Masterarbeit, 2018
56 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Cannabis und Suchtverhalten
1.2 Maßnahmen der Suchtberatungsstelle IMPULS
1.3 Die klassische Self-Affirmation Intervention
1.4 Self-Affirmation Kurz- und Langzeiteffekte
1.5 Fragestellung und Hypothesen
2. Methode
2.1 Design, Gruppenbildung und Stichprobe
2.2 Methodenbeschreibung und Messinstrumente
2.3 Statistische Auswertung
3. Ergebnisse
3.1 Deskriptive Statistiken
3.2 Behandlungseffekte: psychologische Belastungen und Konsumverhalten
3.3 Ermittlung der Eintretenswahrscheinlichkeit einer psychologischen und konsumorientierten Verbesserung durch die Self-Affirmation Kurzintervention
3.4 Langzeiteffekte der Self-Affirmation Kurzintervention
4. Diskussion
5. Stärken und Limitationen
6. Schlussfolgerung
7. Literatur
8. Tabellen und Abbildungen
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit einer fünfminütigen Self-Affirmation-Kurzintervention als ergänzendes Element zu herkömmlichen Interventionsprogrammen (CHOICE) bei jugendlichen Cannabiskonsumenten, um deren psychisches Wohlbefinden zu stärken und negative Auswirkungen auf kognitiver sowie motivationaler Ebene zu verhindern.
1.3 Die klassische Self-Affirmation Intervention
Sozialpsychologische Interventionen bewirken eine langfristige Verbesserung von sozialen Problemen in der Gesellschaft. In zunehmendem Maße zeigt die Forschung auch, dass Kurzinterventionen dauerhafte Vorteile haben. Zum Beispiel kann eine 5-minutige Self-Affirmation-Aufgabe, in der die Menschen über persönliche Werte schreiben, Effekte über Jahre hinweg haben. Wie ist das möglich? Wie und wann führt die sozialpsychologische Intervention der Self-Affirmation nachhaltig zu positiven Veränderungen? Greenwald vergleicht das Selbst mit einem totalitären Regime das mit unterdrückten und verzerrten Informationen ein gutes, leistungsstarkes und stabiles Selbstbild projiziert (Greenwald, 1980).
Menschen haben die Fähigkeit, selbstkritisch zu sein. Eine gesunde Selbstsicht gibt den Menschen genug Optimismus, um dem täglichen Ansturm von Bedrohungen, Beleidigungen, Herausforderungen standzuhalten und Rückschläge zu verkraften. Sozialpsychologische Interventionen helfen den Menschen, diese Selbstsicht durch zwei Möglichkeiten aufzugreifen. Eine Möglichkeit besteht darin, einen schwierigen Umstand in eine Hoffnung umzuwandeln, wobei die wahrgenommene Angemessenheit des Selbst aufrechterhalten wird. Eine weitere Möglichkeit ist es, Menschen nicht zu beurteilen, sondern sich selbst einzuschätzen oder zu bestätigen (Cohen & Sherman, 2014). Die vorliegende Studie befasst sich mit diesem zweiten Weg, der Selbstbestätigungstheorie, auch Self-Affirmation genannt.
Die Selbstbestätigung ist ein Akt der Anerkennung der Existenz und des Wertes des eigenen Selbst. Schon kleine Bestätigungen des Selbstsystems können große Auswirkungen haben. Ein gesundes Selbstsystem motiviert, die Selbstintegrität zu erhalten und Bekräftigungen zu erzeugen. Zeiten, in denen die Gefahren für das Selbst besonders hoch sind, können identifiziert werden, und so kann im passenden Moment, wie z.B. in belastenden Übergängen, eine Self-Affirmation Interventionen durchgeführt werden. Selbstbestätigungen können so dem Menschen helfen, Schwierigkeiten zu überwinden und sich zu verändern. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten kann wachsen und hilft bei der Bewältigung von zukünftigen Problemen. Die Self-Affirmation ermöglicht einen Blick auf das Selbst und auf seine eigenen Ressourcen (Cohen & Sherman, 2014).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Cannabiskonsums bei Jugendlichen ein und erläutert die theoretischen Grundlagen sowie die Relevanz der Self-Affirmation-Methode.
2. Methode: Hier werden das experimentelle Studiendesign, die Stichprobenauswahl, die eingesetzten Messinstrumente sowie das statistische Vorgehen detailliert beschrieben.
3. Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die deskriptiven Statistiken und analysiert die Behandlungseffekte auf psychologische Parameter sowie das Konsumverhalten der Probanden.
4. Diskussion: Die Befunde werden interpretiert, in den Kontext bisheriger Forschungsergebnisse eingeordnet und kritisch reflektiert.
5. Stärken und Limitationen: Eine wissenschaftliche Bewertung der Studienqualität, der methodischen Stärken und der Begrenzungen der Untersuchung.
6. Schlussfolgerung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet praktische Implikationen für die Suchttherapie bei Jugendlichen ab.
7. Literatur: Auflistung der im Text zitierten wissenschaftlichen Quellen.
8. Tabellen und Abbildungen: Zusammenfassende Darstellung der erhobenen Daten und visuellen Hilfsmittel der Studie.
Self-Affirmation, Jugendliche, Cannabiskonsum, Kurzintervention, CHOICE-Programm, Suchtprävention, Behandlungserfolg, Substanzkonsum, Selbstwertgefühl, Optimismus, psychische Symptombelastung, Interventionsforschung, klinische Psychologie.
Die Arbeit untersucht, ob eine kurze psychologische Intervention (Self-Affirmation) die Effektivität von suchttherapeutischen Programmen für jugendliche Cannabiskonsumenten steigern kann.
Die zentralen Felder sind der Cannabiskonsum bei Jugendlichen, die Theorie der Selbstbestätigung sowie die Anwendung kurzer psychologischer Zusatzinterventionen in einem klinischen Kontext.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob eine Self-Affirmation-Kurzintervention das psychische Wohlbefinden von erstauffälligen Cannabiskonsumenten verbessern und sie besser bei der Verhaltensänderung unterstützen kann.
Es wurde ein experimentelles Kontrollgruppendesign mit Prä-Post-Erhebung verwendet, um die Veränderungen bei den Jugendlichen statistisch auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Hintergründe, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens und die anschließende Analyse der erzielten Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Self-Affirmation, Cannabiskonsum, Jugendliche und Interventionseffektivität charakterisieren.
Die Studie konzentriert sich auf 13- bis 21-Jährige, da dies eine kritische Lebensphase ist, in der das Gehirn und die Identitätsentwicklung stark durch den Substanzkonsum beeinflusst werden können.
Das Programm CHOICE dient als regulärer Behandlungsrahmen, zu dem die Self-Affirmation als ergänzender Baustein hinzugefügt wurde, um eine Vergleichbarkeit zwischen der Experimental- und Kontrollgruppe zu ermöglichen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Jugendliche, die bereits zu Behandlungsbeginn eine hohe Problemerkennung und Behandlungsbereitschaft mitbringen, besonders stark von der Self-Affirmation-Kurzintervention profitieren.
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