Bachelorarbeit, 2015
31 Seiten, Note: 1,00
Einführung
Methode
Probanden
Stimuli
Experimentaldesign und Durchführung
Elektrophysiologische Aufzeichnungen
Datenanalyse
Ergebnisse
Verhaltensdaten
EEG-Daten
Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der N2pc-Komponente ereigniskorrelierter Potenziale bei fehlerhaft beantworteten Durchgängen in visuellen Suchaufgaben. Dabei wird analysiert, inwieweit die Kongruenz der räumlichen Anordnung von Zielreiz und salientem Distraktor die neuronalen Prozesse und die Fehlerentstehung beeinflusst.
Einführung
Die erfolgreiche Bewältigung visueller Suche im Alltag bereichert uns allgemein. Im Supermarkt reicht uns oft ein kurzer Blick ins Regal, um zwischen Mengen an verschiedenen Lebensmitteln genau das zu finden, was wir gesucht haben. Auf der Straße erkennen wir die Person, auf die wir warten, oft schon von weitem zwischen all den anderen Menschen, die uns entgegenkommen. Das spart nicht nur Zeit, sondern schont auch unsere Ressourcen: Wir müssen nicht jede Verpackung einzeln zur Hand nehmen, um ihren genauen Inhalt zu erkennen und wir müssen nicht jede Person von Kopf bis zu Fuß betrachten, um zu erkennen, ob es sich um diejenige handelt, auf die wir warten.
Trotzdem können wir nicht vollständig vermeiden, aufgrund von Verwechslung einen Fehlkauf zu tätigen oder eine völlig fremde Person anzusprechen, im Glauben, es wäre eine bekannte. Die aktuelle Hirnforschung befasst sich zunehmend mit dem Prozess der fehlerhaften Bearbeitung visueller Suchaufgaben (z.B. Heitz et al., 2010; Mazza et al., 2009; Wolfe, 2007). Hierbei werden Fragen nach der Entstehung von Fehlern behandelt, sowie die neuronalen Prozesse bei unzutreffender Beantwortung untersucht. Bei der Bearbeitung visueller Suchaufgaben stellt die Darbietung eines Zielreizes sowie mehrerer Distraktoren eine mehrdeutige Situation für das Gehirn dar (Treisman & Schmidt, 1982).
Einführung: Der theoretische Rahmen beleuchtet die Bedeutung visueller Suche, die Entstehung von Fehlern und die Rolle der N2pc-Komponente in der aktuellen neuropsychologischen Forschung.
Methode: In diesem Kapitel werden das Versuchsdesign mit 25 Probanden, die verwendeten Stimuli, das Ablaufprotokoll sowie die elektrophysiologischen Aufzeichnungs- und Analyseverfahren (EEG/EOG) detailliert beschrieben.
Ergebnisse: Die statistische Auswertung der Verhaltensdaten und der EEG-Ableitungen zeigt signifikante Einflüsse der Reizkongruenz und der Korrektheit der Antwort auf die N2pc-Amplitude auf.
Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext bestehender Theorien interpretiert, wobei insbesondere die überraschend hohe N2pc bei Fehlern in kongruenten Bedingungen auf Basis unterschiedlicher Aufmerksamkeitsmodelle diskutiert wird.
N2pc, visuelle Suche, Ereigniskorrelierte Potenziale, salienter Distraktor, Kongruenz, Aufmerksamkeitslenkung, Bottom-Up, Top-Down, Fehlerverarbeitung, neuronale Aktivität, Reaktionszeit, ERP, Elektroenzephalografie, visuelle Aufmerksamkeit, Stimulusverarbeitung.
Die Arbeit untersucht, wie das Gehirn auf fehlerhafte Antworten bei visuellen Suchaufgaben reagiert und welche neuronalen Korrelate (insbesondere die N2pc) dabei messbar sind.
Die zentralen Themen umfassen die visuelle selektive Aufmerksamkeit, das Auftreten von Distraktion durch saliente Reize sowie die neurophysiologische Erforschung von Fehlermechanismen mittels EEG.
Das primäre Ziel ist es zu verstehen, warum Probanden bei visuellen Suchaufgaben Fehler begehen und wie sich diese Fehler im N2pc-Signal widerspiegeln, abhängig von der räumlichen Konfiguration der Reize.
Es wurde ein experimentelles Design gewählt, bei dem Probanden visuelle Suchaufgaben unter verschiedenen Kongruenzbedingungen bearbeiteten, während gleichzeitig ihre Hirnstromaktivität (EEG) aufgezeichnet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die N2pc-Forschung, die detaillierte Beschreibung des methodischen Versuchsaufbaus sowie die anschließende Präsentation und Diskussion der Verhaltens- und EEG-Daten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören N2pc, visuelle Suchaufgabe, Kongruenz, Aufmerksamkeitssteuerung (Bottom-Up/Top-Down) und ereigniskorrelierte Potenziale.
Die Kongruenz beeinflusst, ob Zielreiz und Distraktor auf der gleichen oder verschiedenen Bildschirmhälften liegen, was wiederum die Aufmerksamkeitslenkung und damit die N2pc-Amplitude maßgeblich verändert.
Die Autorin stellt fest, dass eine N2pc auch bei fehlerhaften Antworten auftritt, und diskutiert dies als Hinweis auf eine unbewusste Fehlsteuerung der Aufmerksamkeit oder ein Versagen bei der Selektion des Zielreizes.
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