Fachbuch, 2019
141 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Fachrelevanz
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen des Working Capital Managements
2.1 Working Capital
2.1.1 Begriff und inhaltliche Abgrenzung
2.1.2 Bilanzorientierte Sichtweise
2.1.3 Cash Flow-orientierte Sichtweise
2.1.4 Prozessorientierte Sichtweise
2.2 Working Capital Management
2.2.1 Begriff und inhaltliche Abgrenzung
2.2.2 Strategische Ausrichtung und Verantwortlichkeiten
2.2.2.1 Strategische Ausrichtung
2.2.2.2 Verantwortlichkeiten
2.2.3 Bestandteile des Working Capital Managements
2.2.3.1 Purchase-to-Pay: Kreditorenmanagement
2.2.3.2 Forecast-to-Fulfill: Vorratsmanagement
2.2.3.3 Order-to-Cash: Debitorenmanagement
2.3 Kennzahlensysteme des Working Capital Managements
2.3.1 Statische Kennzahlen
2.3.1.1 Net Working Capital
2.3.1.2 Liquiditätsgrade
2.3.2 Dynamische Kennzahlen
2.3.3 Working Capital Management im Rahmen dieser Masterarbeit
2.4 Working Capital Management zu Zeiten der Niedrigzinsen
2.4.1 Auswirkungen der Niedrigzinspolitik auf die Unternehmen
2.4.2 Gründe für die Aufrechterhaltung von WCM in Niedrigzinszeiten
3. Stand der Forschung
3.1 Auserlesene Forschungsarbeiten zum Working Capital Management
3.1.1 Profitabilität und Working Capital Management
3.1.2 Determinanten des Working Capital Managements
3.1.3 Zusammenfassung des Forschungsstands
3.2 Herleitung und Operationalisierung der Variablen des Working Capital Managements
3.2.1 Abhängige Variable
3.2.2 Unternehmensspezifische Determinanten
3.2.2.1 Anlagenintensität
3.2.2.2 Innenfinanzierungskraft
3.2.2.3 Kapitalstruktur
3.2.2.4 Profitabilität
3.2.2.5 Unternehmensalter
3.2.2.6 Unternehmensgröße
3.2.2.7 Unternehmenswachstum
3.2.2.8 Branche (Kontrollvariable)
3.2.3 Makroökonomische Faktoren
3.2.3.1 Zinsniveau
3.2.3.2 Wirtschaftswachstum
4. Empirische Untersuchung des Working Capital Managements
4.1 Konzeption und Methodik der Untersuchung
4.1.1 Grundlegendes Verfahren der multivariaten Regressionsanalyse
4.1.2 Gütemaße zur Prüfung der Regressionsfunktion
4.1.3 Regressionsvoraussetzungen
4.1.4 Regressionsmodelle zur Analyse von Paneldaten
4.1.5 Untersuchungsbasis und Datenerhebung
4.2 Empirische Untersuchung – Ergebnisse und kritische Würdigung
4.2.1 Deskriptive Statistik
4.2.1.1 Abhängige Variable
4.2.1.2 Unternehmensspezifische Determinanten
4.2.1.3 Profitabilität
4.2.1.4 Makroökonomische Faktoren
4.2.2 Multivariate Regressionsanalyse
4.2.2.1 Regressionsdiagnostik
4.2.2.2 Spezifikation des Regressionsmodells
4.2.2.3 Ergebnisse und Güte der Regressionsanalyse
4.2.2.4 Beurteilung der empirischen Ergebnisse
4.2.2.5 Kritische Würdigung der Ergebnisse
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf das Working Capital Management von 251 börsennotierten deutschen Unternehmen im Zeitraum von 2014 bis 2017, mit besonderem Fokus auf die Divergenz zwischen profitablen und nicht profitablen Unternehmen.
