Bachelorarbeit, 2016
70 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung, Forschungsfragestellung und Methodik
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Strategisches Krankenhauscontrolling – Grundlagen und Abgrenzungen
2.1 Das Krankenhaus
2.1.1 Der Krankenhaus-Begriff
2.1.2 Arten von Krankenhäusern
2.2 Strategisches Controlling
2.2.1 Controlling – Definitionsansätze und Konzeptionen
2.2.2 Der Strategie-Begriff
2.2.3 Inhaltliche und instrumentelle Ausgestaltung des strategischen Controlling
3. Der Krankenhaussektor
3.1 Grundlagen des Gesundheitswesens
3.2 Krankenhäuser als Teil des Gesundheitswesens
3.3 Strukturmerkmale des Krankenhaussektors
3.3.1 Sicherstellungsauftrag der Länder und staatliche Krankenhausplanung
3.3.2 Das duale Finanzierungssystem
3.3.2.1 Investitionskosten
3.3.2.2 Betriebskostenvergütung
4. Strategisches Controlling im Krankenhaus
4.1 Ausgewählte strategische Herausforderungen
4.1.1 Demographischer Wandel
4.1.2 Medizinisch-technischer Fortschritt
4.1.3 Wertewandel
4.1.4 Auflösung sektoraler Begrenzungen
4.2 Implikationen und Potential des strategischen Controlling im Krankenhaus
4.3 Stand
4.4 Strategisches Controlling mit der Balanced Scorecard
4.5 Die Balanced Scorecard als Fundament des strategischen Controlling im Krankenhaus
4.5.1 Die Finanzperspektive im Krankenhaus
4.5.2 Die Kundenperspektive im Krankenhaus
4.5.3 Die Prozessperspektive im Krankenhaus
4.5.4 Die Lernen- und Entwicklungsperspektive im Krankenhaus
4.5.5 Weitere Anwendungsaspekte der Balanced Scorecard im Krankenhaus
5. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die erfolgskritische Bedeutung des strategischen Controllings in deutschen Krankenhäusern zu untersuchen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit ein strategisches Controlling zur erfolgreichen Krankenhaussteuerung beitragen kann und wie bestehende Besonderheiten des Sektors bei der Implementierung entsprechender Konzepte berücksichtigt werden müssen.
4.1.1 Demographischer Wandel
Die Lebenserwartung der Bevölkerung in Deutschland nimmt bei zeitgleich sinkender Geburtenrate zu. In der Folge steigt das Durchschnittsalter. Diese Entwicklung wirkt auf unterschiedliche Weise auf das Gesundheitssystem ein. Neben anderen Faktoren korreliert das Erkrankungsrisiko stark mit dem Alter, weshalb von einem Nachfrageanstieg für Gesundheitsdienstleistungen auszugehen ist. Zudem resultiert aus dem veränderten Krankheitsspektrum eine Transformation der Nachfragestruktur. Wachstumspotentiale ergeben sich für altersassoziierte Erkrankungen und für die Versorgung älterer Bevölkerungsteile. Es ist aus ökonomischer Sicht eine inhaltliche Neuausrichtung der Leistungserstellung erforderlich, abgestimmt auf die Anforderungen älterer und häufig multimorbider Patienten. Diese Umstrukturierung erfordert neue Produkte und Prozesse. Zudem ist bei einem Wachstum dieser Patientengruppe von steigenden durchschnittlichen Verweildauern auszugehen. Neben einem Anstieg der pflegerischen Anforderungen ist für dieses Patientenspektrum auch eine vermehre Koordination unterschiedlicher Fachdisziplinen notwendig.
