Masterarbeit, 2016
59 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Kontext der Führung in öffentlichen Verwaltungen
1.2 Kontext von Kommunalverwaltungen in Nordrhein-Westfalen
1.3 Polyzentrik in Organisationen und polyzentrische Führung
1.4 Das Integrale Modell der Führung in/von Organisationen als analytischer Ordnungsrahmen
2 Ausgangslage für das kommunale Verwaltungshandeln heute
2.1 Ebene der Psyche als Selbst und Person: Selbstverständnis und Werteorientierungen von Mitarbeitern und Führungskräften im öffentlichen Dienst
2.2 Ebene der Agenten als Handelnde und Rollenträger: Erwartungshaltungen externer Stakeholder an Verwaltungsmitarbeiter
2.3 Ebene der Gemeinschaft und Kultur: Organisations- und Führungskultur in einem „Weber´schen Korsett“?
2.4 Ebene der Agentur als Struktur und System: Rechtliche Rahmenbedingungen und „Status quo“ der (kommunalen) Verwaltungsmodernisierung
3 Analyse Polyzentrischer Konstellationen und Anknüpfungspunkte für Polyzentrisches Denken
3.1 Ebene der Psyche als Selbst und Person: Wahrnehmung und Erkennen(wollen) polyzentrischer Führungssituationen
3.2 Ebene der Agenten als Handelnde und Rollenträger: Kompetenzen und Kapazitäten für polyzentrisches Denken und polyzentrisches (Re-)Agieren
3.3 Ebene der Gemeinschaft und Kultur: Akzeptanz und Erkennen(dürfen) polyzentrischer Führungskonstellationen
3.4 Ebene der Agentur als Struktur und System: Anlässe und Notwendigkeiten zur Institutionalisierung polyzentrischer Führungskonstellationen
4 Konsequenzen eines polyzentrischen Perspektivwechsels: Erwartungen an und Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Geführte in der Kommunalverwaltung
4.1 Maßnahmen und Potenziale im Bereich der Selbstentwicklung
4.2 Maßnahmen und Potenziale im Bereich der Handlungs- und Kompetenzentwicklung
4.3 Maßnahmen und Potenziale im Bereich der Lebensweltgestaltung
4.4 Maßnahmen und Potenziale im Bereich der Systementwicklung
5 Fazit & Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern Kommunalverwaltungen durch die Integration einer polyzentrischen Führungsperspektive ihre Effektivität und Handlungsfähigkeit in einem zunehmend komplexen Umfeld steigern können, ohne bewährte Strukturen vollständig zu verlassen.
3.1 Ebene der Psyche als Selbst und Person: Wahrnehmung und Erkennen(wollen) polyzentrischer Führungssituationen
Ein (verallgemeinertes) Selbstverständnis und die Werteorientierungen von Führungskräften im öffentlichen Dienst konnten im Rahmen der Beschreibung der Ausgangslage für heutiges kommunales Verwaltungshandeln bereits in Kapitel 2, Abschnitt 2.1, zumindest näherungsweise, dokumentiert werden anhand empirischer Daten aus Befragungen (u. a.) von Beamten zum öffentlichen Dienst insgesamt (aus 2016) sowie aus einer Befragung von Spitzenführungskräften in der deutschen Ministerialverwaltung (aus 2010). Führungskräfte in der Verwaltung betrachten „Wertvorstellungen“ im Übrigen selbst als eine wichtige Thematik, noch vor anderen Dingen (vgl. Prümm 2013, S. 30).
Auf dieser Grundlage stellt sich nun die konkrete Frage, ob das Selbstverständnis und die Werteorientierungen kommunaler Verwaltungsmitarbeiter für die Wahrnehmung und für ein Erkennen bzw. Erkennenwollen polyzentrischer Führungssituationen bzw. -notwendigkeiten (vgl. 3.4) förderlich oder eher nachteilig wirken.
Die Unterscheidung in kommunale Führungskräfte und kommunale Mitarbeiter ist und wäre dabei nicht unerheblich, die Auswertung der einschlägigen Literatur fördert hierzu jedoch eher einen empirischen Nachholbedarf der Forschung zutage. Ebenfalls denkbare Unterschiede bei etwaigen Tarifangestellten (im Vergleich zu verbeamtetem Personal) in Kommunalverwaltungen können im Rahmen des begrenzten Umfangs dieser Arbeit keine Berücksichtigung finden.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Fragestellung zur Relevanz polyzentrischer Führung in Kommunalverwaltungen und erläutert den analytischen Rahmen des Integralen Modells.
2 Ausgangslage für das kommunale Verwaltungshandeln heute: Dieses Kapitel beschreibt das aktuelle Selbstverständnis, Erwartungshaltungen sowie die kulturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen kommunaler Verwaltungen in Deutschland.
3 Analyse Polyzentrischer Konstellationen und Anknüpfungspunkte für Polyzentrisches Denken: Hier erfolgt die systematische Untersuchung polyzentrischer Führungselemente in Kommunalverwaltungen basierend auf den vier Ebenen des Integralen Modells.
4 Konsequenzen eines polyzentrischen Perspektivwechsels: Erwartungen an und Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Geführte in der Kommunalverwaltung: Das Kapitel leitet aus der Analyse konkrete Maßnahmen zur Selbst-, Handlungs-, Lebenswelt- und Systementwicklung für Führungskräfte ab.
5 Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Potenziale sowie die kulturellen Herausforderungen für einen polyzentrischen Führungsansatz in der Kommunalverwaltung.
Polyzentrische Führung, Kommunalverwaltung, Verwaltungsmodernisierung, Integrales Modell, Führungskultur, geteilte Führung, verteilte Führung, öffentlicher Dienst, Governance-Ansatz, Organisationsstruktur, Selbstverwaltung, Führungskompetenz, Stakeholder-Management, New Public Management, Dienstleistungsorientierung
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit und das Potenzial von polyzentrischen Führungsmodellen auf kommunale Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen.
Im Zentrum stehen die Struktur des öffentlichen Dienstes, das Spannungsfeld zwischen traditionellen Hierarchien und modernen Anforderungen sowie die Rolle von Führung im kommunalen Kontext.
Das Ziel ist es, den Nutzen polyzentrischer Perspektiven für die Verwaltungsführung aufzuzeigen und praxistaugliche Handlungsempfehlungen für Führungskräfte zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt das „Integrale Modell der Führung“ als analytischen Ordnungsrahmen, um die verschiedenen Ebenen einer Organisation zu systematisieren.
Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage in deutschen Kommunen, identifiziert Anknüpfungspunkte für polyzentrisches Denken und diskutiert notwendige Konsequenzen für Führungskräfte.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Polyzentrische Führung, Kommunalverwaltung, Verwaltungsmodernisierung, Integrales Modell und Führungskultur.
Das Weber’sche Modell prägt als traditionelles bürokratisches Selbstverständnis die Verwaltungsstruktur und wird in der Arbeit als kulturelle Herausforderung diskutiert, der mit neuen Führungsimpulsen begegnet werden muss.
Externe Stakeholder, wie Bürger oder politische Gremien, werden als Einflussfaktoren betrachtet, die durch ihre Erwartungen neue Führungsimpulse in die Verwaltungsorganisation hineintragen können.
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