand der vorliegenden empirischen Forschungsliteratur zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der eine Vielzahl empirischer Studien herangezogen wird, um die Auswirkungen der regulatorischen Änderungen zu belegen oder zu hinterfragen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen beschrieben und anschließend ein breites Spektrum an empirischen Studien zu den vier zentralen Reformaspekten dargestellt.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Pflichtrotation, Prüferunabhängigkeit, Prüfungsqualität, Nichtprüfungsleistungen, Prüfungsausschuss und Ergebnismanagement charakterisiert.
Die Literatur bietet keine eindeutigen Ergebnisse; während Befürworter eine Stärkung der Unabhängigkeit sehen, warnen Gegner vor dem Verlust mandantenspezifischen Wissens und steigenden Kosten.
Der Autor begrüßt die vom deutschen Gesetzgeber genutzten Wahlrechte, da durch die dort bestehenden Dauermandate und Betreuungsverpflichtungen die Unabhängigkeit anders sichergestellt ist.
Die empirische Forschung attestiert mehrheitlich einen positiven Zusammenhang zwischen einem kompetenten, unabhängigen Prüfungsausschuss und einer höheren Qualität der Finanzberichterstattung.
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