Bachelorarbeit, 2014
122 Seiten, Note: 1,3
Abstract
Einleitung
Theoretischer Hintergrund
Evolutionäre Ursprünge des Paarungsverhaltens
Theorien des Paarungsverhaltens
Weibliche Partnerpräferenzen
Männliche Partnerpräferenzen
Kontexteffekte auf das Paarungsverhalten
Costly Signaling und Conspicuous Consumption
Herleitung der Forschungshypothesen
Methode
Stichprobe
Experimentaldesign
Untersuchungsmaterial
Operationalisierung der abhängigen Variable
Operationalisierung der unabhängigen Variablen
Untersuchungsdurchführung und Fragebogenaufbau
Ergebnisse
Berechnung der abhängigen Variable
Überprüfung der Forschungshypothesen
Hypothese 1
Hypothese 2
Hypothese 3
Hypothese 4
Diskussion
Diskussion der Ergebnisse
Ausblick
Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Soziosexualität, dem Beziehungsstatus sowie dem selbstwahrgenommenen Partnerwert (SPMV) und dem Konsumverhalten von statusträchtigen Elektronikprodukten bei jungen Erwachsenen, um eine interdisziplinäre Brücke zwischen Evolutionspsychologie, Sexualpsychologie und Konsumforschung zu schlagen.
Evolutionäre Ursprünge des Paarungsverhaltens
“The sight of a feather in a peacock’s tail, whenever I gaze at it makes me sick!” (F. Darwin, 1887, S. 296). Diese Bemerkung, dass der Anblick der Schwanzfedern des Pfaus krank mache, stammt von Charles R. Darwin aus einem Brief an den Botaniker Asa Gray im Jahr 1860 (F. Darwin, 1887), kurz nach der Veröffentlichung seines Werkes Origin of Species (C. R. Darwin, 1859). Auslöser dafür waren die Struktur und Größenunterschiede zwischen dem weiblichen und männlichen Pfau. Während die Pfauenhenne wesentlich unauffälliger gezeichnet und viel kleiner ist (Cartwright, 2001), ist der Pfauenhahn für sein schillerndes Federkleid und seine langen Schwanzfedern bekannt (Buss, 2012). Diese weisen offensichtlich keinen Überlebensvorteil auf, sondern stellen vielmehr ein Handicap dar (Zahavi, 1975). Die Ausbildung des männlichen Gefieders konnte demnach nicht mit der von Darwin aufgestellten Theorie der natürlichen Selektion erklärt werden, da nach dieser eine solche Beeinträchtigung im Laufe des evolutionären Wandels eliminiert worden wäre (Cartwright, 2001). Darwin fragte sich deshalb, wie sich beim Pfauenhahn im Vergleich zur Pfauenhenne eine derartige Federschleppe entwickeln konnte, obwohl beide Geschlechter die gleichen Überlebens- und Fortpflanzungsprobleme meistern müssen (Buss, 2012).
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der demonstrativen Zurschaustellung von Status durch Konsumgüter ein und leitet die Forschungsfragen zur Rolle von Soziosexualität, Beziehungsstatus und SPMV bei Elektronikprodukten ab.
Theoretischer Hintergrund: Dieser Abschnitt erläutert die evolutionspsychologischen Grundlagen wie die Theorie der sexuellen Selektion und verknüpft diese mit Theorien zum Paarungsverhalten, zur Partnerwahl und zum "Costly Signaling".
Methode: Hier wird das experimentelle Design, die Stichprobengewinnung sowie die Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen für die empirische Untersuchung beschrieben.
Ergebnisse: In diesem Teil werden die statistischen Auswertungen der Online-Befragung dargestellt, wobei die Hypothesen zur Wirkung von Soziosexualität, Beziehungsstatus und SPMV auf die Investitionsbereitschaft geprüft werden.
Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die erhobenen Daten, diskutiert methodische Stärken und Schwächen sowie die Nicht-Bestätigung der meisten Hypothesen und gibt Impulse für zukünftige Studien.
Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Kernaspekte der Arbeit, die theoretische Herleitung, das experimentelle Vorgehen und die zentralen Erkenntnisse bezüglich des Konsumverhaltens.
Soziosexualität, Beziehungsstatus, SPMV, Konsumverhalten, Statussymbole, Elektronikprodukte, Paarungsverhalten, Evolutionspsychologie, Conspicuous Consumption, Costly Signaling, Geltungskonsum, Partnerwahl, Status, Prestige, Online-Befragung.
Die Arbeit untersucht, inwiefern psychologische Faktoren wie die Soziosexualität, der Beziehungsstatus und der selbstwahrgenommene Partnerwert (SPMV) das Konsumverhalten junger Erwachsener hinsichtlich statusträchtiger Elektronikprodukte beeinflussen.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Evolutionspsychologie, Sexualpsychologie und der Konsumforschung, insbesondere im Kontext von Statusdemonstration (Conspicuous Consumption).
Ziel ist es zu klären, ob Investitionen in prestigeträchtige Elektronikprodukte als Paarungstaktik genutzt werden und ob eine Manipulation des SPMV die Kaufabsichten der Probanden beeinflusst.
Die Autorin verwendet ein quantitatives Online-Experiment (Vorher-Nachher-Design), bei dem der SPMV der Probanden durch fiktives Feedback manipuliert wurde, um kausale Effekte zu prüfen.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Paarungsverhaltens, die Ableitung der Hypothesen sowie die methodische Durchführung und anschließende statistische Auswertung der Studienergebnisse.
Die Arbeit ist durch den interdisziplinären Ansatz geprägt, der biologisch-evolutionäre Konzepte auf das moderne Konsumverhalten von Technikgeräten anwendet.
Überraschenderweise konnten die meisten Hypothesen nicht bestätigt werden, was die Autorin auf eine mögliche methodische Schwäche in der Wahrnehmung der Produkte als Statussymbole zurückführt.
Die Studie zeigt, dass Frauen mit einem niedrigeren SPMV tendenziell mehr in statusträchtige Produkte investieren, was darauf hindeutet, dass sie ihren wahrgenommenen Status möglicherweise durch Konsum kompensieren möchten.
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