Bachelorarbeit, 2012
42 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung und Fragestellung
2 Konzept der aktiven Arbeitsmarktpolitik
3 Theoretische Grundlagen und Hypothesenbildung
3.1 Parteiendifferenztheorie
3.2 Parteiendifferenztheorie und aktive Arbeitsmarktpolitik
3.3 Hypothesenbildung
4 Forschungsdesign
4.1 Methodik
4.2 Operationalisierung der Variablen
5 Empirische Analyse : Determinanten der Höhe der Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik 2007
5.1 Einzeleffekte der Unabhängigen Variablen
5.2 Ergebnisse der Regressionsanalyse
5.3 Regressionsdiagnostik
5.4 Inhaltliche Bewertung der Ergebnisse
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss parteipolitischer Faktoren auf das Niveau der Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik (AAMP) in 23 etablierten OECD-Demokratien im Jahr 2007. Ziel ist es, die wissenschaftliche Debatte über die Relevanz der parteipolitischen Regierungszusammensetzung durch einen makro-quantitativen Vergleich zu klären und dabei alternative Erklärungsansätze sowie den Einfluss institutioneller und sozioökonomischer Faktoren zu berücksichtigen.
3.1 Parteiendifferenztheorie
Die Parteiendifferenztheorie erklärt die Variation der policy outcomes von politischen Systemen mit der parteipolitischen Zusammensetzung der Regierung. Dabei beruht die Theorie auf den Annahmen, dass a) Parteien die Interessen ihrer Hauptwählerklientel vertreten, um bei Wahlen ihren Stimmenanteil zu maximieren und b) ihre Steuerungskompetenz ausreichend groß ist, um diese Interessen durchzusetzen.
Dies führt im Resultat zu divergierenden policy outcomes, da beispielsweise in Bezug auf die Wirtschafts und Sozialpolitik „[..] linke Parteien eher und in höherem Ausmaß gewillt sind, in die Volkswirtschaft einzugreifen und den Wohlfahrtstaat auszubauen, während rechten Parteien eher eine Politik zur Stärkung der Marktkräfte unterstellt wird“(Zohlnhöfer 2008: 159f).
1 Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Bedeutung der aktiven Arbeitsmarktpolitik ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses parteipolitischer Determinanten auf deren Ausgabeniveau.
2 Konzept der aktiven Arbeitsmarktpolitik: Hier werden Definition, Teilbereiche sowie die makroökonomischen Wirkungsweisen aktiver Arbeitsmarktpolitik erläutert und historisch verortet.
3 Theoretische Grundlagen und Hypothesenbildung: Dieses Kapitel stellt die Parteiendifferenztheorie vor, wendet sie auf die aktive Arbeitsmarktpolitik an und leitet daraus empirisch prüfbare Hypothesen ab.
4 Forschungsdesign: Es wird das methodische Vorgehen für den makro-quantitativen Vergleich der 23 OECD-Demokratien dargelegt, einschließlich der Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen.
5 Empirische Analyse : Determinanten der Höhe der Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik 2007: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der bivariaten Korrelationen und der multivariaten Regressionsanalysen sowie deren inhaltliche Bewertung.
6 Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, falsifiziert die Ausgangshypothese zugunsten der Alternativhypothese und ordnet die Bedeutung von EU-Mitgliedschaft und Korporatismus ein.
Aktive Arbeitsmarktpolitik, Parteiendifferenztheorie, OECD, Regierungsbeteiligung, Arbeitsmarktinsider, Arbeitsmarktoutsider, Europäische Beschäftigungsstrategie, Korporatismus, Sozialdemokratie, Staatsausgaben, Regressionsanalyse, Wohlfahrtsstaat, Arbeitslosenquote, Politische Steuerung, Parteipolitik
Die Arbeit analysiert, ob die parteipolitische Zusammensetzung einer Regierung einen signifikanten Einfluss auf die nationalen Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik hat.
Zentrale Themen sind die Parteiendifferenztheorie, der Vergleich zwischen linken und rechten Parteipräferenzen, die Rolle internationaler Einflüsse (EU) und strukturelle Faktoren wie der Korporatismus.
Das Ziel ist die Klärung der Frage, welchen Einfluss parteipolitische Determinanten zwischen 1990 und 2007 auf das Ausgabeniveau für aktive Arbeitsmarktpolitik im Jahr 2007 hatten.
Es wird ein makro-quantitativer Vergleich durchgeführt, der bivariate Korrelationsanalysen sowie eine multivariate Querschnittsregression beinhaltet.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Vorstellung des Forschungsdesigns mit Operationalisierung der Variablen sowie die empirische Analyse und Bewertung der Regressionsergebnisse.
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Begriffe aktive Arbeitsmarktpolitik, Parteiendifferenztheorie, Regierungsbeteiligung sowie diverse institutionelle und ökonomische Kontrollvariablen.
Die Analyse zeigt, dass im untersuchten Zeitraum die parteipolitische Zusammensetzung der Regierung keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik ausübt.
Die Ergebnisse deuten auf einen signifikanten positiven Effekt hin, da EU-Mitglieder tendenziell höhere Ausgaben aufweisen, was auf den Erfolg der europäischen Beschäftigungsstrategie zurückgeführt wird.
Der Insider-Outsider-Ansatz erklärt, warum sowohl linke als auch rechte Regierungen bei der Förderung aktiver Arbeitsmarktpolitik aufgrund ihrer Wählerklientel ambivalent oder zurückhaltend agieren können.
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