Masterarbeit, 2015
138 Seiten, Note: 2,3
1. Problemstellung
2. Grundverständnis von Gewalt und Kommunikation
2.1 Gewaltbegriff
2.1.1 Enge vs. weite Definition
2.1.2 Abgrenzungen (Gewalt, Aggressionen, Devianz, Konflikt)
2.1.3 Erscheinungsformen von Gewalt
2.2 Begriff der Kommunikation
2.2.1 Anatomie einer Nachricht
2.2.2 „Vier Ohren“ des Empfängers
3. Konflikte im schulischen, privaten und beruflichen Kontext
3.1 Definition sozialer Konflikt
3.2 Konfliktarten
3.3 Konfliktstile
3.4 Konflikte in Beziehungen
3.5 Gruppenkonflikte
3.6 Konflikte in der Schule
3.6.1 Disziplinkonflikte (Konflikte zwischen Lehrer und Schüler)
3.6.2 Konflikte verursacht durch Lehrkräfte
4. Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. ROSENBERG
4.1 Wissenschaftstheoretische Einordnung der GfK
4.2 Definition GfK
4.3 Vier Komponenten der GfK
4.4 Empathie
4.5 Vier-Ohren-Modell nach ROSENBERG
4.6 Forschungsstand zur GfK
5. Fragestellungen
Teil B: Empirische Untersuchung an einer Berufsschule
6. Forschungsmethodisches Vorgehen
6.1 Survey Design
6.2 Ablauf und Situationsanalyse des Trainings
6.3 Erhebung
6.3.1 Durchführung
6.3.2 Erhebungsverfahren
6.3.3 Feldzugang
6.4 Aufbereitung
6.5 Auswertung
6.5.1 Auswertungsablauf
6.5.2 Qualitative Analysetechnik
6.5.3 Quantitative Analysetechnik
7. Ergebnisteil
7.1 Fragestellung A (induktive Kategorienbildung)
7.2 Fragestellung B (induktive Kategorienbildung)
7.3 Hauptfragestellung (deduktive Kategorienanwendung)
8. Kritische Betrachtung der GfK bzw. des Schülertrainings
8.1 Grenzen bezüglich der theoretischen Konzeption
8.2 Grenzen hinsichtlich der praktischen Umsetzung
8.3 Grenzen bezüglich des Schülertrainings
9. Kritische Reflexion des eigenen Forschungsprozesses
10. Resümee und Handlungsempfehlungen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Wirksamkeit eines dreitägigen Trainings der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg im Umfeld eines Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) an einer Berufsschule. Ziel ist es zu ermitteln, ob dieses Training eine Sensibilisierung und Verbesserung der GfK-Komponenten Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Empathie bei den Lernenden bewirkt.
Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. ROSENBERG
Um Konflikte wertschätzend zu begegnen bzw. sie am Entstehen zu hindern, kann die Anwendung der GfK nützlich sein. Die vorherigen Seiten sollten dazu dienen, um ein Grundverständnis fürGewalt und Kommunikation zu bekommen. Darauf aufbauend wird sich nun ausschließlich der gewaltfreien Kommunikation nach ROSENBERG gewidmet.
Bevor es zu einer Definition der GfK bzw. Beschreibung des Modells kommt, soll zunächst auf die Strömungen und Einflüsse eingegangen werden, die die GfK geprägt haben. Da der Begründer der GfK selbst sagt, dass „alles, was in die GfK integriert wurde, ist schon seit Jahrhunderten bekannt“ muss es eine Art Metaebene geben, zu der dieses Konzept eingeordnet werden kann (ROSENBERG 2009, 22).
Das Konzept ROSENBERGS beruht auf einem humanistischen Menschenbild, welches insbesondere in den Grundannahmen der GfK verwurzelt ist. Dieses Menschenbild wurde durch die psychologische Auffassung der Humanistischen Psychologie beeinflusst. Die Humanistische Psychologie entstand während der fünfziger und sechziger Jahre in den Vereinigten Staaten neben den beiden wissenschaftlichen Disziplinen des Behaviorismus und der Psychoanalyse. Aufgrund der zunehmenden Beherrschung der Umwelt und die Absicherung jeglicher menschlicher Bedürfnisse, trat die persönliche Entwicklung und Identität bzw. noch mehr die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Familie, Studium oder dem Arbeitsplatz in den Mittelpunkt, da die Schere zwischen den Bedürfnissen der Menschen und der Gesellschaft immer größer wurde. Charakteristisch für diese psychologische Richtung ist die Erforschung bezüglich des Selbst.
1. Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet Konflikte in verschiedenen Lebensbereichen und hebt insbesondere das hohe Konfliktpotenzial sowie die Bedeutung kommunikativer Kompetenzen im schulischen Umfeld hervor.
