Masterarbeit, 2017
181 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
2 Grundlagen
2.1 Terrorismus – Versuch einer Begriffsdefinition
2.2 Terrorismus und Medien
2.2.1 Zentrale Funktionen der Massenmedien
2.2.2 Kritik an der Medienberichterstattung
2.2.3 Terrorismus als Kommunikationsstrategie
2.2.4 Medienstrategien des Islamischen Staats und die Rolle der sozialen Medien
2.2.5 Abhängigkeitsverhältnis zwischen Medien und Terrorismus
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Konstruktion von Realität
3.1.1 Nachrichtenwert und Nachrichtenfaktoren
3.1.2 Terrorismus als Nachricht
3.2 Framing-Ansatz
3.2.1 Framing-Forschung in der Kommunikationswissenschaft
3.2.2 Zugriffe des Framing-Ansatzes
3.2.3 Framing in Medientexten
3.2.3.1 Arten von Medien-Frames
3.2.3.2 Methodische Erfassung von Medien-Frames
3.2.3.3 Wirkung von Medien-Frames auf den Rezipienten
3.3 Visualisierung und Dramatisierung
3.3.1 Textliche Darstellung
3.3.1.1 Realitätskonstruktion durch Sprache
3.3.1.2 Persuasive Kommunikation in den Massenmedien
3.3.1.3 Lexikalische und syntaktische Ebene
3.3.2 Bildliche Darstellungen
3.4 Forschungsstand
4 Forschungsleitende Fragen und Hypothesen
5 Methodik
5.1 Exkurs: Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz
5.2 Allgemeines Forschungsdesign
5.3 Untersuchungsmaterial, Untersuchungszeitraum und Suchoperatoren
5.4 Methodisches Vorgehen bei der Erfassung der Medien-Frames
5.5 Das Kategoriensystem
5.5.1 Formale Kategorien
5.5.2 Inhaltliche Kategorien
5.5.2.1 Allgemeine Kategorien
5.5.2.2 Kategorien zu Medien-Frames
5.5.2.3 Kategorien zur Visualisierung und Dramatisierung
5.6 Codiervorgang und Reliabilitätstest
6 Auswertung und Ergebnisse
6.1 Deskriptive Befunde
6.2 Medien-Frames in der Berichterstattung
6.2.1 Thematisierung der einzelnen Frame-Elemente
6.2.1.1 Problemdefinition
6.2.1.2 Kausale Interpretation
6.2.1.3 Moralische Bewertung
6.2.1.4 Handlungsempfehlungen
6.2.2 Identifizierung von Medien-Frames
6.3 Dramatisierung in der Berichterstattung
7 Diskussion und Ausblick
7.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
7.1.1 Medien-Frames
7.1.2 Dramatisierung in der Berichterstattung
7.2 Kritische Reflexion
7.3 Fazit und Ausblick auf die weitere Forschung
Die Arbeit untersucht die Berichterstattung deutscher Zeitungsmedien über den Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016. Das Hauptziel ist die Identifizierung wiederkehrender inhaltlicher Muster (Medien-Frames) sowie die Analyse formal-stilistischer Strategien zur Dramatisierung und Emotionalisierung der Berichterstattung im Vergleich zwischen Qualitäts- und Boulevardpresse.
Terrorismus und Medien
„Ganz eindeutig sind Terrorismus und Medien in einer symbiotischen inneren Beziehung miteinander verknüpft, jeder von den beiden ernährt den anderen und beutet ihn gleichzeitig für seine Zwecke aus.“ (Hoffman 2006: 284f.)
Die Verantwortung der Kriegs- oder Terrorismusberichterstattung sollte darin liegen, weder durch sensationsheischende, noch durch unsachliche Berichte als Sprachrohr für den Terrorismus zu dienen. Dennoch gelingt es terroristischen Organisationen immer wieder, die mediale Berichterstattung für sich zu instrumentalisieren (vgl. u. a. Hoffman 2006: 284f., Frindte/Haußecker 2010: 53) .
