Bachelorarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 1,0
1. Die TV-Serie Gilmore Girls
2. Theorie der Komik
2.1. Komik als Kontrast oder Inkongruenz
2.2. Komik und getäuschte Erwartungen
2.3. Komik und Freiheit
2.4. Komik und Macht
2.5. Komik als Bewegung und Erstarrung
2.6. Komik als Verweigerung von Empathie
3. Grices Kooperationsprinzip und Konversationsmaximen zur Erzeugung von Komik
3.1. Die Maxime der Quantität
3.1.1. Verstoß gegen die Maxime der Quantität
3.1.2. Quantitätsverstoß zur Erzeugung von Komik
3.2. Die Maxime der Qualität
3.2.1. Verstoß gegen die Maxime der Qualität
3.2.2. Qualitätsverstoß zur Erzeugung von Komik
3.3. Die Maxime der Relevanz
3.3.1. Verstoß gegen die Maxime der Relevanz / Relation
3.3.2. Relevanzverstoß zur Erzeugung von Komik
3.4. Die Maxime der Modalität
3.4.1. Verstoß gegen die Maxime der Modalität
3.4.2. Modalitätsverstoß zur Erzeugung von Komik
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern gezielte Verstöße gegen pragmatische Normen in der US-amerikanischen Fernsehserie Gilmore Girls als Mittel zur Erzeugung von sprachlicher Komik fungieren und welche Rolle dabei die von H. Paul Grice aufgestellten Konversationsmaximen spielen.
3.1.1. Verstoß gegen die Maxime der Quantität
In der ersten hier dargestellten Szene ist folgende Situation gegeben: Lorelai und ihr Lebensgefährte Luke planen Lorelais Haus umzubauen, um zusammenzuziehen. Lukes Schwager T.J. erhofft der Bauleiter beim Umbau zu werden, bekommt jedoch von Luke weder eine Zu- noch eine Absage, sondern wird mit einem „vielleicht“ vertröstet. Im Laufe des Tages und nach gescheiterten Verhandlungen der beiden Schwager, findet Lorelai ihr Haus in einem ungeplant veränderten Zustand wieder. Daraufhin holt sie Luke aus seinem Café, um ihm das Problem zu präsentieren: An der Außenfassade des Schlafzimmers befindet sich ein großzügiges Loch (Beispiel 1):
1. Lorelai: Loch!
2. Luke: Und wie...?
3. Lorelai: Loch!
4. Luke: Das...
5. Lorelai: Loch!
6. Luke: Ich weiß, dass das ein Loch ist. Wie ist das passiert?
7. Lorelai: Schutt!
8. Luke: Was?
9. Lorelai: Schutt! Bett! Schutt! Loch!
10. Luke: Ruhig. Sprich in ganzen Sätzen. Komm schon. So war´s schon so als du nach Hause gekommen bist?
12. Lorelai: Ja, ein verdammtes Riesenloch!
13. Luke: Das war ein Vorschlaghammer!
14. Lorelai: Ein ziemlich großer Vorschlaghammer
15. Luke: Aber wer würde denn... Oh mein Gott!
1. Die TV-Serie Gilmore Girls: Einführung in das Setting der Serie Stars Hollow, die Charakterkonstellationen sowie die Einordnung als „Dramedy“.
2. Theorie der Komik: Überblick über philosophische und psychologische Ansätze zur Entstehung von Komik, wie Kontrasttheorien, Freiheit, Macht sowie Erstarrung.
3. Grices Kooperationsprinzip und Konversationsmaximen zur Erzeugung von Komik: Theoretische Fundierung des Kooperationsprinzips und der vier Konversationsmaximen sowie deren Anwendung auf komische Dialoge in der Serie.
Gilmore Girls, Komik, Pragmatik, Konversationsmaximen, Grice, Kooperationsprinzip, Sprachliche Komik, Sprachphilosophie, Humor, Normverstoß, Dialoganalyse, Inkongruenz, Dramedy, Fernsehserie, Kommunikation
Die Arbeit analysiert, wie durch die Verletzung pragmatischer Regeln (Konversationsmaximen) in Dialogen der Serie Gilmore Girls komische Effekte für den Zuschauer entstehen.
Die Arbeit verknüpft linguistische Theorien (insbesondere Grices Konversationsmaximen) mit klassischen philosophischen Komik-Theorien und wendet diese auf die spezifische Sprache der Serie an.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Verstöße gegen die Maximen der Quantität, Qualität, Relevanz und Modalität gezielt inszeniert werden, um eine humoristische Wirkung beim Zuschauer zu erzielen.
Es handelt sich um eine pragmatische Analyse von transkribierten Dialogszenen aus der Serie Gilmore Girls unter Anwendung der griceschen Theorie der Konversationsmaximen.
Der Hauptteil gliedert sich nach den vier Konversationsmaximen von Grice, wobei für jede Maxime Verstöße anhand von konkreten Beispielen aus der Serie analysiert und mit Komik-Theorien in Bezug gesetzt werden.
Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Pragmatik, Konversationsmaximen, Sprachliche Komik, Gilmore Girls und Kooperationsprinzip beschreiben.
Das kulturelle Wissen, etwa über US-amerikanische Familienbilder oder literarische Referenzen, ist essenziell, um zu verstehen, warum bestimmte Äußerungen als komisch empfunden werden.
Die Autorin unterscheidet zwischen dem inneren System (die Figuren im Gespräch, die oft nicht lachen) und dem äußeren System (der Zuschauer, der durch den Wissensvorsprung und die Normverstöße amüsiert wird).
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