Bachelorarbeit, 2015
38 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Hattie Studie „Visible Learning“
2.1 John Hattie
2.2 Die Metaanalyse
2.3 Die Effektstärke
2.3.1 Berechnungsmöglichkeit der Effektstärke
2.3.2 Aussagefähigkeit der Effektstärke
2.4 Das Barometer der Einflüsse
3 Die Bedeutung für den Technikunterricht
3.1 Begriffsbestimmung „Technik“
3.2 Technik in der Sekundarstufe I
3.3 Anforderungen/Kriterien an den Technikunterricht
4 Lehr-Lernmethoden
4.1 Die direkte Instruktion
4.2 Das Problemlösen
4.3 Das Laborexperiment
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Ergebnisse der Meta-Studie „Visible Learning“ von John Hattie auf den Technikunterricht der Sekundarstufe I übertragen werden können. Dabei liegt der Fokus darauf, die Lernwirksamkeit spezifischer Lehr-Lernmethoden aus den MINT-Fächern für den technikorientierten Unterricht zu evaluieren und deren Potenzial zur Förderung technischer Kompetenzen darzulegen.
4.1 Die direkte Instruktion
Eine dieser Lehr-Lernmethoden ist die direkte Instruktion, da sie besonders lernwirksam ist (siehe Abbildung 4.1). Das Barometer zeigt hierfür eine Effektstärke von d=0.59. Sie liegt damit über dem Durchschnitt von d=0.40.
In der Meta-Studie definiert Hattie die direkte Instruktion wie folgt:
„[Eine] Unterrichtsmethode, […] bei welcher die Lehrperson die Lernintentionen und Erfolgs-kriterien bestimmt, diese den Lernenden transparent macht und durch Modellverhalten demonstriert, sowie erfasst und bewertet, ob die Lernenden das Vermittelte verstanden haben, indem das Verständnis überprüft wird, und im Rahmen eines Abschlusses erneut zusammenfasst, was sie gesagt haben“ (Hattie 2013, S. 244).
Dabei verfolgt sie als Unterrichtsmethode aufgrund ihrer Transparenz folgendes Ziel:
„Mit der Direkten Instruktion soll der Leistungsfortschritt der Lernenden beschleunigt werden, d. h. mehr Stoff in kürzerer Zeit unterrichtet werden, auf Transfer jenseits des Auswendiglernens gezielt werden, sequenzielles Lernen angeregt werden und die Leistungsfortschritte der Lernenden ständig überwacht werden, während sie danach streben, ihre anspruchsvollen Ziele“ (ebd.).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar, Lernfortschritte quantitativ zu erfassen und die Relevanz der Hattie-Studie für das Fach Technik zu begründen.
2 Die Hattie Studie „Visible Learning“: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Meta-Analyse von John Hattie sowie die methodische Bedeutung der Effektstärke und des Barometers der Einflüsse erläutert.
3 Die Bedeutung für den Technikunterricht: Hier wird die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf den spezifischen Kontext des Technikunterrichts unter Berücksichtigung deutscher Bildungsstandards und fachlicher Besonderheiten analysiert.
4 Lehr-Lernmethoden: Dieses Kapitel untersucht detailliert die drei Methoden direkte Instruktion, Problemlösen und Laborexperiment und deren Anwendungsmöglichkeiten sowie Lernwirksamkeit im Technikunterricht.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und reflektiert kritisch über die Grenzen und Potenziale der Anwendung wissenschaftlicher Lernmodelle im Technikunterricht.
Visible Learning, John Hattie, Technikunterricht, Effektstärke, Meta-Analyse, Lernwirksamkeit, direkte Instruktion, Problemlösen, Laborexperiment, Sekundarstufe I, MINT, Kompetenzerwerb, Lehr-Lernbedingungen, Konstruktion, Didaktik
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die aus John Hatties Meta-Studie „Visible Learning“ gewonnenen Erkenntnisse zur Lernwirksamkeit auf den Technikunterricht in der Sekundarstufe I angewendet werden können.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Hintergründe der Hattie-Studie, die Definition des Technikbegriffs, die Analyse von Lehr-Lernmethoden sowie die Übertragung dieser Methoden auf technische Konstruktionsaufgaben.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die Hattie-Studie auf den Technikunterricht übertragbar ist und wie lernwirksam spezifische Methoden aus dem naturwissenschaftlichen Bereich in diesem Schulfach sind.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse und eine Meta-Analyse von Daten, ergänzt durch beispielhafte Berechnungen von Effektstärken für den Technikunterricht.
Der Hauptteil analysiert die drei Lehr-Lernmethoden „Direkte Instruktion“, „Problemlösen“ und „Laborexperiment“ und verknüpft diese anhand eines konkreten Konstruktionsbeispiels (Luftkissenboot) mit den theoretischen Ergebnissen der Hattie-Studie.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Visible Learning, Effektstärke, Technikunterricht, direkte Instruktion, Problemlösen und Kompetenzerwerb charakterisiert.
Das Luftkissenboot dient als exemplarisches Praxisbeispiel, um die theoretischen Lernmethoden und die mathematisch-physikalischen Anforderungen anschaulich auf den Technikunterricht zu übertragen.
Aufgrund ihrer Transparenz und der klaren Strukturierung wird die direkte Instruktion als besonders lernwirksam für den Erwerb technischer Fertigkeiten und das Verständnis komplexer Abläufe eingestuft.
Die Herausforderungen liegen in der unterschiedlichen Datenbasis der Ursprungsstudien, der Komplexität des individuellen Lernens und der Tatsache, dass das Fach Technik selbst nicht explizit in der ursprünglichen Meta-Analyse enthalten war.
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