Bachelorarbeit, 2010
76 Seiten, Note: 1,8
Einleitung
I. Theorieteil
1. Grundlagen zum Spiel
1.1 Begriffsklärung und Merkmale des Spiels
1.2 Spielformen in der Entwicklung des Kindes
1.2.1 Das Explorationsspiel
1.2.2 Das Phantasiespiel
1.2.3 Das Rollenspiel
1.2.4 Das Konstruktionsspiel
1.2.5 Das Regelspiel
1.3 Spieltheorien
1.4 Aspekte des kindlichen Spiels
1.5 Zusammenfassung
2. Menschen mit geistiger Behinderung
2.1 Begriffsklärung und Definition
2.2 Geistige Behinderung in verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen
2.2.1 Medizinisch-genetischer Aspekt
2.2.2 Psychologischer Aspekt
2.2.3 Soziologischer Aspekt
2.2.4 Epidemiologischer Aspekt
2.2.5 Pädagogischer Aspekt
2.3 Erziehung und Bildung
2.4 Spiel
2.5 Zusammenfassung
3. Spielförderung
3.1 Definition und einleitende Informationen
3.2 Konkrete Aspekte der Spielförderung, die es zu beachten gilt
3.2.1 Spieldauer
3.2.2 Spielmittel
3.2.3 Spielregeln
3.2.4 Spielraum
3.2.5 Aufgaben des Spielleiters
3.3 Prozess der Spielförderung
3.4 Spielbeobachtung und Diagnostik
3.5 Spielplanung und Intervention
3.6 Evaluation
3.7 Zusammenfassung
II. Praxisteil - Fallbeispiel „L.“
4. Vorbereitende Schritte innerhalb der Einrichtung
5. Das Mädchen „L.“ und seine Behinderung
5.1 Hintergrundwissen
5.2 Diagnostik
5.3 Meine Beobachtungen im Praktikum
5.3.1 Allgemeine Beobachtungen
5.3.2 Beobachtetes Spielverhalten
6. Die Spielförderung
6.1 Ziele
6.2 Methode
6.2.1 Allgemein
6.2.2 Mein Vorgehen
6.3 Planung und Ergebnisse der Spielförderungseinheiten
6.3.1 Erste Einheit
6.3.2 Zweite Einheit
6.3.3 Dritte Einheit
7. Pädagogische Reflexion
8. Persönliches Fazit der Spielförderung
Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die theoretische Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung und leitet daraus Möglichkeiten für eine gezielte Spielförderung bei Kindern mit geistiger Behinderung ab, wobei die Forschungsfrage darauf fokussiert, wie eine solche Förderung in der heilpädagogischen Praxis konkret gestaltet und reflektiert werden kann.
3.1 Definition und einleitende Informationen
Auch zu dem Thema Spielförderung einleitend zunächst eine Definition von HEIMLICH (1993, 150):
„spielpädagogische Handlungsform, bei der Spielpädagogen die Entscheidungen bezüglich der zur Verfügung stehenden Materialien, wie auch bezüglich des Ortes, der sozialen Beziehungen und der zeitlichen Ausdehnung des Spiel teilweise und vorübergehend für die Kinder treffen.“
Da die Definition in der zweiten Auflage des Werks von HEIMLICH (2001, 238) andere Aspekte hervorhebt, soll auch sie an dieser Stelle noch genannt werden:
„Von Spielförderung sollte dann gesprochen werden, wenn Umweltbedingungen zielgerichtet so organisiert werden, dass auch Kinder und Jugendliche mit besonderen Erziehungsbedürfnissen (seien sie vorübergehender oder langfristiger Natur) das Entwicklungspotenzial von selbstbestimmten, selbst kontrollierten und phantasievollen Tätigkeiten erschließen können.