Die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur verläuft in einzelnen Regionen unterschiedlich. Zwischen Bundesländern, Landkreisen und selbst innerhalb eines Postleitzahl-Gebietes sind teilweise signifikante Unterschiede zu konstatieren. Es ist eine deutliche Mobilität primär der jüngeren Bevölkerung aus ländlichen Regionen in Großstadtgebiete zu verzeichnen. Auch Zuwanderung von außen erfolgt konzentriert sich auf Ballungszentren. Während das Patientenaufkommen in Agglomerationsräumen zunimmt, werden die Fallzahlzahlen, statistischen Prognosen folgend, in ländlichen Regionen sinken. Dort müssen sich Krankenhäuser auf sinkende Kapazitätsauslastung einstellen. Mögliche strategische Antworten können medizinische Schwerpunktversorgung, Verbundbildung und Unternehmenszusammenschlüsse sein. Schon heute deutet sich in Koordinations- Konzentrations- und Spezialisierungsprozessen eine solche Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft an.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle ökonomische Situation von Krankenhäusern ein und begründet die Notwendigkeit einer stärkeren strategischen Ausrichtung des Controllings.
2. Strategisches Krankenhauscontrolling – Grundlagen und Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Krankenhauses sowie des strategischen Controllings definiert und in den Kontext des Krankenhausmanagements eingeordnet.
3. Der Krankenhaussektor: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten des deutschen Gesundheitssystems, insbesondere die staatliche Krankenhausplanung und das duale Finanzierungssystem, welche die Rahmenbedingungen der Steuerung prägen.
4. Strategisches Controlling im Krankenhaus: Dieser Hauptteil analysiert strategische Herausforderungen, den aktuellen Stand des Controllings in der Praxis und demonstriert den Einsatz der Balanced Scorecard als Instrument der strategischen Krankenhausführung.
5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Empfehlung einer verstärkten Anwendung strategischer Controllingansätze zur langfristigen Existenzsicherung.
Strategisches Controlling, Krankenhausmanagement, Krankenhaussektor, Balanced Scorecard, Gesundheitsökonomie, DRG-System, Demographischer Wandel, Ressourcenallokation, Performance-Steuerung, Krankenhausplanung, duale Finanzierung, Versorgungsauftrag, Prozessqualität, Unternehmenssteuerung, Gesundheitswesen.
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendungsmöglichkeiten des strategischen Controllings im Krankenhaussektor, um den komplexen Anforderungen eines sich wandelnden Gesundheitsmarktes zu begegnen.
Die Themenfelder umfassen die ökonomischen Grundlagen von Krankenhäusern, das duale Finanzierungssystem, strategische Herausforderungen wie der demographische Wandel und die Implementierung der Balanced Scorecard als Führungsinstrument.
Das Ziel ist es, den Beitrag des strategischen Controllings zur erfolgreichen Krankenhaussteuerung aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie dieses Managementinstrument in der Praxis zur Existenzsicherung beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturrecherche sowie der Analyse von Statistiken, Qualitätsberichten und wissenschaftlichen Beiträgen, um theoretische Konzepte auf die praktische Situation von Krankenhäusern zu übertragen.
Im Hauptteil werden aktuelle strategische Herausforderungen analysiert, der aktuelle Stand des Controllings in der Praxis kritisch betrachtet und anhand der Balanced Scorecard konkrete Lösungsansätze für ein modernes Krankenhausmanagement erarbeitet.
Zu den Schlüsselwörtern gehören Strategisches Controlling, Krankenhausmanagement, Balanced Scorecard, DRG-System, demographischer Wandel und Gesundheitsökonomie.
Der demographische Wandel führt zu einem Anstieg älterer, multimorbider Patienten und verändert das Krankheitsspektrum, was wiederum höhere Anforderungen an die pflegerische Betreuung und die Koordination verschiedener Fachdisziplinen stellt.
Die Balanced Scorecard ermöglicht eine mehrdimensionale Leistungsmessung, indem sie neben finanziellen Kennzahlen auch qualitative Faktoren wie Patientenzufriedenheit, interne Prozesse sowie Lernen und Entwicklung in die strategische Steuerung integriert.
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