Fachbuch, 2019
48 Seiten
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung Familie
3 Familienvariationen und ihre Bedeutung
3.1 Die traditionelle Familie
3.2 Alleinerziehende Eltern
3.3 Alternative Familienformen
3.4 Vor-und Nachteile verschiedener Familienkonstellationen
4 Aufgaben der Institution Familie
4.1 Funktion der Familie
4.2 Familie im Alltag
5 Familiale Entwicklung
5.1 Demographische Entwicklung
5.2 Familienstruktur
5.3 Rollenverteilung innerhalb der Familie
6 Sozialisation in der Familie
6.1 Aspekte der Sozialisation
6.2 Sozialisation in der Gesellschaft: Bourdieu
6.3 Sozialisation in Schule und Umfeld
7 Familie und soziale Ungleichheit
7.1 Der soziale Raum
7.2 Kapitalsorten
7.3 Kapitalsorten in der Familie
8 Was ist Bildung?
9 Bildungsformen und -chancen
9.1 Perspektiven der Bildung
9.2 Außerschulische Bildung von Jugendlichen und Kindern
9.3 Zusammenhang von Bildungschancen und sozialer Herkunft
9.4 Spannungsfeld Schule: Differenzen und Lösungsversuche
10 Fazit
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen familiärer Herkunft und dem Bildungserfolg von Kindern, mit dem Ziel, die Mechanismen der Reproduktion sozialer Ungleichheit im deutschen Bildungssystem aufzudecken.
6.2 Sozialisation in der Gesellschaft: Bourdieu
Es gibt viele Theorien der Sozialisation. Für diese Arbeit soll jedoch die Sozialisationstheorie Bourdieus herangezogen werden, da die „Habitualisierung“ (BAUMGART, 1997: 199) eine große Rolle im Werdegang und der schulischen Laufbahn eines Kindes spielt und ebenfalls für die Unterschiede in der Entwicklung eines jedes Kindes verantwortlich ist (vgl. BAUMGART, 1997: 199).
Als einer der bedeutendsten kritischen Sozialwissenschaftler der Gegenwart hat Pierre Bourdieu die Sicht auf die Gesellschaft revolutioniert (ebd.). Der entscheidende Punkt, in dem er sich von anderen großen Sozialwissenschaftlern unterscheidet, ist der, dass er den Menschen weniger als eigenständig individuell handelndes Wesen beschreibt, wie es beispielsweise Durkheim macht, sondern von einem System von Mustern, Regeln und Verhaltensweisen ausgeht, in das ein Mensch hineingeboren wird (ebd.: 202). Kritisch deshalb, da Bourdieu von einem „verborgenen Mechanismus der Macht“ (ebd.: 199) ausgehend von der führenden sozialen Schicht der Gesellschaft spricht, die jegliche gesellschaftliche Institution steuert.
Damit ist gemeint, dass das bestehende System sich an den Interessen der führenden sozialen Schicht orientiert und es so weiter begünstigt, anstatt es zu hinterfragen (ebd.). Mit seinem Werk „Die feinen Unterschiede“ weist Bourdieu ausdrücklich auf diese Zustände hin und belegt sie mit einer Vielzahl an empirischen Beweisen (ebd.). Er beschreibt die Gesellschaft als einen sozialen Raum, in dem die Handelnden je nach sozialer Schicht, denen sie angehören, gewisse Regeln zu befolgen haben (ebd.). Die Handelnden, damit meint Bourdieu die Subjekte oder Individuen, sind in festen sozialen Gruppen eingeordnet. Die Zuordnung und das Handeln geschehen unbewusst und automatisch aufgrund vieler Kriterien wie sozialer Herkunft, das Aussehen, das Handeln und der Lebensstil.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert die Relevanz der sozialen Ungleichheit im Bildungssystem sowie den geplanten Aufbau der Arbeit.
2 Begriffsbestimmung Familie: Das Kapitel definiert den Begriff Familie und erörtert die theoretischen Ansätze zur Familie als System innerhalb der Gesellschaft.
3 Familienvariationen und ihre Bedeutung: Es werden verschiedene Familienmodelle wie die Kernfamilie, alleinerziehende Eltern und alternative Lebensformen vorgestellt und deren jeweilige Bedeutung für die Kinderentwicklung diskutiert.
4 Aufgaben der Institution Familie: Hier werden die Reproduktionsfunktion und die Rolle der Familie als emotionaler Rückzugsort sowie ihr Beitrag zur Sozialisation thematisiert.
5 Familiale Entwicklung: Dieses Kapitel betrachtet den demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf Familienstrukturen sowie die veränderte Rollenverteilung zwischen Eltern.
6 Sozialisation in der Familie: Es wird der Sozialisationsprozess von Kindern untersucht, insbesondere unter Bezugnahme auf Bourdieus Habitus-Theorie und die prägende Rolle des Elternhauses.
7 Familie und soziale Ungleichheit: Das Kapitel analysiert, wie soziale Herkunft und verschiedene Kapitalformen (ökonomisch, sozial, kulturell) die Bildungschancen innerhalb der Familie beeinflussen.
8 Was ist Bildung?: Hier wird der Bildungsbegriff definiert und die Bedeutung der Persönlichkeitsbildung sowie der formellen und informellen Bildung diskutiert.
9 Bildungsformen und -chancen: Es wird der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und den Bildungschancen erläutert sowie das Spannungsfeld Schule zwischen Heterogenität und Leistungsbewertung betrachtet.
10 Fazit: Die abschließende Bilanz fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Rolle von Familie und Schule als Instanzen, die soziale Ungleichheit entweder minimieren oder reproduzieren können.
Familie, soziale Ungleichheit, Bildungschancen, Sozialisation, Pierre Bourdieu, Habitus, Kapitalformen, Bildungssystem, Familienwandel, Chancengleichheit, Bildungsherkunft, Leistungsbewertung, Schullaufbahn, Reproduktion, soziale Schicht.
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen familiärer Herkunft und dem Bildungserfolg von Kindern in Deutschland.
Die zentralen Themen sind der Wandel von Familienstrukturen, der Einfluss der Sozialisation durch die Familie und die Reproduktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie stark die soziale Herkunft die Bildungschancen eines Kindes beeinflusst und durch welche Mechanismen diese Ungleichheit aufrechterhalten wird.
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse basierend auf soziologischen Fachliteratur, insbesondere unter Anwendung der Theorien von Pierre Bourdieu.
Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Familienformen, die Aufgaben der Familie, den demografischen Wandel, die Sozialisationstheorien und die detaillierte Analyse von Kapitalformen in Bezug auf schulische Leistungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Habitus, kulturelles Kapital, soziale Herkunft, Bildungsbenachteiligung und Familienstruktur.
Der Habitus prägt unbewusst das Verhalten, die Denkweise und den Sprachstil, was dazu führt, dass Kinder aus privilegierten Schichten das Bildungssystem "natürlicher" durchlaufen als Kinder aus bildungsfernen Schichten.
Während ökonomisches Kapital (Geld) vererbt werden kann, ist kulturelles Kapital fest an die Person gebunden und beeinflusst den Umgang mit Bildung, was die Reproduktion sozialer Klassen verstärkt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

