Masterarbeit, 2017
120 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen, aktueller Forschungsstand und Hypothesen
2.1 Allgemeine Theorien zur Erklärung von Wahlbeteiligung
2.2 Das Second-Order Election-Modell
2.3 Aktueller Forschungsstand und Hypothesen
3 Methodischer Rahmen
3.1 Die Fuzzy-Set Qualitative Comparative Analysis
3.2 Auswahl der Fälle und des Untersuchungszeitraums
3.3 Auswahl, Operationalisierung und Kalibrierung der Bedingungen
3.4 Auswahl, Operationalisierung und Kalibrierung des Outcomes
3.5 Daten der empirischen Analyse
4 Empirische Analyse
4.1 Analyse hoher Wahlbeteiligung – Outcome TURNOUT
4.1.1 Analyse notwendiger Bedingungen
4.1.2 Analyse hinreichender Bedingungen
4.1.3 Diskussion der Ergebnisse
4.2 Analyse niedriger Wahlbeteiligung – Outcome ~TURNOUT
4.2.1 Analyse notwendiger Bedingungen
4.2.2 Analyse hinreichender Bedingungen
4.2.3 Diskussion der Ergebnisse
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die kausalen Zusammenhänge und Bedingungskonfigurationen, die zu einer variierenden Wahlbeteiligung in den 28 Mitgliedstaaten bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 führen, wobei insbesondere die Rolle politisch-institutioneller und europaspezifischer Faktoren analysiert wird.
Die Fuzzy-Set Qualitative Comparative Analysis
Wie im vorherigen Kapitel aufgeführt, gibt es eine große Bandbreite an Ansätzen, die mehr oder minder für sich beanspruchen, die Beteiligung an Europawahlen erklären zu können. Das Ziel dieser Arbeit ist es, notwendige und hinreichende Bedingungen für die niedrige, respektive hohe Beteiligung an den Wahlen zum Europäischen Parlament zu analysieren. Die Qualitative Comparative Analysis (QCA) bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Warum sich diese Methode in besonderem Maße für die Beantwortung der Fragestellung eignet, wird im Folgenden genauer begründet. Bevor auf verwendete fsQCA eingegangen wird, sollte zunächst methodischen Grundlagen der QCA im Allgemeinen skizziert werden.
Die Methode geht zurück auf die Arbeiten von Charles C. Ragin (insbesondere 1987; 2000; 2008) und basiert als mengentheoretischer Ansatz auf den Prinzipien der Booleschen Algebra sowie Mills Methoden der Differenz und der Übereinstimmung. Die in dieser Arbeit verwendete fsQCA greift zudem speziell auf die mathematische Logik der Fuzzy-Algebra zurück. Um die mengentheoretische Logik und den Bezug zu hinreichenden und notwendigen Bedingungen hervorzuheben sowie die nötige Distanz zu den existierenden quantitativen Methoden zu schaffen, verwendet die QCA eine spezifische Terminologie: Unabhängige Variablen werden ‚Bedingungen‘ genannt, während abhängige Variablen als ‚Outcome‘ bezeichnet werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung der variierenden Wahlbeteiligung bei den Europawahlen 2014 vor und begründet die Forschungsfrage sowie das gewählte methodische Vorgehen.
2 Theoretischer Rahmen, aktueller Forschungsstand und Hypothesen: Dieses Kapitel arbeitet die relevanten rationalistischen und sozialpsychologischen Theorien zur Wahlbeteiligung auf und leitet daraus fünf prüfbare Hypothesen ab.
3 Methodischer Rahmen: Hier wird der methodische Ansatz der fsQCA vorgestellt, die Auswahl der 28 untersuchten Fälle begründet und das Vorgehen bei der Operationalisierung sowie Kalibrierung der Bedingungen erläutert.
4 Empirische Analyse: Dieser Hauptteil führt die fsQCA durch, getrennt nach den Outcomes hoher und niedriger Wahlbeteiligung, und interpretiert die gefundenen hinreichenden und notwendigen Bedingungskonfigurationen.
5 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert ihre wissenschaftliche Bedeutung und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Wahlbeteiligung, Europäisches Parlament, Europawahlen 2014, fsQCA, Qualitative Comparative Analysis, Second-Order Election, Euro-Krise, Rational Choice, Sozialpsychologischer Ansatz, Bedingungskonfiguration, Politik, Institutionen, Wahlverhalten, Spitzenkandidat_innen, politische Involvierung.
Die Arbeit analysiert die Ursachen für die unterschiedliche Höhe der Wahlbeteiligung in den 28 EU-Mitgliedstaaten bei der Wahl zum Europäischen Parlament 2014.
Im Zentrum stehen der politisch-institutionelle Kontext, die Auswirkungen der Euro-Krise, die Identifikation mit der EU sowie die Rolle der Spitzenkandidaten.
Die Forschungsfrage lautet: Was sind die notwendigen und hinreichenden Bedingungen oder Kombinationen von Bedingungen für die Höhe der Beteiligung an den Wahlen zum Europäischen Parlament 2014?
Es wird die Fuzzy-Set Qualitative Comparative Analysis (fsQCA) verwendet, um komplexe kausale Zusammenhänge zwischen verschiedenen Bedingungen und dem Outcome der Wahlbeteiligung zu identifizieren.
Der Hauptteil präsentiert die empirische fsQCA-Analyse, unterteilt in die Untersuchung von Konfigurationen, die eine hohe Wahlbeteiligung fördern, und solche, die eine niedrige Wahlbeteiligung begünstigen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Wahlbeteiligung, fsQCA, Second-Order Election, institutioneller Kontext, Euro-Krise und politische Involvierung.
Der politisch-institutionelle Kontext, insbesondere die Variable POLINST, erweist sich als eine der zentralen Bedingungen, die maßgeblich zur Erklärung hoher Partizipationsraten beiträgt.
Die Analyse zeigt, dass die Euro-Krise in den besonders betroffenen Ländern nicht durchweg zu einer höheren Mobilisierung führte, sondern in einigen Fällen eher zu einer negativen Beeinflussung der Partizipationsrate beigetragen hat.
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