Bachelorarbeit, 2017
50 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffliche Grundlagen
3 Sprachsensibler Fachunterricht
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Merkmale und Leitlinien des sprachsensiblen Fachunterrichts nach Josef Leisen
3.3 Bildungsteilhabe durch Sprachkompetenz
3.4 Voraussetzungen für gelingenden sprachsensiblen Fachunterricht
3.5 Sprachsensibler Sachunterricht
4 Scaffolding als Prinzip und Methode im sprachsensiblen Fachunterricht
4.1 Ursprünge des Scaffolding
4.2 Grundidee des Scaffoling
4.3 Die drei Phasen der Umsetzung des Scaffolding als Methode nach Quehl und Trapp
4.3.1 Phase 1: Aktivitäten in kleinen Gruppen
4.3.2 Phase 2: Angeleitetes Berichten
4.3.3 Phase 3: Unterschiedliche Anlässe zum Gebrauch kontextunabhängiger Sprache
5 Scaffolding im Sachunterricht am Beispiel einer Unterrichtseinheit zur Gesundheitserziehung
5.1 Bedeutung des Themas
5.2 Zum Verständnis von Gesundheit
5.3 Gesundheitserziehung in der Grundschule
5.4 Exemplarische Unterrichtseinheit unter Berücksichtigung der Scaffolding Methode
6 Resümee
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung eines sprachsensiblen Fachunterrichts in der Grundschule, wobei das Konzept des "Scaffolding" als zentrales didaktisches Instrument für das Fach Sachunterricht analysiert und in einer exemplarischen Unterrichtseinheit konkretisiert wird.
3.1 Begriffsbestimmung
Sprachliches und fachliches Wissen lassen sich nicht getrennt voneinander vermitteln, sie sind miteinander verbunden und bedingen sich gegenseitig. In jedem Schulfach ist Sprache zum Lernen unverzichtbar und es ist daher nachvollziehbar, dass durch eingeschränkte Sprachkompetenzen Bildungsbenachteiligungen entstehen (vgl. Michalak 2015, S. 10).
Das Konzept des sprachsensiblen Fachunterrichts geht auf diese Problematik ein. Entwickelt wurde es von Prof. Dr. Josef Leisen in den 1990er Jahren und findet seit Mitte der 2000er Jahre insbesondere im Bereich DaZ Beachtung. Er hebt den bewussten Umgang mit Sprache im Fachunterricht hervor, damit das fachliche Lernen nicht durch sprachliche Schwierigkeiten erschwert wird. Er bezeichnet den sprachsensiblen Fachunterricht als ein „Sprachlernen im CALP-Sprachbad“ (Leisen 2011, S. 13), hier entsteht der Bezug zu Jim Cummins Konzept der Sprachebenen.
„Sprache ist in jedem Fachunterricht das entscheidende Lernmedium: Die Lerninhalte werden durch Sprache vermittelt und erworben“ (Michalak 2015, S. 5). Hinzu kommt, dass nur mithilfe von Sprache Leistungsüberprüfungen stattfinden können.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die wachsende Herausforderung, sprachliche Barrieren im Fachunterricht durch sprachsensible Ansätze abzubauen, um Bildungsteilhabe für alle Kinder zu gewährleisten.
2 Begriffliche Grundlagen: Es werden zentrale Sprachregister wie Alltagssprache, Bildungssprache und Fachsprache sowie deren Bedeutung für den Schulerfolg und die kognitive Begriffsbildung erläutert.
3 Sprachsensibler Fachunterricht: Dieses Kapitel definiert den sprachsensiblen Unterricht, beleuchtet die Rolle der Sprachkompetenz für die gesellschaftliche Teilhabe und stellt Anforderungen an Lehrkräfte sowie notwendige Voraussetzungen für den Unterrichtserfolg dar.
4 Scaffolding als Prinzip und Methode im sprachsensiblen Fachunterricht: Die Arbeit analysiert das Scaffolding als didaktisches Konzept und stellt die dreiphasige methodische Umsetzung nach Quehl und Trapp vor, die als Gerüst für den Lernprozess dient.
5 Scaffolding im Sachunterricht am Beispiel einer Unterrichtseinheit zur Gesundheitserziehung: Das Kapitel verknüpft die theoretische Methode mit einem praktischen Anwendungsbeispiel zur Gesundheitserziehung im Sachunterricht der Grundschule.
6 Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass sprachsensibler Unterricht durch Scaffolding die Bildungssprache im Sachunterricht fördern kann und plädiert für eine stärkere Sensibilisierung in der Lehrerausbildung.
Sprachsensibler Fachunterricht, Scaffolding, Sachunterricht, Bildungssprache, Alltagssprache, Gesundheitserziehung, Sprachbildung, Grundschule, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Sprachförderung, Lernmedien, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsinteraktion, Inklusion.
Die Arbeit behandelt die Notwendigkeit, Fachunterricht sprachsensibel zu gestalten, um allen Kindern – unabhängig von ihrer Herkunft – einen Zugang zu Bildungsinhalten zu ermöglichen.
Die zentralen Felder umfassen die Abgrenzung von Sprachregistern, die Theorie des Scaffolding sowie die praktische Anwendung dieser Methode im Bereich der Gesundheitserziehung im Sachunterricht.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das didaktische Konzept des Scaffolding konkret im Sachunterricht umgesetzt werden kann, um Lernprozesse sprachlich zu stützen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die aktuelle fachdidaktische Literatur analysiert und eine eigene, exemplarische Unterrichtseinheit auf Basis des Phasenmodells von Quehl und Trapp entwirft.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Sprache, die Erläuterung des Scaffolding-Modells und die Übertragung dieser Erkenntnisse auf ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus der Gesundheitserziehung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Scaffolding, sprachsensibler Fachunterricht, Bildungssprache, Sprachbildung und Sachunterricht.
Viele Kinder beherrschen zwar die Alltagssprache, scheitern jedoch an den Anforderungen der Bildungssprache, die für den schulischen Erfolg und die Teilnahme am fachlichen Diskurs zwingend erforderlich ist.
Die Arbeit stellt ein phasenweises Modell vor, das durch "Mikro-Scaffolding" und konkrete Hilfestellungen wie Wortlisten oder vorgegebene Satzanfänge den Lernenden schrittweise Eigenständigkeit ermöglicht.
Im Gegensatz zu rein inhaltlich orientiertem Unterricht wird hier die Sprache als grundlegendes Medium des Lernens systematisch bei der Planung und Durchführung mitgedacht.
Sie betont, dass Lehrkräfte unabhängig von ihrem Fach speziell auf sprachsensibles Unterrichten vorbereitet werden müssen, da Sprache die Basis für jegliches fachliche Lernen darstellt.
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