Es geht hier also pauschal um die Förderung des Spiels und nicht nur, wie oftmals angenommen, um Förderung durch Spiel (wie es z.B. bei sogenannten Lernspielen versprochen wird). KÖHN (vgl. 2002, 172) geht auf diese Begrifflichkeit ein. Für ihn fallen unter den Begriff der Spielförderung drei Arten: Erstens die Förderung zum Spiel, d.h. grundlegende Fertigkeiten zur Spielfähigkeit beibringen; zweitens die Förderung im Spiel, d.h. Spielgeschehen gestalten und Spieltätigkeit aktivieren, um vorhandene Kompetenzen zu optimieren und drittens Förderung durch Spiel, d.h. die Spielfähigkeit für die Anregung von Lern- und Entwicklungsprozessen in anderen Lebensbereichen nutzen. „Spiel ist im heilpädagogischen Feld Ziel … und zugleich Mittel der Erziehung“ (Bunk 2008, 70).
Grundlagen zum Spiel: Dieses Kapitel erläutert die Wortbedeutung, Merkmale und wissenschaftliche Theorien des Spiels, die als theoretische Basis für die Spielpädagogik dienen.
Menschen mit geistiger Behinderung: Hier wird der Begriff der geistigen Behinderung definiert, aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen betrachtet und die Bedeutung von Erziehung und Bildung für diese Personengruppe dargelegt.
Spielförderung: Dieser zentrale Teil definiert Spielförderung als Handlungsform und Prozessmodell, wobei Diagnose, Intervention und Evaluation als wesentliche Phasen hervorgehoben werden.
Vorbereitende Schritte innerhalb der Einrichtung: Dieser Abschnitt beschreibt den Kontakt zur Kindertageseinrichtung und die methodischen Überlegungen bei der Auswahl eines Kindes für den Praxisteil.
Das Mädchen „L.“ und seine Behinderung: Dieses Kapitel liefert Hintergrundinformationen zur Entwicklung und Diagnostik des beobachteten Mädchens „L.“.
Die Spielförderung: Hier werden die Ziele, die gewählte Methode und die Planung der konkreten Fördereinheiten detailliert dargestellt.
Pädagogische Reflexion: In diesem Kapitel werden die theoretischen Erkenntnisse mit den praktischen Beobachtungen aus den Spielfördereinheiten verknüpft und reflektiert.
Persönliches Fazit der Spielförderung: Die Autorin zieht eine persönliche Bilanz über die Herausforderungen, den Lernerfolg und die Wirksamkeit ihrer durchgeführten Förderung.
Spielförderung, Geistige Behinderung, Spielpädagogik, Heilpädagogik, Entwicklungsverzögerung, Spieltherapie, Inklusion, Spielformen, Spielbeobachtung, Diagnostik, Intervention, Evaluation, Sozialkompetenz, Normalisierungsprinzip, Lernverhalten.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und den praktischen Möglichkeiten der Spielförderung speziell für Kinder mit geistiger Behinderung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Spieltheorie, den Aspekten geistiger Behinderung im pädagogischen Kontext sowie der methodischen Planung und Umsetzung von Spielförderung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie spielpädagogische Maßnahmen die Entwicklung von Kindern mit geistiger Behinderung positiv beeinflussen und durch gezielte Förderung gestärkt werden können.
Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturanalyse mit einem qualitativen Praxisteil in Form einer Fallstudie, inklusive Verlaufsbeobachtung und Evaluation.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil über Spiel und Behinderung sowie einen Praxisteil, der die Beobachtung, Planung und Ergebnisse von drei Fördereinheiten mit einem Mädchen beschreibt.
Kernbegriffe sind Spielförderung, Spielpädagogik, geistige Behinderung, Inklusion, Spielentwicklung und heilpädagogische Diagnostik.
Die Autorin wählte diesen Ansatz, da das beobachtete Kind eine sehr geringe Eigenaktivität zeigte und gezielte Impulse durch die Spielleitung für die Entwicklung notwendig waren.
Es dient als pädagogische Leitlinie, um Menschen mit geistiger Behinderung ein Leben zu ermöglichen, das dem von Menschen ohne Behinderung so nahe wie möglich kommt.
Es veranschaulicht theoretische Konzepte in der Praxis und zeigt, wie individuell geplante Interventionen (z. B. Arbeit mit der Puppe) die Konzentrationsfähigkeit und Ausdrucksweise eines Kindes fördern können.
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