Examensarbeit, 2001
188 Seiten, Note: 3
Einleitung
1. Mathematisches Denken
1.1 Ausgangslage
1.2 Neuropsychologische Voraussetzungen für mathematisches Denken
1.2.1 Die Bedeutung des räumlichen Vorstellungsvermögens für die Entwicklung mathematischen Denkens
1.2.2 Die Bedeutung der visuellen Wahrnehmung für die Entwicklung mathematischen Denkens
1.3 Allgemeine Fähigkeiten im Zusammenhang mit mathematischem Denken
Gedächtnis
Sprache und Sprachverständnis
2. Mathematisches Denken und mögliche Störungen
2.1 Ausgangslage
2.2 Neuropsychologische Störungen
2.2.1 Teilleistungsschwächen im Bereich mathematischen Denkens
2.2.2 Störungen auf der Ebene des Raumes
2.2.3 Störungen auf der Ebene des visuellen Vorstellungsvermögens
2.3 Defizite allgemeiner Fähigkeiten mathematischen Denkens
Störungen auf der Ebene der Gedächtnisleistung
Störungen auf der Ebene der Sprache und des Sprachverständnisses
3. Rechenschwäche
3.1 Ausgangslage
3.2 Erklärungsansätze für eine Rechenschwäche
3.2.1 Ursachen für eine Rechenschwäche im organischen und psychischen oder sozialen Bereich des Schülers
3.2.2 Ursachen für eine Rechenschwäche im didaktischen Bereich
3.3 Präventionen zur Vermeidung einer Rechenschwäche durch das Umfeld des Kindes
3.3.1 Präventionen einer psychogen bedingten Rechenschwäche durch die Eltern
3.3.2 Präventionen einer psychogen bedingten Rechenschwäche durch die Schule
4. Förderung
4.1 Allgemeines
4.2 Die Rechentherapie
4.3 Der Förderunterricht
4.4 Inhaltsübergreifende Fördermöglichkeiten
4.4 Mathematikbezogene Fördermöglichkeiten
4.4.1 Fördermaterialien und didaktisch-methodische Begründungen
4.4.2 Üben, üben, üben
4.5 Anhang zu Kapitel 4.4.1
Foto 1: Einerwürfelchen, Zehnerstangen und Hunderterplatten
Foto 2: Die dreistellige Stellenwerttafel: Hunderter - Zehner - Einer
Anhang 1
Anhang 2
Anhang 3
Anhang 4
5. Diagnostische Verfahren zur Lernstandsbestimmung
5.1 Fixpunkte zur Ermittlung der Lernausgangslage
5.2 Früherkennung
5.3 Förderdiagnostik
5.3.1 Arithmetikprofil
5.3.2 Fehleranalyse
5.3.3 Christina
5.4 Förderkonzept
5.5 Anhang zu Kapitel 5.3.1
6. Einzelförderung einer Schülerin im 3. Schuljahr
6.1 Wie es zu der Einzelförderung kam
6.2 Mengenerfahrungen am Hunderterfeld und Zahlzerlegung
6.2.1 Analyse
6.2.2 Ergebnis
6.2.3 Anhang zu Kapitel 6.2
Anhang 2
Anhang 3
6.3 Halbieren
6.3.1 Analyse
6.3.2 Durchgeführte Förderung
6.3.3 Ergebnis
6.3.4 Anhang zu Kapitel 6.3
Anhang 2
6.4 Stellenwerte
6.4.1 Analyse
6.4.2 Ergebnis
6.4.3 Anhang zu Kapitel 6.4
Anhang 2
6.5 Subtraktion
6.5.1 Analyse
6.5.2 Durchgeführte Förderung
6.5.3 Ergebnis
6.5.4 Anhang zu Kapitel 6.5
Anhang 2
Anhang 3
Anhang 4
Anhang 5
Anhang 8
Anhang 10
Anhang 11
6.6 Geometrie
6.6.1 Die Arbeit mit dem Tangram – Heft
6.6.2 Anhang zu Kapitel 6.6
Anhang 1
Anhang 2
Anhang 3
Anhang 4
Anhang 5
Anhang 6
Anhang 7
Anhang 8
Anhang 9
Anhang 10
Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen und Erscheinungsformen von Rechenschwäche zu analysieren und ein praxisorientiertes Förderkonzept zu entwickeln, welches Schülern mit Schwierigkeiten im Mathematikunterricht gezielt unterstützt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch individuell angepasste Fördermaßnahmen – unter besonderer Berücksichtigung der Einzelförderung – Lernblockaden abgebaut und mathematische Kompetenzen erfolgreich gefestigt werden können.
