Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Open Government
2.1. Begriffserklärungen
2.2. Wesentliche Bestandteile
2.3. Anwendung in der Praxis
3. Politikverdrossenheit
3.1. Begriffserklärung
3.2. Empirische Belege
3.3. Ursachen
3.4. Folgen und Risiken
4. Argumente für Open Government als Mittel gegen Politikverdrossenheit
4.1. Überblick
4.2. Förderung des Vertrauens durch Transparenz
4.3. Stärkung der politischen Verantwortlichkeit
4.4. Steigerung der Zufriedenheit durch Partizipation und Kollaboration
5. Argumente gegen Open Government als Mittel gegen Politikverdrossenheit
5.1. Überblick
5.2. Ungleiche Repräsentation in Beteiligungsprozessen
5.3. Zweifel an der Vereinbarkeit mit der repräsentativen Demokratie
5.4. Negative Medienberichterstattung
6. Statistischer Zusammenhang in Europa
6.1. Überblick
6.2. Ergebnis
7. Auswertung
8. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob die Umsetzung von Open Government das Ausmaß an Politikverdrossenheit reduzieren kann. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die in der Literatur häufig angenommenen positiven Wirkungen von Transparenz, Partizipation und Kollaboration tatsächlich zu einer Stärkung des Vertrauens und einer Verringerung der Politikverdrossenheit führen.
4.2. Förderung des Vertrauens durch Transparenz
Wie bereits dargelegt, stellt Transparenz eine wesentliche Komponente des Open Government Konzeptes dar. Transparenz beschreibt dabei die Möglichkeit von Außenstehenden, in die Prozesse und Entscheidungen innerhalb einer Organisation, im Kontext dieser Arbeit also in einer Verwaltungseinheit, Einblick zu nehmen (Grimmelikhuijsen, 2011, S. 4). Dabei wird einer umfassenden Transparenz neben dem Rückgang der Korruption, einer Effizienzsteigerung der Verwaltung und einer ausgeprägteren BürgerInnenbeteiligung auch eine positive Wirkung auf das der Regierung von der Bevölkerung entgegengebrachte Vertrauen zugeschrieben (Mabillard/Pasquier, 2015, S. 23). Da fehlendes Vertrauen bzw. Misstrauen bei der Entstehung von Politikverdrossenheit als wesentlicher Faktor gesehen wird, erscheint es sinnvoll, die Belastbarkeit der Annahme, dass Transparenz zu mehr Vertrauen führt, zu überprüfen.
BefürworterInnen der These, dass Transparenz das öffentliche Vertrauen stärkt, begründen dies damit, dass das Misstrauen der BürgerInnen aus einem Mangel an Informiertheit und einem daraus resultierendem subjektiven, nicht faktenbasierten, negativen Eindruck resultiere. Folglich wird argumentiert, dass das Vertrauen gefördert werden könne, indem die BürgerInnen ausreichend über die Arbeit der Regierung informiert werden. (Bannister/Connolly, 2011, S. 21) Cook, Jacobs und Kim (2010) schließen dahingehend aus ihrer Analyse, in der sie das Vertrauen von informierten BürgerInnen mit jenem von nicht informierten BürgerInnen vergleichen, dass das Vertrauen durch die Zurverfügungstellung von Informationen steige (Cook/Jacobs/Kim, 2010, S. 408f.). Dieser Effekt zeige sich schon dadurch, dass die Daten überhaupt offengelegt werden, und sei bei Personen, die die Informationen lesen, noch stärker ausgeprägt (Cook/Jacobs/Kim, 2010, S. 409).
1. Einleitung: Einführung in die Begriffe Open Government und Politikverdrossenheit sowie Darstellung der Forschungsfrage und methodischen Vorgehensweise.
2. Open Government: Definition, wesentliche Bestandteile (Transparenz, Partizipation, Kollaboration) und Anwendungsbeispiele des Konzepts.
3. Politikverdrossenheit: Begriffsklärung, Indikatoren, Ursachen und die daraus resultierenden negativen Folgen für das politische System.
4. Argumente für Open Government als Mittel gegen Politikverdrossenheit: Diskussion positiver Wirkungsannahmen durch Transparenz, Verantwortlichkeit und Bürgerbeteiligung.
5. Argumente gegen Open Government als Mittel gegen Politikverdrossenheit: Analyse von Risiken wie ungleicher Repräsentation, Inkompatibilität zur repräsentativen Demokratie und negativer Medienberichterstattung.
6. Statistischer Zusammenhang in Europa: Statistische Analyse zur Überprüfung der Korrelation zwischen Open Government Index und Politikverdrossenheit in neun europäischen Ländern.
7. Auswertung: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der komplexen Wechselwirkungen.
8. Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die behandelten Konzepte, die zentralen Argumente und die Erkenntnisse der Arbeit.
Open Government, Politikverdrossenheit, Transparenz, Partizipation, Kollaboration, Bürgerbeteiligung, politische Verantwortlichkeit, Demokratie, Regierungsführung, Vertrauen, Statistik, Korrelation, öffentliche Verwaltung, Bürgerhaushalt, repräsentative Demokratie.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Umsetzung des Open Government-Konzepts und dem Phänomen der Politikverdrossenheit, um festzustellen, ob Ersteres als Mittel gegen Letzteres dienen kann.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Praxis von Open Government, die Ursachen und Auswirkungen von Politikverdrossenheit sowie die kontroversen Debatten über die Wirksamkeit von Transparenz- und Beteiligungsmaßnahmen.
Das primäre Ziel ist zu klären, ob die Umsetzung von Open Government das Ausmaß an Politikverdrossenheit reduzieren kann, wobei auch gegenläufige Effekte kritisch beleuchtet werden.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse der bestehenden Forschungsergebnisse sowie einer eigenständigen statistischen Datenanalyse zur Korrelation zwischen Open Government und Politikverdrossenheit in ausgewählten europäischen Ländern.
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte definiert, danach die Argumente für und gegen Open Government als Instrument gegen Politikverdrossenheit abgewogen und schließlich eine statistische Analyse durchgeführt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Open Government, Politikverdrossenheit, Transparenz, Partizipation, Bürgerbeteiligung und das Vertrauen in politische Institutionen.
Ja, die Arbeit zeigt auf, dass Medien offengelegte Informationen oft für negative Berichterstattung nutzen, was das Vertrauen der Bevölkerung eher mindern als stärken kann.
Die Analyse weist auf eine statistisch signifikante Korrelation hin, wonach in den untersuchten Ländern eine stärkere Umsetzung von Open Government mit einer geringeren Politikverdrossenheit einhergeht, wobei die Kausalrichtung offenbleibt.
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