Bachelorarbeit, 2014
62 Seiten
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund und methodische Grundlagen
2.1. Unerwiderte Liebe
2.2. Liebeskummer
2.3. Zurückweisung
2.4. Selbstwertgefühl
2.5. Messungen
3. Forschungsfrage und weitere Fragestellungen
4. Methode
4.1. Vorgehen
4.2. Ein- und Ausschlusskriterien für Literatur
4.3. Einbezogene Quellen
5. Ergebnisse
5.1. Bindungstheorie
5.2. Liebesstile
5.3. Risikoregulierung
5.4. Selbstbestätigungstheorie
5.5. Physiologische Reaktionen auf Zurückweisung
6. Diskussion
6.1. Begrenzungen der Untersuchung
6.2. Perspektiven für die zukünftige Forschung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Selbstwertgefühls auf die Reaktion von Menschen auf romantische Zurückweisung. Ziel ist es, durch eine systematische Analyse von Fachstudien zu ergründen, wie individuelle Unterschiede in der psychologischen Konstitution und physiologischen Stressreaktivität das Erleben und Verarbeiten von Liebeskummer und Zurückweisung moderieren.
2.3. Zurückweisung
Das Fortbestehen der Menschheit beruht mitunter auf ihren außerordentlichen sozialen Fähigkeiten. Fürsorge und Verbundenheit, die zwei Schlüsselelemente der Liebe, sind nicht nur für das Überleben im Kindesalter, sondern auch für das physische und psychische Wohlbefinden über die gesamte Lebensspanne essentiel. Es ist bekannt, dass sozialer Rückhalt, definiert als das Bewusstsein geliebt und wertgeschätzt zu werden und darüber hinaus Teil eines sozialen Netzwerks zu sein, nachweislich mit einer verringerten Krankheits- und Sterberate zusammenhängt (Guerra, Sánchez-Adam, Anllo-Vento, Ramírez, & Vila, 2012). Bereits in der Antike war die Verbannung aus der Gemeinschaft innerhalb des Scherbengerichts, beziehungsweise des Ostrazismus eine äußerst schwerwiegende Form der sozialen Ächtung (Stapf, 2014). Soziale Zurückweisung, besonders im Kontext der romantischen Beziehung, verursacht ein tiefgreifendes Verlustgefühl und negative Emotionen (Aron, 2005). Zurückweisung kennzeichnet den Verlust einer potenziell bedeutungsvollen Beziehung. Allein das Ende einer solchen Bindung kann verheerende Auswirkungen haben. Überdies gehen die Auswirkungen der Zurückweisung weit über das Zerbrechen der Beziehung hinaus. Zurückweisung kann als Hinweis darauf ausgelegt werden, dass einem die ausschlaggebenden Persönlichkeitseigenschaften fehlen, die einem zu einem begehrenswerten Beziehungspartner machen. Dementsprechend löst Zurückweisung nicht nur eine mögliche bedeutungsvolle Bindung auf, sondern gefährdet darüber hinaus das Gefühl für den eigenen Wert (Leary, 2001). Auch in Maslows Bedürfnispyramide, in welcher die menschlichen Bedürfnisse nach ihrer Dringlichkeit geordnet sind, nehmen soziale Bedürfnisse nach den physiologischen und den Sicherheitsbedürfnissen die dritt wichtigste Position der Defizitmotive ein, deren Erfüllung sogar zur Vermeidung von Krankheit führt. Das vierte Defizitmotiv stellen die Wachstumsbedürfnisse dar, auf deren Grundlage das Selbstwertgefühl aufbaut (Kerpen, 2007).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der unerwiderten Liebe und die Relevanz des Selbstwertgefühls als zentrales Konstrukt bei romantischer Zurückweisung.
2. Theoretischer Hintergrund und methodische Grundlagen: Detaillierte Erläuterung der psychologischen Konstrukte wie unerwiderte Liebe, Liebeskummer, Bindungstheorien und die methodischen Messverfahren zur Erhebung des Selbstwerts.
3. Forschungsfrage und weitere Fragestellungen: Formulierung der zentralen Forschungsfrage und Ableitung untergeordneter Fragestellungen zur wissenschaftlichen Untersuchung.
4. Methode: Darstellung des Vorgehens bei der Literaturrecherche und Definition der Kriterien für die Auswahl der einbezogenen Studien.
5. Ergebnisse: Ausführliche Analyse der acht herangezogenen Studien hinsichtlich Bindungsstilen, Liebesstilen, Risikoregulierung, Selbstbestätigung und physiologischer Prozesse.
6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage, kritische Reflexion der Untersuchungsgrenzen und Aufzeigen von Perspektiven für künftige Forschungsarbeiten.
Selbstwertgefühl, romantische Zurückweisung, unerwiderte Liebe, Liebeskummer, Bindungsstil, Risikoregulierung, Selbstschutzmechanismen, Bindungstheorie, Stresshormone, Cortisol, psychologische Resilienz, interpersonale Ablehnung, Selbstbestätigungstheorie, Liebesstile, emotionale Reaktivität.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie das Selbstwertgefühl die psychologische und physiologische Reaktion von Menschen auf eine romantische Zurückweisung beeinflusst.
Zu den Kerngebieten zählen die Bindungstheorie, unterschiedliche Liebesstile, Mechanismen der Risikoregulierung in Partnerschaften sowie die physiologischen Stressreaktionen des Körpers.
Die zentrale Frage lautet: Reagieren Menschen in Abhängigkeit von ihrem Selbstwertgefühl unterschiedlich auf romantische Zurückweisung?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einem systematischen Literaturreview basiert, bei dem die Ergebnisse aus acht spezifischen psychologischen Studien analysiert und diskutiert werden.
Der Hauptteil analysiert, wie Bindungsstile, Liebesstile und Selbstschutzmechanismen bei Menschen mit verschieden hohem Selbstwertgefühl in Krisensituationen (wie der Zurückweisung) intervenieren.
Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Selbstwertgefühl, romantische Zurückweisung, Liebeskummer, Bindungsstile und Stressreaktivität geprägt.
Personen mit geringem Selbstwertgefühl zeigen häufiger maladaptive Reaktionen, wie Selbstvorwürfe, eine stärkere Abwendung vom Partner und erhöhte Cortisolwerte als Reaktion auf die als Bedrohung wahrgenommene Ablehnung.
Die Bindungstheorie dient dazu, interindividuelle Unterschiede in der Beziehungsverarbeitung zu erklären; besonders ängstlich gebundene Personen zeigen in den untersuchten Studien ein höheres Risiko für Liebeskummer.
Es erklärt den Konflikt zwischen dem Wunsch nach Verbundenheit und dem Bedürfnis nach Selbstschutz, wobei Menschen mit hohem Selbstwert eher dazu neigen, trotz Risiken in die Beziehung zu investieren.
Studien in der Arbeit legen nahe, dass Selbstbestätigung zwar das allgemeine Befinden verbessern kann, aber nicht notwendigerweise das spezifisch durch die Zurückweisung beeinträchtigte Selbstwertgefühl auf lange Sicht heilt.
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