Masterarbeit, 2013
103 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Ausgangslage: Gesundheit und soziale Ungleichheit
2.1 Gesundheitskonzepte und -definitionen
2.2 Theorien zur Gesundheitserhaltung und -entstehung
2.3 Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland
2.3.1 Familien mit Kleinkindern in prekären Lebenslagen
2.3.2 Einfluss auf die Entwicklung und Gesundheit von Kleinkindern
3 Grundlagen: Gesundheitsförderung und „Frühe Hilfen“
3.1 Aspekte der Gesundheitsförderung und Prävention
3.2 „Frühe Hilfen“
3.2.1 Begriffsbestimmung und Verständnis „Früher Hilfen“
3.2.2 Zielgruppen und Ziele „Früher Hilfen“
3.2.3 Rahmenbedingungen, System und Akteure „Früher Hilfen“
3.2.4 Zur Bestandsaufnahme der Angebote und Implementierung „Früher Hilfen“ in das Regelsystem
4 Potenziale und Grenzen „Früher Hilfen“ für die Gesundheitsförderung
5 Kritischer Rück- und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Risiken sozioökonomischer Benachteiligung für die gesunde Entwicklung von Kleinkindern (0-3 Jahre) zu analysieren und den Beitrag der „Frühen Hilfen“ als präventives Interventionsinstrument im Kontext gesundheitlicher Chancengleichheit zu evaluieren.
2.1 Gesundheitskonzepte und -definitionen
Grundlage für die Förderung von Gesundheit bildet das jeweilige Gesundheitsverständnis. Daher wird sich zunächst mit verschiedenen Definitionen zum Gesundheitsbegriff auseinandergesetzt, um eine hier zugrundeliegende Sichtweise zu entwickeln.
Vorstellungen von Gesundheit stellen vielfältige und normative Konstrukte unter Laien als auch unter Experten dar. Einerseits sind Überschneidungen zwischen den Sichtweisen aus Gesundheitsberufen und der Bevölkerung festzumachen, andererseits unterscheiden sich die Ansichten diesbezüglich erheblich voneinander (vgl. Naidoo; Wills 2010/ Hörning 2004). Aus Untersuchungen hierzu ergeben sich fünf sogenannte „Laienkonzepte“, diese lassen sich nach Blaxter (1990) in folgende Vorstellungen einteilen:
- Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit
- Gesundheit als körperliche Fitness
- Gesundheit als intakte soziale Beziehungen
- Gesundheit als psychisches und soziales Wohlbefinden
(Naidoo; Wills 2010, 14)
1 Einleitung: Die Arbeit erörtert die Risiken sozioökonomischer Benachteiligung bei Familien mit Kleinkindern und den Stellenwert von Präventionsmaßnahmen für eine gesunde Entwicklung.
2 Ausgangslage: Gesundheit und soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel erläutert Gesundheitskonzepte, theoretische Modelle zur Gesundheitsentstehung sowie die Auswirkungen prekärer Lebenslagen auf die Entwicklung von Kleinkindern.
3 Grundlagen: Gesundheitsförderung und „Frühe Hilfen“: Es werden die Konzepte der Gesundheitsförderung und Prävention definiert und die Entstehung sowie Systematik der „Frühen Hilfen“ als interdisziplinäres Unterstützungsangebot dargestellt.
4 Potenziale und Grenzen „Früher Hilfen“ für die Gesundheitsförderung: Hier werden Wirksamkeit und Evaluationsergebnisse der „Frühen Hilfen“ diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Modellprojekte und deren praktische Umsetzung.
5 Kritischer Rück- und Ausblick: Das Fazit fasst die Potenziale der „Frühen Hilfen“ zusammen und diskutiert notwendige sozialpolitische Rahmenbedingungen zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit.
Gesundheitsförderung, Frühe Hilfen, soziale Ungleichheit, Kinderarmut, Kleinkinder, Prävention, Lebenslagenkonzept, Salutogenese, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Resilienz, Gesundheitschancen, Sozialkompetenz, Elternbildung, Gesundheitswesen
Die Arbeit untersucht, wie „Frühe Hilfen“ zur Gesundheitsförderung von Kleinkindern beitragen können, die in prekären sozioökonomischen Lebenslagen aufwachsen.
Die Arbeit behandelt soziale Ungleichheit, gesundheitliche Entwicklung im frühen Kindesalter, theoretische Modelle der Gesundheitsförderung sowie die Struktur und Implementierung der „Frühen Hilfen“.
Die Arbeit fragt danach, unter welchen Bedingungen „Frühe Hilfen“ kompensierend auf gesundheitliche Ungleichheit wirken und wie der Zugang zu benachteiligten Zielgruppen verbessert werden kann.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis aktueller Fachliteratur, Evaluationen von Modellprojekten und Analysen von Good-Practice-Kriterien für die Gesundheitsförderung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Gesundheit, die Analyse der prekären Lebenssituation von Familien und die detaillierte Ausführung der „Frühen Hilfen“ als Netzwerkstruktur.
Zentrale Begriffe sind Gesundheitschancen, Armutsprävention, soziale Benachteiligung, Elternkompetenz, interdisziplinäre Vernetzung und Resilienz.
Das Konzept erfasst Armut als mehrdimensionale Unterversorgung in fünf Bereichen, wie etwa Lern-, Muße- und Entscheidungsspielräume, statt nur das Haushaltseinkommen zu betrachten.
Sie erklärt, warum Kinder trotz ähnlicher belastender Startbedingungen eine sehr unterschiedliche Entwicklung nehmen können, was die Relevanz von Schutzfaktoren und Resilienz hervorhebt.
Sie fungieren als Fachkräfte in multiprofessionellen Netzwerken, um Eltern bei gesundheitsrelevanten Themen zu beraten und den Zugang zu passgenauen Hilfsangeboten im sozialen Bereich zu erleichtern.
Es handelt sich um zwölf Qualitätsanforderungen, wie z.B. Niederschwelligkeit, Partizipation und Empowerment, an denen sich Projekte der Gesundheitsförderung messen lassen sollten.
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