Bachelorarbeit, 2016
64 Seiten
1 Einführung
1.1 Relevanz der Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Sponsoring als relevantes Marketingtool für Unternehmen
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.1.1 Sponsoring
2.1.2 Aufmerksamkeit im Sponsoringkontext
2.1.3 Skandale im Sport
2.2 Wirkungsweisen des Sponsorings
2.2.1 Wahrnehmung, Transfer und Verarbeitung von Sponsoring Botschaften
2.2.2 Die Auswirkungen von Skandalen auf das Image der Sponsoren
2.3 Sport als attraktivstes Sponsoringumfeld
2.3.1 Faszination Sport
2.3.2 Das Beziehungsgeflecht im Sportsponsoring
2.4 Sportsponsoring aus Unternehmenssicht
2.4.1 Erscheinungsformen des Sportsponsorings
2.4.2 Sponsoringstrategien der Unternehmen
2.4.2.1 Ziele der Sponsoringaktivitäten
2.4.2.2 Der Auswahlprozess im Sportsponsoring
2.5 Sponsoren in skandalträchtigen Sportarten – Fallbeispiel
2.6 Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse und Formulierung der Hypothesen
3 Empirische Analyse
3.1 Untersuchungsstrategie
3.1.1 Qualitative Untersuchungsstrategie
3.1.2 Konsequenz für das Messinstrument und das Untersuchungsdesign
3.2 Das Experteninterview
3.2.1 Methodische Grundlagen zum Messinstrument
3.2.2 Begründung der Auswahl des Messinstruments
3.3 Untersuchungsdesign
3.3.1 Auswahl der Experten
3.3.2 Erhebungsumfeld
3.3.3 Kontrolle von Einflussfaktoren
3.4 Gütekriterien der Untersuchung
3.4.1 Validität
3.4.2 Reliabilität
3.5 Auswertung der Ergebnisse
3.5.1 Ergebnisse und Interpretation Hypothese 1
3.5.2 Ergebnisse und Interpretation Hypothese 2
3.5.3 Ergebnisse und Interpretation Hypothese 3
3.5.4 Ergebnisse und Interpretation Hypothese 4
3.5.5 Zusammenfassung der Ergebnisse und weitere Erkenntnisse
4 Schlussfolgerung und Ausblick
4.1 Implikationen für die Praxis
4.2 Ausblick und Anregungen
Die Arbeit untersucht das Risiko eines Sponsorings in skandalträchtigen Sportarten und entwickelt ein Kriterium zur Risikobewertung, um Unternehmen bei der Auswahl geeigneter Sponsoringalternativen zu unterstützen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, welche Faktoren das Risiko beeinflussen und wie Unternehmen dieses bei der Sponsoringentscheidung berücksichtigen können.
2.2.1 Wahrnehmung, Transfer und Verarbeitung von Sponsoring Botschaften
Die Sponsoringwirkung ist ein häufig erforschtes Feld und damit Gegenstand zahlreicher Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften. Im Folgenden werden ausgewählte Studien vorgestellt, die Ergebnisse rund um die Wirkung von Sponsoring liefern. Es wird zwischen vier Untersuchungsgegenständen differenziert. Zum einen spielt die Aufmerksamkeit von Zuschauern gegenüber Sponsoringbotschaften eine wichtige Rolle. Daran geknüpft ist die Erinnerung an die Sponsoren (siehe dazu 2.1.2). Des Weiteren gilt es den Imagetransfer, welchen sich Sponsoren durch ihre Aktivitäten erhoffen, zu ergründen. Abschließend findet die Verarbeitung der Botschaften innerhalb der Zuschauer Beachtung.
Eine Studie von Le Roy und Vivier untersuchte durch die Eye-Tracking-Methode die Aufmerksamkeit von Zuschauern gegenüber Sponsoringinformationen während einer Sportübertragung. Anschließend wurde das Verhältnis zwischen der Zeit, in welcher ein Sponsor zu sehen war (Exposure), und der Dauer der Blicke auf die Sponsoringinformation berechnet. Das Ergebnis war ein Aufmerksamkeitskoeffizient von 3,8%. Somit waren die Zuschauer gegenüber den Sponsoren im Schnitt 3,8% der Zeit aufmerksam. (vgl. Le Roy & Vivier, 2008, S. 7f.). Breuer und Rumpf konzentrierten sich in ihrer Untersuchung auf die Auswirkung der Dauer und Größe der Exposure auf die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich ein großes Exposure positiv auf die Aufmerksamkeit auswirkt. Darüberhinaus konnte festgestellt werden, dass eine hohe Konkurrenzdichte, also viele Sponsoren in einer Umgebung, einen negativen Einfluss auf die Aufmerksamkeit haben. Auch die Positionierung der Sponsoringinformation hat einen Einfluss auf die Aufmerksamkeit. Breuer und Rumpf entdeckten beispielswiese, dass die Exposure einer Trikotbewerbung effizienter ist, als die einer Werbebande. (vgl. Breuer & Rumpf, 2012, S. 526f.).
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Risikobewertung im Sponsoring, legt die Ziele der Arbeit fest und beschreibt deren strukturellen Aufbau.
2 Sponsoring als relevantes Marketingtool für Unternehmen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, analysiert die Wirkungsweisen von Sponsoring im Sport und identifiziert relevante Faktoren für das Risiko von Sponsoringengagements.
3 Empirische Analyse: Hier wird die qualitative Forschungsstrategie erläutert, das Experteninterview als Messinstrument begründet und die Hypothesen anhand der Ergebnisse aus den Interviews ausgewertet.
4 Schlussfolgerung und Ausblick: Der abschließende Teil leitet Implikationen für die Unternehmenspraxis ab und gibt Anregungen für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
Sponsoring, Sponsoringrisiko, Sportskandale, Marketing, Imagetransfer, Experteninterview, Risikobewertung, Markenimage, Sportsponsoring, qualitative Analyse, Sponsoringstrategie, Unternehmensführung
Die Arbeit analysiert das Risiko von Sponsoringinvestitionen in Sportarten, die aufgrund häufiger Skandale als risikobehaftet eingestuft werden.
Die zentralen Themen umfassen die Sponsoringwirkung, den Imagetransfer, die Entstehung von Sportskandalen sowie die strategische Auswahl von Sponsoringobjekten durch Unternehmen.
Ziel ist es, den Auswahlprozess im Sponsoring um ein valides Kriterium zur Risikobewertung zu ergänzen, um Unternehmen eine fundiertere Entscheidungsbasis zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Untersuchungsstrategie, konkret wurden problemzentrierte Experteninterviews mit Branchenvertretern und Forschern geführt.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zum Sponsoring und dessen Wirkmechanismen erarbeitet, gefolgt von einer empirischen Analyse, die Hypothesen zu Risikopotenzialen von Sponsoringformen überprüft.
Sponsoring, Risikobewertung, Skandale, Sport, Marketing, Imagetransfer und Strategie.
Die Arbeit identifiziert Einzelsportler als besonders risikoreich aufgrund persönlicher Fehltritte, während das Risiko bei Events stärker von der allgemeinen Sportart abhängt.
Durch eine strukturierte Analyse des Skandalpotenzials (Screening) und vertragliche Absicherungen, wie Sonderkündigungsrechte bei Imageschäden, lässt sich das Risiko reduzieren.
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