Bachelorarbeit, 2018
47 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Literaturkanon
2.1 Kanonbegriff
2.2 Literaturbegriff
2.3 Kanonisierungspraxis und dessen Kriterien
2.4 Funktionen des Literaturkanons in Deutschland
2.5 Kanon in der Schule
3 Neue Medien
3.1 Begriffseingrenzung
3.2 Medien in der Gesellschaft
3.3 Medienpädagogik
3.4 Medien in der Schule
4 Auditive und audiovisuelle Medien
4.1 Filmkanon in der Schule
4.2 Unterschiede in der Rezeption und Nutzung in der Schule
4.2.1 Film
4.2.2 Auditive Medien
4.3 Adaption in Film und Hörbuch
5 Internet
5.1 Speichermedium
5.2 Der digitale Autor
5.3 Einfluss der digitalen Vermarktung auf die Kanonisierung
5.4 Literatur im Netz und Netzliteratur
6 Fazit
7 Ausblick
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der traditionellen literarischen Kanonbildung und der zunehmenden Digitalisierung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob der gegenwärtige Literaturkanon in der Schule angesichts moderner Medienformen noch sinnvoll ist oder ob eine Öffnung hin zur Intermedialität notwendig ist, um die Identitätsstiftung und kulturelle Vermittlung auch für heutige Generationen attraktiv zu gestalten.
2.1 Kanonbegriff
Der Begriff Kanon taucht in den verschiedensten Bereichsfeldern auf. So steht er beispielsweise für eine Kompositionsvariante in der Musik, eine Artikelbeschreibung im Kirchenrecht oder auch für eine festgelegte Zusammenstellung bestimmter literarischer Werke in einem spezifischen Segment. Die allgemeine Historie des Begriffs geht auf die Antike zurück. Er stammt vom griechischen Wort κανών [kanón] und kann ins Deutsche mit Wörtern wie Maßstab, Norm oder festgesetzte Ordnung übersetzt werden. Die letzteren Beispiele kommen der, für diese Arbeit zentralen Begriffsvorstellung, bereits grundlegend näher. Hierbei orientiert sich diese wissenschaftliche Arbeit an einer literaturwissenschaftlichen Auslegung des Kanonbegriffs.
Zunächst lässt sich grundlegend festhalten, dass ein Kanon im Bereich der Literatur prinzipiell eine Auflistung von literarischen Werken ist, welche unter einem ausgewählten Kriterienkatalog gesammelt wurden und die für ein Sachgebiet verbindlichen Werke darstellen. Es gibt eine Vielzahl von Versuchen, eine solche Literaturliste zu erstellen, welche die wichtigsten Werke anhand spezifischer Kriterien auflistet. Beispiele für solche Kanones sind die von Marcel Reich-Ranicki herausgegebenen Bänder Der Kanon - Die deutsche Literatur oder die im Autorenverbund erstellte Leseliste, welche kommentierte Empfehlungen ausgewählter Literatur beinhaltet. Zudem haben sich in verschiedenen Gebietsfeldern auch unterschiedliche Kanones ausdifferenziert. Die wohl gesellschaftlich bekanntesten sind der Kirchenkanon und der Literaturkanon in der Schule. Hierbei wird bereits die Pluralität des Kanonbegriffs deutlich, auf welchen gezielter in Kapitel 2.3 eingegangen wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Thematik der Kanondebatte vor und erläutert das Erkenntnisinteresse sowie die Fragestellung der Arbeit im Kontext der modernen Medien.
2 Literaturkanon: Hier werden der Kanon- und Literaturbegriff definiert und die Kanonisierungspraxis sowie die Funktionen des Literaturkanons, insbesondere in der Schule, beleuchtet.
3 Neue Medien: Dieses Kapitel definiert neue Medien, deren Bedeutung in der Gesellschaft sowie die Rolle der Medienpädagogik und Medien in der Schule.
4 Auditive und audiovisuelle Medien: Hier wird der Filmkanon sowie die Nutzung von auditiven Medien im Unterricht untersucht und die Adaption von Literatur in Film und Hörbuch analysiert.
5 Internet: Dieses Kapitel erörtert das Internet als Speichermedium, die Rolle des digitalen Autors und den Einfluss der digitalen Vermarktung sowie Netzliteratur auf die Kanonisierung.
6 Fazit: Das Fazit bewertet die gesammelten Erkenntnisse und diskutiert eine mögliche Öffnung der Kanonstrukturen für neue Medien.
7 Ausblick: Der Ausblick skizziert mögliche zukünftige Entwicklungen und Forschungsperspektiven hinsichtlich einer Vereinheitlichung oder Ausdifferenzierung des Kanonbegriffs.
Literaturkanon, Kanonisierung, neue Medien, Schule, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Intermedialität, Kulturvermittlung, Identitätsstiftung, Netzliteratur, Filmkanon, Digitalisierung, Literaturbegriff, Lektürekanon, kulturelle Tradition.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von traditionellem Literaturkanon und neuen Medien in der schulischen Bildung.
Die zentralen Felder sind Kanonforschung, Medienpädagogik, die Rolle digitaler Medien im Unterricht sowie die Rezeption von Literatur in verschiedenen medialen Formen.
Die Arbeit fragt, ob der Literaturkanon angesichts der heutigen Intermedialität noch sinnvoll ist oder ob er sich für neue Medien öffnen sollte.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Studien wie der JIM-Studie basiert.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Kanons, die Definition neuer Medien, die Analyse von Filmen und auditiven Medien sowie den Einfluss des Internets auf Kanonisierungsprozesse.
Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Literaturkanon, Kanonisierung, Medienkompetenz, neue Medien und Intermedialität.
Der Filmkanon dient als Beispiel für den Versuch, Medien abseits des klassischen Schriftmediums in den schulischen Bildungssektor zu integrieren.
Der Autor argumentiert, dass die heutige Schülergeneration bereit für eine Umstrukturierung ist, da moderne Medien ein zentrales Kulturgut für sie darstellen.
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