2. Grundverständnis von Gewalt und Kommunikation: Hier werden theoretische Grundlagen zu den Begriffen Gewalt und Kommunikation gelegt, wobei unter anderem verschiedene Gewaltformen und das Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun behandelt werden.
3. Konflikte im schulischen, privaten und beruflichen Kontext: Dieses Kapitel definiert soziale Konflikte, untersucht deren Arten und Stile sowie spezifische Ausprägungen von Konflikten in der Schule, insbesondere zwischen Schülern und Lehrkräften.
4. Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. ROSENBERG: Der theoretische Fokus liegt hier auf dem Modell der GfK, dessen wissenschaftstheoretische Einordnung, den vier Komponenten Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte sowie dem Forschungsstand.
5. Fragestellungen: Basierend auf der Theorie werden hier die Forschungsfragen der Arbeit formuliert, die sich auf das Verständnis von Streit und Strategien der Konfliktlösung sowie die Wirksamkeit eines GfK-Trainings beziehen.
6. Forschungsmethodisches Vorgehen: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Design der Studie, einschließlich der Survey-Konzeption, der Erhebung mittels Vignetten, der Aufbereitung der Daten und der angewandten qualitativen wie quantitativen Analysetechniken.
7. Ergebnisteil: Hier werden die empirischen Befunde der Untersuchung dargestellt, differenziert nach den induktiven Kategorien der Fragestellungen A und B sowie der deduktiven Analyse der Hauptfragestellung.
8. Kritische Betrachtung der GfK bzw. des Schülertrainings: Dieses Kapitel hinterfragt die GfK-Konzeption und die praktische Umsetzung kritisch und diskutiert Rahmenbedingungen des durchgeführten Schülertrainings.
9. Kritische Reflexion des eigenen Forschungsprozesses: Eine selbstkritische Auseinandersetzung mit dem methodischen Vorgehen, der Erhebungsphase und der Auswertung der Ergebnisse.
10. Resümee und Handlungsempfehlungen: Abschließend wird ein Fazit gezogen und es werden praxisorientierte Empfehlungen für künftige GfK-Trainings im Bildungskontext ausgesprochen.
Gewaltfreie Kommunikation, GfK, Marshall B. Rosenberg, Schülertraining, Konfliktmanagement, Qualitative Evaluation, Konfliktvignetten, Soziale Kompetenz, Empathie, Bedürfnisnennung, Gefühlswortschatz, Berufsvorbereitungsjahr, Gewaltprävention, Kommunikationstraining, pädagogische Beziehung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der qualitativen Evaluation eines Trainings der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg. Untersucht wird, wie sich ein solches Training auf Schüler im Berufsvorbereitungsjahr an einer Berufsschule auswirkt.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Gewalt, Kommunikation und Konflikten sowie die praktische Anwendung der GfK-Methodik (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte) als Mittel zur Konfliktlösung und zur Stärkung der sozialen Kompetenz.
Das primäre Ziel ist zu erforschen, ob ein dreitägiges GfK-Schülertraining eine Sensibilisierung bzw. Verbesserung der GfK-Komponenten Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Empathie bei den teilnehmenden Lernenden bewirkt.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, ergänzt durch quantitative Analysetechniken. Erhoben wurden Daten durch teilstandardisierte Einzelinterviews mittels Konfliktvignetten an drei verschiedenen Messzeitpunkten (T1 bis T3).
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen, in dem Konzepte von Gewalt, Kommunikation, Konflikten und GfK erläutert werden, sowie einen empirischen Teil, der das methodische Vorgehen, die Ergebnisse der Studie und eine kritische Betrachtung des Trainings umfasst.
Wichtige Begriffe sind Gewaltfreie Kommunikation, Schülertraining, Konfliktmanagement, Qualitative Evaluation, Soziale Kompetenz und Empathie.
Die Arbeit stützt sich auf eine Definition, die eine zielgerichtete direkte Schädigung unter körperlichem Einsatz oder mit psychischen und verbalen Mitteln umfasst, die sich gegen Personen oder Sachen richten kann.
Das Modell der "Vier Ohren" dient dazu, die Vielfalt der Botschaften in einer Nachricht zu verstehen. Die GfK hilft dabei, diese Botschaften besser zu deuten und Empathie zu entwickeln, um statt in Schuldzuweisungen in einen konstruktiven Dialog zu kommen.
Die Studie identifizierte Störfaktoren wie Bahnstreiks, die zu Verspätungen führten, sowie eine hohe Heterogenität der Teilnehmer hinsichtlich Bildung, Alter und Migrationshintergrund, was die Vermittlung der GfK-Inhalte beeinflusste.
In der Untersuchung der Bedürfnisse stellte sich "Interdependenz" (das Bedürfnis nach Kontakt, Nähe und Gemeinschaft) als die mit Abstand am häufigsten genannte Bedürfniskategorie der Lernenden heraus.
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