Bachelorarbeit, 2018
37 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Terroranschläge in der Berichterstattung
3. Beschreibung der zu analysierenden Terroranschläge
3.1. Madrid
3.2. Barcelona
3.3. Berlin
4. Beschreibung der Korpora
4.1. El País
4.2. Süddeutsche
5. Lexikalische Ausdrucksmittel der Emotionalität in Bezug auf terroristische Attentate
5.1. Definition von Emotionen
5.2. Trauer/Schmerz, Angst, Rache
6. Sprachliche Analyse
6.1 Attentat Madrid El País vs. Süddeutsche Zeitung
6.2. Attentat Barcelona
6.3. Attentat Berlin
7. Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht sprachwissenschaftlich, inwieweit die mediale Berichterstattung über terroristische Anschläge durch Emotionen beeinflusst wird und ob es Unterschiede zwischen spanischen und deutschen Medien gibt.
6.2. Attentat Barcelona
Geht man nun über zu den Berichten über das Attentat in Barcelona, halten sich hier dem Anschein nach die Emotionen in Grenzen. An dieser Stelle ist es sinnvoll zu erwähnen, dass nun dreizehn Jahre seit dem Anschlag in Madrid vergangen sind und dazwischen viele Terroristische Anschläge in Europa stattfanden wie z.B. in Paris, Nizza, London, Berlin und weiteren Städten. Nun traf es das Herz Barcelonas. Die Berichte sowohl in Deutschland als auch in Spanien fallen eher nüchtern aus, im Vergleich zu den früheren Berichten über den Anschlag in Madrid. Man könnte fast annehmen, dass sich die Europäer an diese schrecklichen Taten gewöhnt haben, denn schaut man sich zunächst die spanischen Berichte aus dem Web-Archiv der Tageszeitung El País ab dem 17.08.2017 an, so fallen neutrale, sachliche und prägnante Titel ins Auge.
In diesem Abschnitt sorgt zusätzlich der Gebrauch der wörtlichen Rede für negativ aufkommende Gefühle. Ein Augenzeuge berichtet: Caminábamos hacía allí cuando hemos visto cómo una furgoneta blanca empezaba a atropellar a gente. Hemos visto ciclistas saltando por los aires, gente saltando por los aires...Ha sido horrible (ebd.). Diese Aussage eines Augenzeuges sorgt für die bildliche Darstellung der Tat, was zusätzlich bei dem Leser Emotion hervorruft und das Nachempfinden verstärkt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die enge Bindung zwischen Medien und Terrorismus und formuliert die Forschungsfrage, ob Journalisten bei der Berichterstattung über Terroranschläge emotionalen Abstand wahren können.
2. Terroranschläge in der Berichterstattung: Dieses Kapitel erörtert das „common-interest game“ zwischen Medien und Terroristen, bei dem die Dramatisierung von Nachrichten sowohl das Publikumsinteresse steigert als auch die Reichweite der Täter erhöht.
3. Beschreibung der zu analysierenden Terroranschläge: Es erfolgt eine deskriptive Darstellung der Anschläge von Madrid (2004), Barcelona (2017) und Berlin (2016), um die Basis für die nachfolgende sprachliche Analyse zu schaffen.
4. Beschreibung der Korpora: Hier werden die Tageszeitungen El País und Süddeutsche Zeitung als Untersuchungsobjekte eingeführt, wobei deren Seriosität und ihr jeweiliger Anspruch an eine objektive Berichterstattung hervorgehoben werden.
5. Lexikalische Ausdrucksmittel der Emotionalität in Bezug auf terroristische Attentate: Nach einer theoretischen Definition von Emotionen werden die für diese Arbeit zentralen Gefühle Trauer, Angst und Rache sprachwissenschaftlich definiert und hinsichtlich ihrer spanischen und deutschen Äquivalente geprüft.
6. Sprachliche Analyse: Dieser Hauptteil vergleicht die Berichterstattung über die gewählten Attentate in beiden Zeitungen und analysiert den Einsatz von Stilmitteln, wörtlicher Rede und emotionaler Sprache.
7. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass eine rein sachliche Berichterstattung bei derartigen Taten kaum möglich ist, wobei in spanischen Berichten tendenziell ein höherer Grad an emotionaler Sprache feststellbar ist als in den deutschen.
Terrorismus, Berichterstattung, El País, Süddeutsche Zeitung, Emotionalität, Sprachanalyse, Medien, Madrid, Barcelona, Berlin, Trauer, Angst, Rache, journalistischer Stil, Terroranschlag.
Die Arbeit untersucht, wie spanische und deutsche Printmedien sprachlich über Terroranschläge berichten und inwiefern dabei Emotionen zum Ausdruck kommen oder geweckt werden.
Sie verknüpft die Bereiche Medienwissenschaft, Sprachwissenschaft und Psychologie, um das Zusammenspiel zwischen Terrorismus, medialer Dramatisierung und der emotionalen Reaktion in der Berichterstattung zu beleuchten.
Das Ziel ist festzustellen, ob die nach einem Terroranschlag zu erwartenden Emotionen die sprachliche Darstellung der Berichte beeinflussen und ob es dabei kulturelle oder sprachliche Unterschiede gibt.
Die Arbeit nutzt eine sprachliche Analyse ausgewählter Zeitungsberichte sowie einen Vergleich der lexikalischen Ausdrucksmittel für spezifische Emotionen in zwei Sprachen (Deutsch/Spanisch).
Im Hauptteil werden konkrete Berichte über die Attentate von Madrid, Barcelona und Berlin analysiert, um Stilmittel wie wörtliche Rede oder Personalisierung zu untersuchen.
Zentrale Begriffe sind Terrorismus, mediale Berichterstattung, Emotionalität, Sprachanalyse, sowie die untersuchten Emotionen Trauer, Angst und Rache.
Die Analyse legt nahe, dass in den spanischen Berichten tendenziell häufiger Zeugenaussagen und beschreibende Adjektive verwendet werden, was zu einer höheren emotionalen Dichte führen kann.
Wörtliche Rede dient den Journalisten dazu, die Tat durch Augenzeugenberichte lebendiger und unmittelbarer darzustellen, was die emotionale Involvierung des Lesers erhöht.
Die Arbeit konnte keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Betroffenheitsgrad des Landes und der Emotionalität der Berichterstattung feststellen.
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