Masterarbeit, 2018
104 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Franchising – Grundlagen
2.1.1 Begriffsdefinition Franchising
2.1.2 Rechtliche Grundlagen des Franchisings
2.1.3 Erscheinungsformen des Franchisings am Markt
2.2 Projektmanagement – Grundlagen
2.2.1 Definition Projekt und Projektmanagement nach DIN 69901
2.2.2 Das Stakeholdermanagement im Projektmanagement
2.2.3 Die Phasen des Projektmanagements gemäß DIN 69901
2.3 Prozessmanagement – Grundlagen
2.3.1 Definition Prozess und Prozessmanagement nach ISO 9001
2.3.2 Abgrenzung Prozessmanagement und Projektmanagement
2.4 Change-Management – Grundlagen
3. Der aktuelle Forschungsstand zum Thema der Arbeit
3.1 Analyse des aktuellen Forschungsstands
3.2 Zusammenfassung der Aussagen der Quellen
3.2.1 Risiken der Zusammenarbeit
3.2.2 Chancen der Zusammenarbeit
3.2.3 Herausforderungen der Zusammenarbeit
3.3 Festgestellter Forschungsbedarf
4. Methodik der empirischen Untersuchungen
4.1 Erarbeitung der Hypothesen
4.2 Erarbeitung der Forschungsfragen zur vorliegenden Arbeit
4.3 Methodische Vorgehensweise und Begründung
4.3.1 Die Umfrage mittels Online-Befragung
4.3.2 Die Experteninterviews mittels Interviewleitfaden
4.4 Auswahl der Probanden der Befragung
4.5 Methodenkritik nach Durchführung der Untersuchung
5. Analyse und Interpretation der empirischen Forschungsergebnisse
5.1 Die Ergebnisse der Umfrage im Überblick
5.2 Wesentliche Erkenntnisse der Interviews und deren Interpretation
5.3 Herleitung von Lösungsansätzen für die Praxis
5.3.1 Die Projektinitialisierungsphase
5.3.2 Priorisierung von Innovationen und Auswahl der Projekte
5.3.3 Die Ausgestaltung der Projektplanungsphase
5.3.4 Die aktive Projektarbeit in der Projektsteuerungsphase
5.3.5 Die Projektabschlussphase und die Übergabe der Ergebnisse
5.3.6 Prozessmanagement in Franchise-Unternehmen
6. Conclusio – Anforderungen an ein zeitgemäßes Projekt- und Prozessmanagement in Franchise-Unternehmen
6.1 Die Aufgabenteilung entlang des Projektverlaufs
6.2 Kritische Würdigung und Ausblick
7. Literaturverzeichnis
Ziel dieser Arbeit ist es darzustellen, wie eine ideale Einbindung von Franchisenehmern in die Weiterentwicklung des Franchisesystems durch Projekt- und Prozessmanagement gestaltet werden kann, um eine Lücke zwischen dem Anspruch an Beteiligung und der praktischen Wirklichkeit zu schließen.
2.2.1 Definition Projekt und Projektmanagement nach DIN 69901
Aufgrund ihrer Relevanz in allen Wirtschaftsunternehmen und Ihrer daraus resultierenden, starken Verbreitung in der gängigen Wirtschaftsliteratur, existieren für die Begriffe „Projekt“ und „Projektmanagement“ eine große Anzahl verschiedener Begriffsdefinitionen. An dieser Stelle sollen stellvertretend die Definitionen aus der DIN-Norm 69901 herangezogen werden. Hier wird ein Projekt wie folgt definiert: „Ein Projekt ist ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z.B.: Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Bedingungen, Abgrenzungen gegenüber anderen Vorhaben und projektspezifische Organisation“. Kennzeichnend für ein Projekt sind demgemäß folgenden Punkte: Die Einmaligkeit des Vorhabens, das Vorhandensein einer Zielvorgabe bzw. eines Zielzustands, die bzw. den es zu erreichen gilt, Restriktionen finanzieller, personeller oder sonstiger Natur sowie eine Abgrenzung zur äußeren Umwelt innerhalb des Unternehmens, also eine separate Organisation innerhalb des Unternehmens. In der Realität existieren in jedem Wirtschaftsunternehmen zahlreiche Projekte parallel. Die Projektorganisation ist für die meisten Unternehmen heute selbstverständlich und 74% der Mitarbeiter sind bereits heute in Projekte involviert. Sogenannte „Projektteams“ als Arbeitsgruppen bilden heute mehr und mehr eine unternehmensinterne Parallelwelt zur klassischen Organisation des Unternehmens. In der Praxis werden heute Aufträge der Geschäftsleitung, der Aktionäre, interner Unternehmensbereiche und -abteilungen zur Erreichung bestimmter Veränderungen am Ist-Zustand über das interne „Projektmanagement“ in die Organisation eingesteuert und organisiert. Das „Projektmanagement“ wird durch die DIN 69901 als die „Gesamtheit der Aufgaben der Führung sowie der Organisation“ und durch die „Nutzung bestimmter Managementtechniken für die Abwicklung eines Projekts“ definiert. Es meint also einerseits als Institution denjenigen Teil des Unternehmens, der sich professionell und methodisch strukturiert mit der Vielzahl der zeitgleich bearbeiteten Projekte, deren Abgrenzung zueinander und der Einhaltung der zeitlichen, monetären und inhaltlichen Ziele beschäftigt. Als Managementtechnik verstanden, meint der Begriff andererseits alle Methoden, Regeln und Techniken, die zur Erreichung der Projektziele dienen.