Die Bedeutung der visuellen Wahrnehmung für die Entwicklung mathematischen Denkens
Beginnen werde ich mit der visuomotorischen Koordination. Damit ist das kontinuierliche Zusammenspiel von Auge und Hand gemeint. Dieses Zusammenspiel beginnt als Entwicklungsprozess: Die taktile Wahrnehmung ist am frühesten funktionsfähig. Im Anschluss daran erfolgt das Sehen, zunächst zufällig, dann gezielt. Als erstes ist es also die Hand oder der Mund, der Informationen über die Umwelt in Erfahrung bringt, die Augen richten sich dann auf das, was ertastet wurde. In der weiteren neurologischen Reifung übernimmt schließlich das Auge die Führung und die Hände folgen ihm, es kommt zur Koordination von Auge und Hand.
Für das mathematische Denken bedeutet die Koordination von Auge und Hand die Grundlage für die visuelle Wahrnehmung und damit die Grundlage zum Erfassen und Begreifen mathematischer Prozesse. Um eine Menge zu erfassen muss das Kind zuvor die Gegenstände in der Hand gehabt und bewegt haben. Über dieses Handeln erwirbt es allmählich eine Vorstellung von dem, was es tut. Nur mit Hilfe eines inneren Vorstellungsbildes kann es später z.B. Rechenaufgaben im Kopf lösen. Die Auge-Hand-Koordination ist somit relevant für die Vorstufen mathematischen Tuns: das Ordnen, das Zuordnen, das Zählen, das Erfahren von Formen.
1. Mathematisches Denken: Dieses Kapitel erläutert die kognitiven und neuropsychologischen Voraussetzungen, die ein Kind benötigt, um erfolgreich mathematische Zusammenhänge zu verstehen und zu verarbeiten.
2. Mathematisches Denken und mögliche Störungen: Hier werden verschiedene Formen von Teilleistungsschwächen und Wahrnehmungsstörungen thematisiert, die das Erlernen mathematischer Grundfertigkeiten beeinträchtigen können.
3. Rechenschwäche: Dieses Kapitel definiert das Phänomen der Rechenschwäche, diskutiert ihre Ursachen aus psychologischer, sozialer und didaktischer Perspektive und beleuchtet Ansätze der Prävention.
4. Förderung: Die Autorin beschreibt allgemeine und spezifische Interventionsmöglichkeiten, wobei der Fokus auf dem Unterschied zwischen therapeutischer Hilfe und unterrichtsbegleitender Förderung liegt.
5. Diagnostische Verfahren zur Lernstandsbestimmung: Hier wird der Prozess der Lernausgangslage durch informelle Tests, Fehleranalysen und qualitative Beobachtungen detailliert dargestellt.
6. Einzelförderung einer Schülerin im 3. Schuljahr: Der praktische Hauptteil dokumentiert die konkrete Förderarbeit mit einer Schülerin, inklusive der angewandten Methoden, der Materialverwendung und der Reflexion der Ergebnisse.
Rechenschwäche, Dyskalkulie, Mathematikdidaktik, Förderung, Lernstörungen, Diagnose, Fehleranalyse, Arithmetik, Geometrie, visuelle Wahrnehmung, Zahlenraum, Lernausgangslage, Invarianz, Handlungsorientierung, Stellenwertsystem.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Ansätzen zur Unterstützung von Schülern, die Schwierigkeiten beim Erlernen mathematischer Kompetenzen aufweisen, mit einem Fokus auf die Einzelförderung.
Zentral sind die neuropsychologischen Voraussetzungen, die Identifizierung von Störungsbildern, diagnostische Verfahren zur Lernstandserhebung sowie didaktische Förderkonzepte.
Das Ziel ist es, den Ursachen von Rechenschwäche auf den Grund zu gehen und durch gezielte, materialgestützte Fördermaßnahmen die Lernentwicklung eines spezifischen Förderkindes zu unterstützen.
Die Autorin kombiniert Literaturanalyse, empirische Beobachtung und eine detaillierte Fallstudie (Einzelförderung), um Strategien zur Überwindung von Rechenschwierigkeiten zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, diagnostische Ansätze (z.B. Fehleranalyse) und die praktische Umsetzung der Förderung (z.B. Arbeit mit Hundertertafel, Rechenkartei, Tangram).
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Rechenschwäche, Förderung, Diagnose, Fehleranalyse und handlungsorientiertes Lernen.
Geometrie dient als motivierendes Element und bietet Schülern mit arithmetischen Schwierigkeiten eine symbolfreie, handlungsorientierte Möglichkeit, Erfolgserlebnisse zu generieren und räumliche Vorstellungen zu schulen.
Es dient der Automatisierung von Basiskompetenzen, um das Arbeitsgedächtnis zu entlasten und das Verständnis mathematischer Operationen durch wiederholtes, strukturiertes Üben zu festigen.
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