Die Medien sind seit jeher ein bedeutender Träger der Botschaften terroristischer Vereinigungen. Zum einen kann auf diesem Weg eigenes propagandistisches Material schnell an ein umfangreiches Publikum verbreitet werden. Zum anderen schaffen die Medien jedoch auch durch ihre eigene Berichterstattung über terroristische Organisationen und ihre Taten eine Plattform für diese. In den folgenden Kapiteln wird dieses Verhältnis zwischen Terrorismus und den Medien genauer untersucht.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die symbiotische Beziehung zwischen Journalismus und Terrorismus seit 9/11 und führt in die spezifische Problematik der Berichterstattung zum Terroranschlag in Berlin ein.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Terrorismus, untersucht die zentralen Funktionen der Massenmedien sowie die Kritik an der Medienberichterstattung und beleuchtet die Rolle sozialer Medien bei der Inszenierung terroristischer Taten.
3 Theoretischer Hintergrund: Hier werden die theoretischen Ansätze der Nachrichtenwerttheorie und des Framings vorgestellt, ergänzt durch Ausführungen zur Konstruktion von Realität sowie zur Dramatisierung und Visualisierung in journalistischen Texten.
4 Forschungsleitende Fragen und Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden die zentralen Forschungsfragen zur Unterscheidung von Qualitäts- und Boulevardmedien sowie konkrete Hypothesen zur Dramatisierung der Berichterstattung formuliert.
5 Methodik: Das Kapitel beschreibt das Forschungsdesign der quantitativen Inhaltsanalyse, die Auswahl der Zeitungen, das Kategoriensystem und das Vorgehen bei der Reliabilitätsprüfung.
6 Auswertung und Ergebnisse: Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse werden präsentiert, wobei die deskriptiven Befunde, die identifizierten Medien-Frames sowie die Analysen zur Dramatisierung detailliert dargestellt werden.
7 Diskussion und Ausblick: Die Ergebnisse werden interpretiert und kritisch reflektiert, wobei die Grenzen der Untersuchung aufgezeigt und Anreize für die zukünftige Forschung gegeben werden.
Terrorismus, Berlin, Breitscheidplatz, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse, Framing, Boulevardpresse, Qualitätszeitungen, Dramatisierung, Emotionalisierung, Islamischer Staat, Terror, Berichterstattung, Nachrichtenfaktoren, Krisenkommunikation.
Die Arbeit analysiert die mediale Darstellung des Terroranschlags in Berlin vom Dezember 2016 in acht ausgewählten deutschen Zeitungen, um Unterschiede zwischen Qualitäts- und Boulevardmedien aufzuzeigen.
Die zentralen Felder umfassen die mediale Konstruktion von Realität, Framing-Prozesse, sowie spezifische Dramatisierungsstrategien durch Sprache und Bilder.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob sich in der Berichterstattung zum Anschlag in Berlin inhaltliche und formal-stilistische Unterschiede zwischen Qualitäts- und Boulevardzeitungen identifizieren lassen.
Es wird eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt, die ein induktives, manuell-dimensionsreduzierendes Verfahren zur Erfassung von Medien-Frames nutzt.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen (Nachrichtenwert, Framing, Dramatisierung), die Methodik sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten in Bezug auf Frames und Dramatisierungsstil.
Wichtige Begriffe sind Terrorismus, Berlin, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse, Framing, Boulevardpresse, Dramatisierung und Emotionalisierung.
Während sich in der grundlegenden Thematisierung der Frames kaum Unterschiede zeigen, nutzen Boulevardzeitungen verstärkt emotionale Sprache und häufiger Bildmaterial mit Opfer- oder Täterbezug, um eine dramatischere Wirkung zu erzielen.
Metaphern dienen dazu, abstrakte Geschehnisse wie Terroranschläge sprachlich greifbar zu machen, bergen jedoch auch ein hohes Emotionalisierungspotenzial, das zur Verbreitung von Angst beitragen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