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach Einbindung der Franchisenehmer und deren tatsächlicher Beteiligung an Veränderungsprozessen im System.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der für die Arbeit relevanten Begriffe Franchising, Projekt- und Prozessmanagement sowie Change-Management, um einen theoretischen Rahmen zu schaffen.
3. Der aktuelle Forschungsstand zum Thema der Arbeit: Analyse der vorhandenen Literatur zu Risiken, Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer.
4. Methodik der empirischen Untersuchungen: Darlegung der Vorgehensweise, bestehend aus einer Online-Umfrage unter Experten und ergänzenden Experteninterviews, zur Beantwortung der Forschungsfragen.
5. Analyse und Interpretation der empirischen Forschungsergebnisse: Präsentation und Diskussion der Umfrageergebnisse sowie Experteninterviews, gefolgt von einer Herleitung praxisrelevanter Lösungsansätze entlang der Projektphasen.
6. Conclusio – Anforderungen an ein zeitgemäßes Projekt- und Prozessmanagement in Franchise-Unternehmen: Zusammenfassende Darstellung der Anforderungen an eine erfolgreiche Einbindung der Franchisenehmer und Aufgabenteilung entlang des Projektverlaufs.
Franchising, Projektmanagement, Prozessmanagement, Change-Management, Franchisenehmer, Franchisegeber, Weiterentwicklung, Stakeholdermanagement, Innovationsmanagement, Kommunikation, Systemstandard, operative Prozesse, Wissenstransfer, Experteninterviews, empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen bei der Einbindung von Franchisenehmern in das Projekt- und Prozessmanagement von Franchise-Unternehmen, um eine idealtypische Weiterentwicklung des Gesamtsystems zu ermöglichen.
Die zentralen Themen umfassen die Zusammenarbeit zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer, das Management von Veränderungsprozessen (Change-Management), die Kommunikation im System sowie die Methoden zur Ideenfindung und Prozessoptimierung.
Das Ziel ist es, ein generisches Vorgehensmodell zu entwickeln, das aufzeigt, wie Franchisegeber ihre Franchisenehmer aktiv und effektiv in Weiterentwicklungsprozesse einbinden können.
Es wird ein empirischer Forschungsansatz gewählt, der eine standardisierte Online-Befragung von Franchise-Experten mit intensiven, qualitativen Experteninterviews kombiniert.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, der Forschungsstand analysiert, die empirische Methodik beschrieben und die Ergebnisse der Befragungen detailliert interpretiert, um konkrete Lösungsansätze für die Praxis abzuleiten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Franchise-Systeme, Projektmanagementphasen, Stakeholder-Einbindung, Innovationskultur und Wissenstransfer charakterisiert.
Gremien wie Ausschüsse oder ein Beirat dienen laut den Ergebnissen der Arbeit als zentrale Schnittstellen und Sprachrohr der Franchisenehmer, um Feedback zu geben, Ideen einzubringen und als Vermittler zwischen den Parteien zu agieren.
Die Experten betonen, dass strategische Entscheidungen primär beim Franchisegeber liegen, während bei operativen Themen eine stärkere Einbindung der Franchisenehmer notwendig ist, da diese näher am lokalen Markt und Kunden agieren.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere in jungen, weniger reifen Systemen eine stärkere Involvierung der Franchisenehmer erforderlich ist, da diese häufiger stärker zur Expansion beitragen müssen als in sehr reifen, stark standardisierten Systemen.
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