Bachelorarbeit, 2018
46 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Lese-Rechtschreibschwäche
2.1. Was ist Lese-Rechtschreibschwäche?
2.2. Ursachen und Auswirkungen
2.3. Förderung von Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche
3. Neue Medien in der Schule
3.1. Computer
3.2. Tablets
4. Förderung von Kindern mit LRS durch den Einsatz neuer Medien
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern der Einsatz neuer Medien wie Computer und Tablets die schulische Förderung von Kindern mit einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) unterstützen kann, um deren Schriftspracherwerb zu verbessern und die damit verbundene psychosoziale Belastung zu reduzieren.
2.1. Was ist Lese-Rechtschreibschwäche?
Mit der Erscheinung des ersten Buchs zum Problem der Legasthenie im Jahre 1966 hat sich die Definition des Begriffs „Legasthenie“ verschoben. Unter der kausalen Verwendung wird Legasthenie als angeborene Wortblindheit bzw. als Spezialfall einer Lesestörung bei Kindern mit mindestens durchschnittlicher Intelligenz verstanden. Deskriptiv verwendet steht Legasthenie als Sammelbegriff für jegliche Arten von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Unzählige Forscherinnen und Forscher haben sich zur Debatte Legasthenie vs. Lese-Rechtschreibschwäche geäußert. Im Folgenden soll sich jedoch vor allem auf Morgan, Ranschburg und Linder konzentriert werden.
In der medizinischen Literatur lieferte 1896 der englische Augenarzt Pringle Morgan die erste Beschreibung von Lese-Rechtschreibschwäche unter dem Begriff „angeborene Wortblindheit.“ Morgan sprach einem normalbegabten Jungen mit großen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben einen angeborenen Hirnschaden im „Lesezentrum“ zu. Neben der angeborenen (kongenitalen) Wortblindheit stand die erworbene Wortblindheit, auch Alexie genannt, auf die Adolf Kussmaul seine Aufmerksamkeit richtete. Malmquist zufolge war Kussmaul der erste, der diese Art der Leseunfähigkeit als eine spezielle Krankheit betrachtete: „Der Patient hat trotz seines Seh- und Sprechvermögens und seines intakten Intellektes eine Fähigkeit verloren, die er vorher besessen hat: zu lesen und zu verstehen“ und sei nicht in der Lage, bestimmte Wortsymbole zu identifizieren. Sowohl angeborene, als auch erworbene Hirnschäden galten zu dieser Zeit in der medizinischen Forschung als Hauptursache der Lese-Rechtschreibschwäche.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung von Lese- und Schreibkompetenzen als zentrale Kulturtechniken und stellt die Forschungsfrage, ob neue Medien wie Computer und Tablets Kinder mit LRS effektiv unterstützen können.
2. Lese-Rechtschreibschwäche: Dieses Kapitel definiert den Begriff LRS, beleuchtet historische sowie aktuelle Ursachen (wie auditive oder visuelle Wahrnehmungsstörungen) und diskutiert Auswirkungen auf die Persönlichkeit sowie bewährte Förderansätze.
3. Neue Medien in der Schule: Es wird die Rolle der Medienkompetenz als moderne Kulturtechnik untersucht und die spezifische Bedeutung von Computern und Tablets als Unterrichtswerkzeuge und Lernmedien analysiert.
4. Förderung von Kindern mit LRS durch den Einsatz neuer Medien: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor erörterten Förderansätze mit dem Einsatz digitaler Medien, etwa durch spezielle Lernsoftware oder den Spracherfahrungsansatz, und beleuchtet deren didaktischen Nutzen.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass neue Medien bei fachgerechter didaktischer Einbettung und persönlicher Begleitung durch die Lehrkraft wertvolle Impulse für die LRS-Förderung geben können.
Lese-Rechtschreibschwäche, LRS, Legasthenie, Neue Medien, Computer, Tablets, Schriftspracherwerb, Medienkompetenz, Förderunterricht, Lernsoftware, Wahrnehmungsstörungen, Inklusion, Schulpädagogik, Didaktik, Schriftsprache.
Die Arbeit untersucht das Potenzial digitaler Medien (Computer, Tablets) zur Unterstützung und Förderung von Kindern mit einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) im schulischen Kontext.
Die Arbeit behandelt die Definition und Ursachen der LRS, die Entwicklung der Medienkompetenz in der Schule sowie den konkreten Einsatz von Software und Hardware in der individuellen Lernförderung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie digitale Medien zur Verbesserung der Lese- und Rechtschreibleistung beitragen können, ohne dabei das pädagogische Fachwissen und die Rolle des Lehrers als unverzichtbare Mentoren zu ersetzen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem Vergleich aktueller wissenschaftlicher Diskurse zur LRS-Förderung und Mediendidaktik basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlagenarbeit zu LRS, die medienpädagogische Einordnung in der Schule und die praktische Untersuchung, wie Computerprogramme und Apps als Werkzeuge in der LRS-Förderung fungieren.
LRS, Legasthenie, Medienkompetenz, digitale Bildung, schriftsprachliche Förderung und individuelles Lernen sind die zentralen Begriffe.
Das „Monster Lurs“ ist eine zentrale Figur des sozialen Unternehmens LegaKids, die dazu dient, den Kindern die Angst zu nehmen und die Problematik der LRS spielerisch sowie kindgerecht zu enttabuisieren.
Die Arbeit betont, dass digitale Medien nur als Werkzeuge dienen können; eine didaktisch hochwertige Aufbereitung, individuelle Beziehungsarbeit und das Eingehen auf die Gesamtpersönlichkeit des Kindes erfordern weiterhin die professionelle Begleitung durch eine Lehrkraft.
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