Bachelorarbeit, 2016
61 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung
2. Energienutzung in Deutschland
2.1 Fossile Energieressourcen
2.2 Energiemix in Deutschland
2.3 Energieversorger in Deutschland
3. Öl- und Gasmärkte und die Energiemacht Russland
3.1 Wirtschaftsentwicklung seit dem Jahr 2000
3.2 Energieressourcenausstattung in Russland
3.3 Hauptakteure des russischen Ressourcenhandels
3.4 Internationale Öl-und Gasmärkte
4. Theorie des Außenhandels
4.1 Absolute Kostenvorteile
4.2 Komparative Kostenvorteile
5. Beziehung zwischen Russland und der EU
5.1 Außenwirtschaftliche Beziehungen zwischen der EU und Russland
5.2 Entwicklungen der Energiepartnerschaft
5.2.1 Seit der UdSSR
5.2.2 Seit 2000
5.3 Energieimporte aus Russland
5.3.1 Projekte
5.3.2 Verträge und die EU-Energiecharta
5.4 Probleme einseitiger Exportabhängigkeit für Russland
6. Energiesicherheit in Deutschland
6.1 Transitrouten und resultierende Probleme
6.2 Konflikte der Vergangenheit
6.2.1 Meinungsverschiedenheiten zwischen EU und Gazprom
6.2.2 Russisch-ukrainischer Gaskonflikt
6.3.3 Sanktionen
6.3 Politische und wirtschaftliche Risiken
7. Kooperationsperspektiven
8. Fazit
Die Arbeit untersucht die Abhängigkeit Deutschlands von Energieressourcen und die Rolle Russlands im europäischen Energiehandel. Dabei werden theoretische Grundlagen des Außenhandels, historische Entwicklungen der Energiepartnerschaft sowie politische und wirtschaftliche Risiken analysiert, um Perspektiven für eine stabile Kooperation zu erarbeiten.
3.1 Wirtschaftsentwicklung seit dem Jahr 2000
Das Wachstum der Wirtschaft in einem Land wird mit der Veränderung des Bruttoinlandproduktes (BIP) gegenüber dem Vorjahr gemessen. Die internen Bestimmungsfaktoren des Wachstums sind Investitionen, die Verbesserung der Infrastruktur sowie die demografische Entwicklung. Diese Faktoren beeinflussen die langfristige Wirtschaftsentwicklung eines Landes. Auch externe Faktoren wie Ölpreisfall oder fallende Weltwirtschaftskonjunktur können Einfluss auf eine Volkswirtschaft nehmen. Zur Erklärung der Wirtschaftsentwicklung ist vor allem die Entwicklung des Ölpreises relevant. Die Analyse des Wirtschaftswachstums erfordert einen Einblick in die Situation Russlands in den 1990er-Jahren.
Die Auflösung der Sowjetunion 1991 hatte den Einbruch der Produktion zur Folge. In den ersten fünf Jahren nach der Auflösung der Großmacht war ein ständiger Fall des Bruttoinlandsprodukts zu beobachten. Hinzu kam die asiatische Finanzkrise im Jahr 1997, die sich negativ auf den Kurs des Rubels ausgewirkt hatte. Einen erheblichen Einfluss auf den Rückgang des Wirtschaftswachstums hatte außerdem der niedrige Ölpreis zu dieser Zeit, der in den Jahren 1992–1998 (siehe Abb. 2) nur bei 15 Dollar pro Barrel lag.
Die ersten Jahre des 21. Jahrhunderts brachten für Russland sowohl politische als auch wirtschaftliche Veränderungen. Diese waren verbunden mit der ersten Amtszeit des Präsidenten Wladimir Putin, die im März 2000 begann. Der ehemalige Direktor des Inlandgeheimdienstes FSB stoppte die Privatisierung, die mit den Reformen der Perestroika und Glasnost eingeleitet wurde. Putin begann eine Umstrukturierung der Herrschaftsordnung. Sein autoritäres Regime zielte auf die Verdrängung der Oligarchen aus den politischen Entscheidungsprozessen.
1. Problemstellung: Einführung in die Relevanz der Energieversorgung für Industriestaaten und Darlegung der zentralen Forschungsfrage zur Energiebeziehung zwischen der EU und Russland.
2. Energienutzung in Deutschland: Untersuchung der deutschen Abhängigkeit von fossilen Importen und Darstellung der Marktstrukturen deutscher Energieversorger nach der Liberalisierung.
3. Öl- und Gasmärkte und die Energiemacht Russland: Analyse der russischen Wirtschaftsentwicklung seit 2000 in Korrelation zum Ölpreis sowie Vorstellung der Hauptakteure und globaler Energiemärkte.
4. Theorie des Außenhandels: Erläuterung der ökonomischen Gründe für den internationalen Handel mithilfe der Modelle der absoluten und komparativen Kostenvorteile.
5. Beziehung zwischen Russland und der EU: Detaillierte Betrachtung der historischen Entwicklung der Energiepartnerschaft, der Infrastrukturprojekte sowie der vertraglichen Rahmenbedingungen.
6. Energiesicherheit in Deutschland: Diskussion des Aspekts der Energiesicherheit, analysiert anhand vergangener Konflikte, Transitprobleme und der Auswirkungen politischer Sanktionen.
7. Kooperationsperspektiven: Aufzeigung des Potenzials für eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen der EU und Russland trotz bestehender politischer und wirtschaftlicher Spannungen.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Interdependenz beider Regionen und das Plädoyer für eine stabile Partnerschaft auf sicherer Rechtsgrundlage.
Energieversorgung, Russland, Europäische Union, Deutschland, Erdöl, Erdgas, Außenhandel, Energiesicherheit, Gazprom, Nord-Stream, Sanktionen, Kostenvorteile, Importabhängigkeit, Wirtschaftsentwicklung, Kooperation.
Die Arbeit untersucht die energiepolitische Abhängigkeit Deutschlands und der EU von russischen Rohstoffimporten unter Berücksichtigung historischer und ökonomischer Faktoren.
Die Schwerpunkte liegen auf der deutschen Energieversorgungsstruktur, der Rolle Russlands als Energielieferant, theoretischen Handelsmodellen sowie der politischen Energiesicherheit.
Das Ziel ist es, die Energiebeziehung zwischen der EU und Russland kritisch zu hinterfragen und Kooperationsmöglichkeiten sowie Risiken zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Literaturstudie sowie der Anwendung außenwirtschaftstheoretischer Konzepte wie der Kostenvorteilslehre.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der russischen Wirtschaft, der Struktur des Energiehandels, der Analyse bilateraler Verträge sowie der Bewertung von Konflikten wie dem russisch-ukrainischen Gaskonflikt.
Wichtige Begriffe sind Energiesicherheit, Nord-Stream, Abhängigkeit, Gazprom, Sanktionen und Energiepartnerschaft.
Aufgrund der historisch gewachsenen Infrastruktur und der gegenseitigen wirtschaftlichen Interdependenz ist eine Zusammenarbeit für beide Seiten vorteilhaft und stabilisierend.
Sie wird als zentrales, aber auch umstrittenes Infrastrukturprojekt betrachtet, das eine direkte Verbindung schafft, jedoch energiepolitisch kontrovers diskutiert wird.
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