Masterarbeit, 2017
111 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung und Fragestellung
I. Theoretische Aspekte
2. Personenkreis
2.1 Definition Jugendliche
2.2 Geistige Behinderung
2.3 Lernschwierigkeiten
3. Verhaltensauffälligkeiten
3.1 Begrifflichkeiten/ Definition
3.3 Erscheinungsformen
3.4 VA und geistige Behinderung
3.5 VA und Lernschwierigkeiten
3.6 Erklärungsansätze
4. Positive Verhaltensunterstützung nach Georg Theunissen
4.1 Grundannahmen und theoretische Bezugspunkte
4.2 Zielsetzung und Handlungsebenen
4.3 Vorgehensweise der Einzelhilfe
5. Körperliche Aktivierung nach Reinhard Markowetz
5.1 Personenkreis und Ziele
5.2 Theoretische Fundierung und Prinzipien
5.3 Umsetzung
6. Zwischenfazit
II. Empirischer Teil
7. Rahmenbedingungen der Studie
8. Methodologie
8.1 Ethnographische Feldforschung
8.2 Teilnehmende Beobachtung
8.3 Experteninterview
8.4 Qualitative Inhaltsanalyse
9. Ergebnisdarstellung
9.1 Schriftliche Daten
9.2 Teilnehmende Beobachtung
10. Interpretation
10.1 Prävention
10.2 Direkte Reaktion
10.3 Konsequenzen
10.4 Bewertung des Konzepts
11. Reflexion/Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten an der „Outdoorklasse“ der S. Schule. Ziel ist es, das dahinterstehende Konzept zu analysieren, es in den wissenschaftlichen Kontext der „Positiven Verhaltensunterstützung“ (PVU) und der „Körperlichen Aktivierung“ (KA) einzuordnen und kritisch zu bewerten.
3. Verhaltensauffälligkeiten
Wird der Begriff „Verhaltensauffälligkeiten“ in einem Gespräch verwendet, so kann zweifelslos davon ausgegangen werden, dass der Gesprächspartner sofort ein Bild eines gewissen Schülers, sei es aus der eigenen Schulzeit, ein Mitschüler der Tochter oder ein Schüler seiner Klasse, im Kopf hat. Dabei können diese Kinder ganz verschiedene VA zeigen, von ADHS über Aggressivität bis zur Depression. Die Frage, ab wann ein Verhalten als auffällig bezeichnet werden kann, ist sehr schwierig zu beantworten, da VA immer mit sozialen Zuschreibungen zusammenhängen. Kulturelle Normen und subjektive Vorstellungen des Beobachters bestimmen, wie ein Verhalten bewertet wird. Dabei kann dieselbe Situation von zwei Betrachtern völlig unterschiedlich eingeschätzt werden. (Theunissen 2011, S. 50) Es gibt folglich keine situationsunabhängigen Kriterien und Definitionen von VA, trotzdem wird nun versucht, ein möglichst umfassendes Bild aufzuzeigen.
1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung begründet die Relevanz des Themas im sonderpädagogischen Kontext und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Konzeptanalyse der „Outdoorklasse“.
2. Personenkreis: Hier werden die Zielgruppen definiert, insbesondere Jugendliche mit geistiger Behinderung und Lernschwierigkeiten, deren heterogene Merkmale für das pädagogische Handeln grundlegend sind.
3. Verhaltensauffälligkeiten: In diesem Kapitel werden Begrifflichkeiten und Erscheinungsformen analysiert sowie der Zusammenhang zwischen Verhaltensauffälligkeiten, geistiger Behinderung und Lernschwierigkeiten erörtert.
4. Positive Verhaltensunterstützung nach Georg Theunissen: Es wird das lerntheoretische Konzept der PVU vorgestellt, welches den Fokus auf die Funktion von Verhalten und die Stärken-Perspektive legt.
5. Körperliche Aktivierung nach Reinhard Markowetz: Dieses Kapitel beschreibt das stresstheoretische Modell der KA, welches durch Bewegung und gezielte Beschäftigung Wohlbefinden und Lernprozesse fördern soll.
6. Zwischenfazit: Eine Synthese der theoretischen Grundlagen, die reflektiert, wie die gewählten Konzepte als Basis für die empirische Konzeptanalyse dienen.
7. Rahmenbedingungen der Studie: Beschreibung der konkreten Untersuchungssituation und des Settings der „Outdoorklasse“.
8. Methodologie: Detaillierte Darstellung der angewandten qualitativen Methoden, bestehend aus ethnographischer Feldforschung, teilnehmender Beobachtung, Experteninterview und qualitativer Inhaltsanalyse.
9. Ergebnisdarstellung: Zusammenführung und Strukturierung der erhobenen Daten aus den Konzeptbeschreibungen, Interviews und Protokollen.
10. Interpretation: Kritische Analyse und Bewertung der Ergebnisse im Bezug auf die zuvor vorgestellten theoretischen Konzepte.
11. Reflexion/Fazit: Abschluss der Arbeit mit einer kritischen Reflexion des Untersuchungsprozesses und einer Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse.
Verhaltensauffälligkeiten, Sonderpädagogik, Outdoorklasse, geistige Behinderung, Lernschwierigkeiten, Positive Verhaltensunterstützung, Körperliche Aktivierung, Inklusion, pädagogische Konzeptanalyse, teilnehmende Beobachtung, Schulpraxis, soziale Integration, individuelle Förderung, Selbstkonzept, Resilienz.
Die Arbeit analysiert das praktische Konzept einer „Outdoorklasse“ an einer Schule für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung oder Lernschwierigkeiten, die aufgrund ihrer Verhaltensauffälligkeiten im regulären Schulalltag kaum integrierbar waren.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, der pädagogischen Konzeptarbeit, der Rolle von Natur und Tier in der Förderung sowie dem Einsatz von Methoden der Positiven Verhaltensunterstützung und Körperlichen Aktivierung.
Die zentrale Frage lautet, wie in der „Outdoorklasse“ mit Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten umgegangen wird und wie das dahinterstehende Konzept, insbesondere im Vergleich zu wissenschaftlich fundierten Modellen wie der PVU und KA, bewertet werden kann.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, der eine Kombination aus ethnographischer Feldforschung, teilnehmender Beobachtung, einem Experteninterview mit der Klassenlehrerin sowie der Analyse schriftlicher Konzeptionen umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der Definitionen und Konzepte beleuchtet, und einen empirischen Teil, in dem die konkrete Umsetzung in der S. Schule untersucht, kategorisiert und interpretiert wird.
Zentrale Begriffe sind Verhaltensauffälligkeiten, Inklusion, Sonderpädagogik, Positive Verhaltensunterstützung (PVU), Körperliche Aktivierung (KA), individuelle Förderung und soziale Integration.
Das Konzept legt den Fokus bewusst auf handlungsorientiertes Lernen im Freien, individuelle Tagesstrukturen und den Einsatz von Tieren, anstatt primär auf rein kognitive Wissensvermittlung im Klassenzimmer zu setzen.
Obwohl die multiprofessionelle Teamarbeit als entscheidender Erfolgsfaktor identifiziert wird, kritisiert die Autorin, dass mangelnde zeitliche Ressourcen für Absprachen und eine fehlende regelmäßige Evaluation die Systematik und Professionalität des Konzepts in der Praxis einschränken können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

