Examensarbeit, 2001
135 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Antonín Dvoák
2.1 Einleitung
2.2 Kindheit
2.3 Politische Einflüsse und persönliches Umfeld
2.4 Musikalische Ausbildung bis 1857
2.5 Weitere musikalische Ausbildung an der Prager Orgelschule
2.6 Musikerjahre
2.7 Komponist in Prag
2.8 Bekanntwerden Dvoáks außerhalb Prags
2.9 England
2.10 In der Neuen Welt (1892 – 1895)
2.11 Die letzten Jahre
2.12 Weitere Anmerkungen zu seinem Leben
3. Programmmusik und Symphonische Dichtung
3.1 Einleitung
3.2 Programmmusik
3.2.1 Allgemeines zum Begriff
3.2.2 Das Programm
3.2.3 Entstehung der Programmmusik
3.3 Die Symphonische Dichtung
3.3.1 Allgemeines zum Begriff
3.3.2 Formen der Symphonischen Dichtung
3.3.3 Die Symphonische Dichtung in Böhmen und Mähren
3.4 Tonmalerei
4. Die Entstehung der Symphonischen Dichtungen Der Wassermann op. 107 und Die Mittagshexe op. 108
4.1 Der Schaffensprozess Antonín Dvoáks
4.1.1 Allgemeines
4.1.2 Die Stadien seines Schaffensprozesses
4.2 Der Verfasser der literarischen Vorlage: Karel Jaromír Erben
4.3 Die literarische Vorlage
4.4 Die Entstehung der Symphonischen Dichtungen im einzelnen
4.4.1 Erstes Stadium: Begeisterung für die literarische Vorlage
4.4.2 Zweites und drittes Stadium
4.4.3 Viertes und fünftes Stadium
5. Die Mittagshexe (Polednice) op. 108 (Analyse)
6. Der Wassermann (Vodník) op. 107 (Analyse)
7. Zusammenfassende und abschließende Bemerkungen zu Dvoáks Symphonischen Dichtungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Gestaltung der Symphonischen Dichtungen "Die Mittagshexe" und "Der Wassermann" von Antonín Dvořák. Ziel ist es, die biographischen Einflüsse, die methodischen Grundlagen der Programmmusik sowie den konkreten Schaffensprozess des Komponisten in Bezug auf die literarischen Vorlagen von Karel Jaromír Erben zu analysieren.
4.1.1 Allgemeines
Vielfach wird in der Musikkritik der Eindruck der Ungezwungenheit und des Natürlichen, der Spontaneität und des unmittelbar Ansprechenden an Dvoáks Schaffen hervorgehoben, von dem auch zweifelsohne viele seiner Werke geprägt sind. Darüber hinaus finden sich Vorstellungen, dass „Dvoáks Kunst [...] oft mehr das naive, instinktmäßige Schaffen des musikalischen Glückskindes [verrät], dem die Quellen überall willig entgegenspringen, so daß er sie nur einfach, ohne viel tiefdenkerischen Aufwand, auszuschöpfen braucht“ oder dass Dvoáks Komponieren als „unreflexiv, mit Einfällen gesegnet, ohne Anstrengung schaffend“ gesehen wird. Dass aber seine natürlich und unmittelbar wirkende Musik das Ergebnis einer umfangreichen und vielschichtigen Arbeit war, wird an den Stadien seines Schaffensprozesses deutlich. Diese Stadien umfassen lt. Döge im Wesentlichen: Anlass und Begeisterung, Nachdenken, Skizzierung, Ausarbeitung, Überarbeitung.
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstandes und der Motivation des Autors zur Beschäftigung mit Dvořáks Symphonischen Dichtungen.
2. Antonín Dvoák: Umfassende biographische Darstellung, die den Lebensweg, Einflüsse und kompositorische Entwicklung des Komponisten erläutert.
3. Programmmusik und Symphonische Dichtung: Theoretische Herleitung der Gattungsbegriffe und deren Bedeutung im 19. Jahrhundert sowie die Einbettung in den tschechischen Kontext.
4. Die Entstehung der Symphonischen Dichtungen Der Wassermann op. 107 und Die Mittagshexe op. 108: Detaillierte Untersuchung des Schaffensprozesses, der Rolle der literarischen Vorlagen von Karel Jaromír Erben und der Arbeit mit Skizzen.
5. Die Mittagshexe (Polednice) op. 108 (Analyse): Analytische Durchdringung der musikalischen Struktur und des Programms der Komposition.
6. Der Wassermann (Vodník) op. 107 (Analyse): Analytische Untersuchung von Struktur, Form und inhaltlicher Umsetzung des Programms.
7. Zusammenfassende und abschließende Bemerkungen zu Dvoáks Symphonischen Dichtungen: Synthese der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung der Werke im Gesamtkontext von Dvořáks Schaffen.
Antonín Dvořák, Symphonische Dichtung, Programmmusik, Karel Jaromír Erben, Die Mittagshexe, Der Wassermann, Musikalische Analyse, Kompositionsprozess, Böhmische Musikgeschichte, Musikalischer Realismus, Leitmotiv, Skizzenmaterial, Romantik, Orchestrierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung, Struktur und Gestaltung von zwei bedeutenden symphonischen Dichtungen Antonín Dvořáks, basierend auf den Balladen von Karel Jaromír Erben.
Die zentralen Themen sind die biographische Prägung des Komponisten, die theoretischen Gattungsdefinitionen der Programmmusik und eine tiefgehende Analyse des Schaffensprozesses.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Dvořáks Werke das Resultat einer strukturierten und bewussten kompositorischen Arbeit sind und keine rein "naiven" Produkte eines Glückskindes darstellen.
Der Autor nutzt vorwiegend biographische Quellen, musikwissenschaftliche Fachliteratur sowie eine detaillierte Analyse der erhaltenen Skizzen und Partituren der Werke.
Im Hauptteil werden der Schaffensprozess, die literarischen Vorlagen, sowie eine systematische Analyse der Musikstücke "Die Mittagshexe" und "Der Wassermann" unter Heranziehung von Notenbeispielen dargelegt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Symphonische Dichtung, Programmmusik, volkstümliche Gestaltungsprinzipien, Leitmotivik und der musikalische Realismus.
Erben lieferte durch seine Balladensammlung "Kytice" die literarische Grundlage, deren dramatische Stoffe und nationale Prägung Dvořák maßgeblich zur Komposition seiner Tondichtungen inspirierten.
Das Skizzenmaterial ist essenziell, da es die bewusste Auseinandersetzung Dvořáks mit der Textdeklamation, dem Rhythmus und der motivischen Entwicklung belegt und somit die These der reflektierten Kompositionsweise stützt.
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