Diplomarbeit, 2004
92 Seiten, Note: sehr gut
1 Klassische Extremwertstatistik und Extrema von random walks
1.1 Die klassischen Extremwertverteilungen
1.2 Lévy-Verteilungen
1.3 Random walks und das Brownsche Reflexionsprinzip
2 Algorithmen und Tests
2.1 Zufallszahlengeneratoren und Tests
2.2 Tests der numerischen Parameter mit Hilfe der Extremwertverteilungen
2.2.1 Extremwertverteilung gaußverteilter Zufallszahlen
2.2.2 Extremwertverteilung von Lévy verteilten Zufallszahlen
2.2.3 Zusammenfassung
3 Empirie von Preisschwankungen und das Black-Scholes-Modell
3.1 Derivate
3.2 Das Lévy stabile 'nicht-Gauß' Modell
3.3 Student'sche t-Verteilung und Mischungen von Gaußverteilungen
3.4 Die abgeschnittene Lévy-Verteilung
3.5 Empirische Ergebnisse zu Aktienkursen in Bezug auf die Extremwertstatistik
3.6 Das Black-Scholes-Modell
4 Die Simulationen und ihre Ergebnisse
4.1 Verteilung der Summe von abgeschnittenen Lévy-Verteilungen
4.2 Rekurrenzen
4.3 Interessantes im Hinblick auf die klassische Extremwertstatistik
4.4 Die Bewertung pfadabhängiger Derivate
Die Arbeit untersucht quantitative Aspekte stochastischer Prozesse mittels Computersimulationen, insbesondere im Hinblick auf Extremwertstatistik, Rekurrenzen und deren Anwendung bei der Bewertung pfadabhängiger Finanzderivate. Ein zentrales Ziel ist es, Grenzen der Anwendbarkeit gaußscher Modelle (wie Black-Scholes) aufzuzeigen und alternative Modelle basierend auf Lévy-Prozessen zu evaluieren.
3.2 Das Lévy stabile 'nicht-Gauß' Modell
Das erste Modell, das in Betracht gezogen wird, berücksichtigt die Leptokurtik der Wahrscheinlichkeitsdichte von Preisschwankungen. Mit Leptokurtik wird die schmale Glockenform einer Wahrscheinlichkeitsdichte beschrieben (griech.: leptos = dünn, schmal; kyrtos=gekrümmt). Z.B. zeigt eine Lorentz-Verteilung gegenüber einer Gaußverteilung leptokurtisches Verhalten. Mandelbrot schlug bereits 1963 Lévy-stabile Inkremente vor, um Baumwollpreise zu modellieren, da große Preisveränderungen viel öfter auftreten als in einem Gauß-Modell. Seine Ergebnisse wurden 1965 von Fama untermauert, der die Aktienpreise der New York Stock Exchange untersuchte.
1 Klassische Extremwertstatistik und Extrema von random walks: Einführung in die mathematischen Grundlagen von Extremwerten und deren asymptotisches Verhalten in statistischen Systemen.
2 Algorithmen und Tests: Beschreibung der zur Simulation verwendeten Zufallszahlengeneratoren sowie statistische Verfahren zur Validierung der numerischen Ergebnisse.
3 Empirie von Preisschwankungen und das Black-Scholes-Modell: Darstellung der Marktdynamik, der Grenzen des Gauß-Modells bei extremen Kursbewegungen und Einführung der Lévy-Stabilen Modelle.
4 Die Simulationen und ihre Ergebnisse: Durchführung und Auswertung der Computersimulationen zur Konvergenz von Lévy-Prozessen, sowie Analyse von Rekurrenzzeiten und deren Bedeutung für die Derivatebewertung.
Extremwertstatistik, Lévy-Verteilung, Computersimulation, Finanzderivate, Black-Scholes-Modell, Brownsche Bewegung, Preisschwankungen, Leptokurtik, Monte-Carlo-Simulation, Pfadabhängigkeit, Random Walk, Gumbel-Verteilung, Fréchet-Verteilung, Konvergenz, Marktrisiko.
Die Arbeit untersucht stochastische Prozesse, die bei der Modellierung von Aktienkursen und Finanzmarktdaten auftreten, und vergleicht dabei klassische gaußsche Ansätze mit Modellen, die auf Lévy-Verteilungen basieren.
Die Themen umfassen die Extremwertstatistik, numerische Simulationstechniken, die empirische Analyse von Preisschwankungen sowie die Bewertung von exotischen, pfadabhängigen Finanzderivaten.
Das Ziel ist die quantitative Abschätzung, auf welchen Zeitskalen und unter welchen Bedingungen die Verwendung von Gauß-Prozessen problematisch ist und wie die Simulation mit abgeschnittenen Lévy-Verteilungen präzisere Risikoanalysen ermöglicht.
Die Arbeit nutzt analytische Herleitungen aus der Extremwerttheorie sowie umfangreiche Monte-Carlo-Computersimulationen von Random Walks zur Validierung der theoretischen Modelle.
Im Hauptteil werden Algorithmen zur Erzeugung stabiler Zufallszahlen implementiert, empirische Marktdaten analysiert und durch Simulationsergebnisse ergänzt, um das Verhalten von Extremwerten und die Gültigkeit von Standardmodellen kritisch zu hinterfragen.
Zentrale Begriffe sind Extremwertstatistik, Lévy-Verteilung, Pfadabhängigkeit, Volatilität, Monte-Carlo-Simulation, Leptokurtik und Risikoanalyse.
Gauß-Modelle unterschätzen die Häufigkeit extremer Preisbewegungen, die sogenannten 'fat tails'. Auf kurzen Zeitskalen zeigt die Empirie jedoch deutlich, dass solche extremen Schwankungen häufiger auftreten, als es eine Normalverteilung zulässt.
Rekurrenzen beschreiben die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein stochastischer Prozess zu einem bestimmten Ausgangspunkt zurückkehrt. Dies ist essenziell für das Verständnis der Pfaddynamik und die Bewertung von Optionen, deren Auszahlung von erreichten Schwellenwerten abhängt.
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