Bachelorarbeit, 2016
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund zur gesundheitlichen Ungleichheit
2.1 Der materielle Erklärungsansatz
2.2 Formulierung der Hypothesen
3. Forschungsstand
4. Beschreibung der verwendeten Daten: ALLBUS 2014
5. Auswertung
5.1 Deskriptive Ergebnisse
5.2 Multivariate Ergebnisse
6. Fazit und Diskussion
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht empirisch den Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Status und der subjektiven Gesundheit in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung materieller Lebensumstände wie Wohn- und Arbeitsbedingungen. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob der Einfluss des sozioökonomischen Status auf die Gesundheit durch Belastungssituationen erklärt werden kann oder ob ein direkter Zusammenhang besteht.
2.1 Der materielle Erklärungsansatz
Der sogenannte Black Report ist ein Bericht, der Anfang der 1980er Jahre erschien und durch die britische Regierung in Auftrag gegeben wurde (Townsend/Davidson 1992). Dieser spielt für die theoretische Auseinandersetzung mit gesundheitlicher Ungleichheit insofern eine wichtige Rolle, da dort klassische Erklärungsansätze veröffentlicht wurden, die auch heute noch für die Forschung auf diesem Gebiet relevant sind und zur Systematisierung der Ursachen einen entscheidenden Beitrag geleistet haben (Vgl. Richter/Hurrelmann 2009: S. 29).
Folgende Ansätze werden unterschieden:
• Methodische Artefakte
• Soziale Selektion
• Gesundheitsverhalten
• Materielle Lebensbedingungen
Die Erklärung methodischer Artefakte geht davon aus, dass der Einfluss durch den sozioökonomischen Status auf den Gesundheitszustand in der Realität nicht vorhanden ist, sondern ein künstlicher Zusammenhang vorliegt, welcher sich auf Fehler im Forschungsprozess zurückführen lässt: Im Zentrum der Kritik stehen eine ungenaue Operationalisierung von Gesundheit und sozioökonomischem Status sowie deren empirische Erfassung.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der gesundheitlichen Ungleichheit ein, stellt das Solidaritätsprinzip der deutschen GKV dem empirisch belegten sozialen Gradienten gegenüber und definiert die Forschungsziele der Studie.
2. Theoretischer Hintergrund zur gesundheitlichen Ungleichheit: Dieses Kapitel erläutert den materiellen Erklärungsansatz, stellt konkurrierende Theorien wie die soziale Selektion vor und formuliert die zu prüfenden Forschungshypothesen.
3. Forschungsstand: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zur gesundheitlichen Ungleichheit, unterteilt in personale, Verhaltens- und Verhältnisfaktoren, zusammengefasst und die historische Entwicklung der Disziplin skizziert.
4. Beschreibung der verwendeten Daten: ALLBUS 2014: Dieses Kapitel beschreibt die Datenbasis, die Stichprobenzusammensetzung sowie die Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen inklusive der verwendeten Kontrollvariablen.
5. Auswertung: Der Hauptteil präsentiert die deskriptiven Verteilungen sowie die Ergebnisse der multivariaten OLS-Regression zur Prüfung der Hypothesen unter Einbeziehung verschiedener Kontrollmodelle.
6. Fazit und Diskussion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Widerlegung der materiellen Theorie und thematisiert alternative Erklärungsansätze sowie Schwächen der Datengrundlage.
Gesundheitliche Ungleichheit, Sozioökonomischer Status, ALLBUS 2014, Materieller Erklärungsansatz, Arbeitsbelastung, Wohnbedingungen, OLS-Regression, Gesundheit, Sozialschicht, Bildung, Einkommen, Beruf, Morbidität, Prävention, Lebensqualität.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der sozialen Stellung eines Individuums (sozioökonomischer Status) und dessen subjektiver Gesundheit in Deutschland.
Zentrale Themen sind soziale Ungleichheit im Gesundheitssystem, materielle Lebensbedingungen, Arbeitsbelastungen und die theoretische Fundierung gesundheitlicher Disparitäten.
Ziel ist es zu prüfen, ob der Einfluss von Bildung, Beruf und Einkommen auf die Gesundheit indirekt durch belastende Wohn- und Arbeitsbedingungen vermittelt wird, wie es der materielle Erklärungsansatz postuliert.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen empirischen Analyse der Daten des ALLBUS 2014 unter Verwendung von OLS-Regressionen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die Operationalisierung der Daten, die deskriptive Statistik sowie die multivariate Analyse, in der verschiedene Kontrollvariablen einbezogen werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitssoziologie, sozioökonomischer Status, materielle Lebensbedingungen und gesundheitliche Ungleichheit definiert.
Der materielle Ansatz konnte nicht vollständig bestätigt werden, da sich zeigte, dass Bildung, Beruf und Einkommen auch nach Kontrolle der Arbeits- und Wohnbedingungen einen direkten Einfluss auf die Gesundheit behalten.
Da das Forschungsziel explizit die Arbeitsbedingungen und deren Einfluss auf die Gesundheit fokussiert, war eine Einschränkung auf hauptberuflich Erwerbstätige notwendig, um die entsprechenden Indikatoren adäquat erfassen zu können.
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