Bachelorarbeit, 2018
63 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung
2 Gender
2.1 Genderkompetenz
2.2 Genderkonstruktionen/Genderdekonstruktionen
2.3 Gender Mainstreaming
2.4 Doing Gender/Undoing Gender
2.5 Geschlechtsidentitäten – Drittes Geschlecht
3 Medien
3.1 Der Medienbegriff aus traditioneller Sicht
3.2 Der Medienbegriff aus der digitalen Sicht
3.3 Die Mediennutzung im Jugendalter
3.4 Exzessiver Medienkonsum
3.5 Mediensozialisation
3.6 Medienrezeption
4 Geschlechtsidentitätsfindung
4.1 Die Sozialisationstheorie nach Hurrelmann
4.2 Die Sexualitätsentwicklung aus psychoanalytischer Sicht nach Freud
4.3 Stereotype und Medien
4.4 Die Auswirkungen von Marketing und Werbung auf die Gleichstellung von Frauen und Männern
4.5 Selbstpräsentation durch Medien
5 Lebensphase Jugend
5.1 Demographischer Wandel
5.2 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
5.3 Individuation und Identität im Jugendalter
5.4 Die Jugendphase heute
5.5 Freizeit und Konsum
5.6 Der Umgang mit Risiken
6 Soziale Arbeit, Gender und Medien
6.1 Genderkompetenz in der Sozialen Arbeit
6.2 Geschlechtsspezifische Soziale Arbeit mit Jugendlichen
6.3 Medienkompetenz in der Sozialen Arbeit
6.4 Medienpädagogische Arbeit mit Jugendlichen
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Medien auf die Geschlechtsidentitätsfindung im Jugendalter. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, in welchem Ausmaß Medien diese Identitätsentwicklung beeinflussen und welche Rolle die Soziale Arbeit dabei einnimmt, um Jugendlichen eine gesunde Identitätsfindung zu ermöglichen und sie bei einem kompetenten Umgang mit medialen Inhalten zu unterstützen.
4.3 Stereotype und Medien
Die heutige Lebenswelt ist, wie bereits erwähnt, stark von den Medien geprägt, wodurch sich die Frage stellt, ob die Grundwerte unserer in Deutschland vorhandenen demokratischen Gesellschaft, nämlich dem Standpunkt der Gleichstellung der Geschlechter, auch dort ausgelebt wird und welche Stereotype dargestellt werden und wie diese die Geschlechtsidentität beeinflussen.
“Stereotyp ist ein bestimmtes verallgemeinerndes Urteilsmuster, mit dem man meist soziale Informationen (Eigenschaften, Erwartungen) klassifizieren und automatisch mit den dazu passend erscheinenden Informationen ergänzen kann. (…) Die Sozialpsychologie versteht unter einem Stereotyp ein übervereinfachtes Bild von Personen, Institutionen oder Ereignissen, das in seinen wesentlichen Merkmalen von einer großen Zahl von Personen geteilt wird.”
Die Medien besitzen einen hohen Einfluss auf die (Geschlechts-)Identitätsfindung und -bildung im Jugendalter, da sie Werturteile formulieren und für die Erzeugung von Männer- und Frauenbildern verantwortlich sind. Hinzukommt die Rolle der Vorbilder, welche in den Medien demonstriert werden und für die Entwicklung der Jugendlichen ebenfalls als wichtiger Aspekt gedeutet werden können, da sie die vorgelebten “Realitäten”, die medial veranschaulicht und vorgelebt werden, zu ihrer Orientierung und Findung benötigen.
“Wenn diese medialen Zuschreibungen vielfältig und tolerant oder im Gegenteil einschränkend und stereotyp sind, hat das Einfluss auf die freie, individuelle Identitätsbildung der Jugendlichen.”
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Gender und Medien ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung für die Geschlechtsidentitätsfindung Jugendlicher.
2 Gender: Dieses Kapitel definiert den Begriff Gender, diskutiert theoretische Konzepte wie Gender Mainstreaming und Doing Gender und thematisiert das Konzept des dritten Geschlechts.
3 Medien: Das Kapitel beleuchtet den Wandel des Medienbegriffs von traditionellen zu digitalen Medien und analysiert Phänomene wie Mediensozialisation, Mediennutzung und exzessiven Medienkonsum.
4 Geschlechtsidentitätsfindung: Hier wird der Prozess der Identitätsfindung auf Basis psychologischer und sozialisationstheoretischer Ansätze (Hurrelmann, Freud) sowie unter dem Einfluss medialer Stereotype und Werbung betrachtet.
5 Lebensphase Jugend: Dieses Kapitel beschreibt die Lebenswelt der Jugendlichen, ihre Entwicklungsaufgaben, den Umgang mit Risiken sowie die Bedeutung von Freizeit und Konsum in der heutigen Gesellschaft.
6 Soziale Arbeit, Gender und Medien: Das Kapitel thematisiert die Rolle der Sozialen Arbeit, wobei der Fokus auf Genderkompetenz, geschlechtsspezifischer Soziale Arbeit und Medienpädagogik liegt.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer reflexiven medienpädagogischen Praxis in der Sozialen Arbeit.
Gender, Medien, Geschlechtsidentität, Jugendalter, Soziale Arbeit, Mediensozialisation, Geschlechterstereotype, Medienpädagogik, Genderkompetenz, Identitätsfindung, Digitalisierung, Werbeeinfluss, Entwicklungsaufgaben, Gender Mainstreaming, Doing Gender.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der medialen Lebenswelt und der Geschlechtsidentitätsfindung Jugendlicher.
Zentrale Themen sind Gender-Theorien, der Wandel und die Nutzung von Medien, die psychologische Identitätsfindung sowie die Anforderungen an die Soziale Arbeit.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Medien die Identitätsfindung beeinflussen und wie die Soziale Arbeit Jugendliche dabei unterstützen kann, eine gesunde und freie Geschlechtsidentität zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auseinandersetzung mit sozialisationstheoretischen Modellen sowie medienpädagogischen Ansätzen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Gender und Medien, die Analyse der Lebensphase Jugend sowie die Ableitung von Handlungskompetenzen für die Soziale Arbeit.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Genderkompetenz, Mediensozialisation, Identitätsfindung und geschlechtsspezifische Soziale Arbeit definiert.
Die Autorin kritisiert, dass viele Medien binäre Rollenbilder vermitteln und somit die freie Entfaltung der Identität Jugendlicher hemmen können.
Medienkompetenz wird als essenzielles Handlungsmerkmal identifiziert, das Sozialarbeiter befähigt, mediale Einflüsse zu reflektieren und Jugendliche bei der Lebensbewältigung zu unterstützen.
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