Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik
2.1 Definition und Aufgaben
2.2 Entstehung und Entwicklung der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik
2.2.1 Von der Entstehung bis 1945
2.2.2 Neubeginn nach 1945
2.2.2.1 Erste Phase: Nach dem zweiten Weltkrieg
2.2.2.2 Zweite Phase: Reformen in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik
2.2.2.3 Dritte Phase: Nach der deutschen Einheit
2.2.2.4 Gegenwart: Konzeption 2000 und danach
2.2.3 Zwischenfazit
2.3 Organisation der deutschen Auswärtigen Kultur-und Bildungspolitik
2.3.1 Das Auswärtige Amt
2.3.2 Die Mittlerorganisationen und weitere beteiligte Akteure
3. Theorie
3.1 Einführung
3.2 „Soft power“ – „hard power“
3.3 „Public Diplomacy“
3.4 Image
3.5 Nationenimages
3.6 „Public Diplomacy“ Strategien
3.6.1 Glaubwürdigkeit
3.6.2 Ganzheitliche Ausrichtung
3.6.3 Netzwerk & Dialog
3.6.4 Langfristigkeit und Nachhaltigkeit
3.6.5 „Side attacks“
3.6.6 Staatsferne
4. Analyse
4.1 Einführung und Vorgehen
4.2 Analyse: „Leitsätze für die auswärtige Kulturpolitik“ von 1970
4.3 Analyse: „Konzeption 2000“
4.4 Analyse: „18. Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik 2013/14. Grenzen überbrücken – Werte teilen – Wissen schaffen – die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik in globaler Verantwortung“
4.5 Zwischenfazit
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern sich das Konzept der „Public Diplomacy“ als Charakteristikum der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik seit 1970 in den offiziellen Regierungsdokumenten identifizieren lässt. Dabei wird analysiert, welche spezifischen „Public Diplomacy“-Verständnisse und Strategien zu den Zeitpunkten 1970, 2000 sowie 2013/14 maßgeblich waren.
3.6.1 Glaubwürdigkeit
Das Prinzip der Glaubwürdigkeit ist für die „Public Diplomacy“ essentiell. Glaubwürdigkeit kann von Staaten nur bei einer Konvergenz zwischen innerpolitischen Werten und nach außen getragenen Repräsentationen erzeugt werden. Das begründet sich aus der Annahme, dass eine erfolgreiche Kommunikation und Darstellung im Ausland nur glaubwürdig ist, wenn sie der Realität entspricht. (Vgl. Karten 2008, S. 186)
Somit ist Glaubwürdigkeit erreicht, wenn „die Selbstdarstellung mit der Realität übereinstimmt und Werte und Identitäten abbildet, die im öffentlichen Leben tatsächlich akzeptiert werden.“ (Schwan 2011, S. 187) Das bedeutet, dass das Vertreten von bestimmten Werten nach außen möglicherweise zunächst mit einer innenpolitischen Wende einhergehen muss. „Eine grundlegende Imageänderung kann nur aus einer Verhaltensänderung resultieren.“ (Karten 2008, S. 169)
Regierungen haben allerdings in der Praxis oftmals Schwierigkeiten mit dem Aufbau von Glaubwürdigkeit, „weil ihrer Kommunikation aus historischen und strukturellen Gründen schnell eine Propaganda-Konnotation anhaftet.“ (Schwan 2011, S. 188)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das wachsende Politikfeld der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik ein und definiert das Ziel, die Veränderungen dieses Feldes seit 1970 anhand des „Public Diplomacy“-Konzepts zu charakterisieren.
2. Die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung und die institutionelle Organisation der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, von den Anfängen bis zur Gegenwart.
3. Theorie: Hier werden theoretische Grundlagen wie „Soft Power“, „Public Diplomacy“, Nationenimages und spezifische Strategien zur Imagesteuerung dargelegt, die für die Analyse unerlässlich sind.
4. Analyse: In diesem Hauptteil werden drei zentrale Regierungsdokumente aus den Jahren 1970, 2000 und 2013/14 anhand eines Kategoriensystems qualitativ inhaltsanalytisch untersucht, um die Anwendung von „Public Diplomacy“-Strategien nachzuweisen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen, bestätigt die Forschungsfrage hinsichtlich der Präsenz von „Public Diplomacy“-Strategien und ordnet die Bedeutung der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik als Fundament der Außenpolitik ein.
Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, Public Diplomacy, Soft Power, Nationenimage, Auswärtiges Amt, Mittlerorganisationen, Kulturpolitik, Außenpolitik, Glaubwürdigkeit, Internationale Beziehungen, Strategische Kommunikation, Deutschlandbild, Wertevermittlung, Netzwerke, Politische Kultur
Die Arbeit untersucht, wie sich die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik seit 1970 entwickelt hat und ob dabei Strategien der „Public Diplomacy“ angewendet wurden, um Deutschland international zu positionieren.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entwicklung der Kulturpolitik, die theoretischen Ansätze der staatlichen Außenkommunikation sowie die konkrete Untersuchung offizieller Regierungsdokumente auf Strategien zur Imagepflege und Einflussnahme.
Die Forschungsfrage lautet, welches der drei „Public Diplomacy“-Verständnisse der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu den Zeitpunkten 1970, 2000 und 2013/14 jeweils zugrunde lag und ob sich „Public Diplomacy“-Strategien in diesen Dokumenten nachweisen lassen.
Für die Analyse wird die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring verwendet, um die Primärquellen strukturiert hinsichtlich des Kategoriensystems auszuwerten.
Im Hauptteil findet die systematische Analyse der „Leitsätze für die auswärtige Kulturpolitik“ (1970), der „Konzeption 2000“ und des „18. Berichts der Bundesregierung“ (2013/14) statt.
Kernbegriffe sind Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, Public Diplomacy, Soft Power, Nationenimage und Auswärtiges Amt.
Während die Leitsätze von 1970 primär der Wiedereingliederung in die internationale Gemeinschaft dienten, zielte die „Konzeption 2000“ stärker auf die Verbreitung demokratischer Werte und die Ausübung politischen Einflusses ab.
Die Mittlerorganisationen sind essenziell für die deutsche Kulturpolitik, da sie durch ihre relative Staatsferne eine höhere Glaubwürdigkeit genießen und als operative Akteure die staatlichen Ziele im Ausland umsetzen.
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