Bachelorarbeit, 2018
84 Seiten, Note: 1,5
1. Vorwort
2. Definitionen verschiedener Ordnungen
2.1 Demokratie und Kapitalismus
2.2 Sozialismus und Kommunismus
3. Geschichte Kubas
3.1 Die „präkolumbianische“ Epoche
3.2 Kuba während der spanischen Kolonialzeit
3.3 Die Kolonialgesellschaft
3.4 José Martí und die Unabhängigkeitskriege
3.5 Kuba nach dem Ende der Kolonialzeit - in die Arme der USA
3.6 Das Platt-Amendment
3.7 Die erste undemokratische Republik auf der Insel
3.8 Die Diktatur nicht nur unter Batista
3.9 La Revolucíon al final?
4. Kuba nach Castro
4.1 Die sozialistische Umwandlung
4.2 Die Raketenkrise 1962
4.3 „Periodo especial en tiempo de paz“
4.4 Menschenrechtsverletzungen im Sozialismus
5. Das heutige Kuba
5.1 Empirische Untersuchung
5.1.1. Methodisches Vorgehen
5.1.2. Datenerhebung
5.1.3. Aufbau des Interviewleifadens
5.1.4 Auswertungsweise der Empirie
5.1.5 Ergebnisse aus der Sozialforschung
5.2 Musiker vs. Reiseleiter
5.3 Die Öffnung des castristischen Kubas
5.3.1 eine weitere Transformation für die Gesellschaft?
5.3.2 Der Sonderling in der Wirtschaft Kubas: der Tourismus
6. Umsetzung in der Schule/Unterrichtsentwurf
6.1 Didaktische Analyse
6.2 Didaktische Reduktion
6.3 Lernziele/Kompetenzen
6.4 Strukturskizze im Fach Gemeinschaftskunde für die 10. Klassenstufe
6.5 Methodische Analyse in tabellarischer Form
6.6 Arbeitsmaterialien
7. Schlussfolgerung
Diese Arbeit untersucht die politische und gesellschaftliche Transformation Kubas von der spanischen Kolonialzeit bis in die heutige Zeit, mit dem Ziel, die Gründe für die Etablierung und Aufrechterhaltung des Sozialismus auf der Insel zu ergründen und die Auswirkungen auf die Bevölkerung zu beleuchten.
3.2 Kuba während der spanischen Kolonialzeit
Am 27. Oktober 1492 stieß Christoph Kolumbus auf die Insel Kuba. Dennoch begann die spanische „Pacificación“ (Befriedigung) erst im Jahre 1510. In dieser Zeit der verherrlichten Eroberung, die friedvoll und im Sinne der Christianisierung verlaufen sollte, fand die Mehrheit der „Indíos“ ihren Tod durch die aus Europa eingeführten Krankheiten und Gewalttaten.
Für die Kontrollsicherung des neu eroberten Landes wurden von den Spaniern neun Städte gegründet. Baracoa, Bayamo, Trinidad, Santi Spíritus, Havanna, Puerto Principe, Camagüey und Santiago de Cuba befanden sich unter den ersten Städten Kubas. Von diesen Standorten aus vollzogen die spanischen Konquistadoren die Ausbeutung der Insel (Vichot, 2015, S.13).
Die spanische Krone vergab an die Eroberer die „Encomienda“ (Anvertrauen), welche sinngemäß die Übergabe der wirtschaftlichen Tätigkeit der indigenen Bevölkerung bedeutete. Nun waren die Konquistadoren dazu verpflichtet, sich um die Eingeborenen zu kümmern, d.h. ihnen Kleidung und Ernährung zu beschaffen sowie die entsprechende Christianisierung zu organisieren (Vichot, 2015, S.4).
Nun zwang die Nahrungsmittelknappheit die Spanier dazu, die traditionelle Landwirtschaft der indigenen Bevölkerung zu nutzen. Somit etablierte sich Kuba zu einem strategisch wichtigen Standort in der Karibik. Von dort aus waren weitere Expeditionen mit ausreichend Proviant möglich. Die Stadt Havanna, die im Westen Kubas am atlantischen Ozean liegt, war der wichtigste maritime Stützpunkt Spaniens, „vor allem durch den Schiffs- und Festigungsbau sowie die Versorgung der Flotten […]“ (Zeuske, 2016, S.28).
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation, die wissenschaftliche Hausarbeit während eines Studienaufenthalts auf Kuba zu verfassen.
2. Definitionen verschiedener Ordnungen: Es werden grundlegende politische und ökonomische Begriffe wie Demokratie, Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus definiert.
3. Geschichte Kubas: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der präkolumbianischen Zeit über die spanische Kolonialherrschaft bis hin zur Diktatur Batistas nach.
4. Kuba nach Castro: Hier wird der Transformationsprozess zur sozialistischen Gesellschaft, die Raketenkrise sowie die Krisenzeit ab 1990 analysiert.
5. Das heutige Kuba: Dieser Teil enthält eine empirische Untersuchung mittels Interviews in Havanna und Trinidad sowie eine Analyse der wirtschaftlichen Öffnung.
6. Umsetzung in der Schule/Unterrichtsentwurf: Es wird ein didaktisches Konzept zur Behandlung des Sozialismus in Kuba im Gemeinschaftskundeunterricht vorgestellt.
7. Schlussfolgerung: Eine abschließende Reflexion fasst die zentralen Erkenntnisse über die historische und gegenwärtige Situation Kubas zusammen.
Kuba, Sozialismus, Fidel Castro, Geschichte, Kolonialzeit, Revolution, Wirtschaft, Tourismus, Gesellschaft, Menschenrechte, Politik, Empirie, Unterrichtsentwurf, Transformation, Reformen.
Die Arbeit beleuchtet die Entwicklung Kubas vom Kolonialstaat bis zur heutigen sozialistischen Gesellschaft und analysiert die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe dieses Wandels.
Die zentralen Themen sind die historische Genese Kubas, der Einfluss des Sozialismus auf die Gesellschaft, die wirtschaftliche Lage im Wandel sowie die pädagogische Umsetzung des Themas.
Das Ziel ist es, die Gründe für die Empfänglichkeit des kubanischen Territoriums für den Sozialismus zu erforschen und die Auswirkungen dieses Systems auf das tägliche Leben der Menschen zu dokumentieren.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der durch Experteninterviews und Straßenbefragungen vor Ort empirische Einblicke in die kubanische Realität bietet.
Der Hauptteil behandelt chronologisch die Geschichte Kubas, die Ära nach Castro, die spezifische Wirtschaftslage sowie die Analyse der empirisch gewonnenen Daten.
Die wichtigsten Schlagworte sind Kuba, Sozialismus, Transformation, Revolution, gesellschaftlicher Wandel und politische Geschichte.
Der Tourismus fungiert als notwendiges, aber ambivalentes Mittel zur wirtschaftlichen Stabilisierung, führt jedoch zu einer neuen sozialen Schichtung auf der Insel.
Die Untersuchung zeigt, dass im Tourismussektor tätige Personen aufgrund von Trinkgeldern und Deviseneinnahmen einen deutlich höheren Lebensstandard erreichen können als beispielsweise fest angestellte Musiker im staatlichen System.
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