2.1.1 Begriff und inhaltliche Abgrenzung
Der Begriff „Working Capital“ (WC) stammt originär aus dem Gebiet der Unternehmensfinanzierung und geht zurück auf den Ökonom Adam Smith, der vor über 300 Jahren erstmalig zwischen circulating capital und fixed capital unterschied. Seither wurde der Begriff des Working Capitals zunehmend thematisiert, jedoch konnte sich bis heute keine einheitliche Definition durchsetzen. Das über 100 Jahre alte Zitat von Lough:
„Sufficient working capital must be provided in order to take care of the normal process of purchasing raw materials and supplies, turning out finished products, selling the products, and waiting for payments to be made. If the original estimates of working capital are insufficient, some emergency measures must be resorted to or the business will come to a dead stop.”
beschreibt die Begrifflichkeit des Working Capital Managements und verdeutlicht dessen bereits im 20. Jahrhundert bestehende Relevanz. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt versteht man unter Working Capital vielmehr ein Kollektivum für kurzfristige Positionen der Bilanz, welche das Umlaufvermögen auf der Aktivseite abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite beinhaltet. Es ist zu betonen, dass der WC-Begriff in der gängigen Literatur in dem oben beschriebenen Sinne verwendet wird, dies jedoch korrekterweise das Net Working Capital (NWC) darstellt. Working Capital umfasst im eigentlichen Sinne nur das Umlaufvermögen. Da in der Literatur und in der Praxis diese Differenzierung nur selten vorgenommen wird, werden die Bezeichnungen Working Capital und Net Working Capital im weiteren Verlauf der Arbeit synonym verwendet. Grundsätzlich kann zwischen drei Strömungen des WC unterschieden werden, nämlich der bilanzorientierten, der Cash Flow-orientierten und der prozessorientierten Sichtweise.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Working Capital Managements angesichts der Niedrigzinspolitik und definiert die Forschungsfrage sowie das Vorgehen der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen des Working Capital Managements: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten, die verschiedenen Sichtweisen auf das Working Capital sowie die strategische Ausrichtung und Kennzahlensysteme im Kontext von Niedrigzinsen detailliert behandelt.
3. Stand der Forschung: Dieses Kapitel fasst den bisherigen Wissensstand zu Determinanten und Auswirkungen des Working Capital Managements zusammen und leitet daraus Hypothesen für die empirische Untersuchung ab.
4. Empirische Untersuchung des Working Capital Managements: Der Hauptteil beschreibt die methodische Vorgehensweise der Regressionsanalyse, präsentiert die deskriptive Statistik der Stichprobe und diskutiert kritisch die gewonnenen Ergebnisse.
5. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsansätze.
Working Capital Management, Cash Conversion Cycle, Niedrigzinspolitik, Europäische Zentralbank, Unternehmensfinanzierung, Liquidität, Profitabilität, Regressionsanalyse, Innenfinanzierungskraft, Kapitalstruktur, Unternehmensgröße, Unternehmensalter, Anlagenintensität, Deutschland, Börsennotierte Unternehmen
Die Arbeit analysiert, wie sich die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf das Working Capital Management von deutschen börsennotierten Unternehmen auswirkt und welche Faktoren das strategische Verhalten beeinflussen.
Zentral sind das Working Capital Management (WCM), der Cash Conversion Cycle (CCC), die Bestimmungsfaktoren für Liquidität sowie die Auswirkungen von makroökonomischen Faktoren wie Zinsen und Wirtschaftswachstum auf die Unternehmensfinanzierung.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die Niedrigzinspolitik der EZB einen messbaren Einfluss auf das Working Capital Management von profitablen und nicht profitablen deutschen börsennotierten Unternehmen hat und welche Determinanten dabei eine Rolle spielen.
Die Autorin nutzt eine quantitative Paneldatenanalyse mittels einer multivariaten Regressionsanalyse, um Kausalbeziehungen zwischen dem Working Capital Management und diversen betriebswirtschaftlichen sowie makroökonomischen Kennzahlen zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des WCM, die Aufarbeitung des Forschungsstandes zur Hypothesenbildung sowie eine umfangreiche empirische Untersuchung inklusive deskriptiver Statistik und Regressionsmodellierung.
Wichtige Begriffe sind Working Capital Management, Cash Conversion Cycle, Niedrigzinsphase, Profitabilität, Liquidität, Kapitalstruktur und empirische Regressionsanalyse.
Die Studie klassifiziert Unternehmen anhand ihrer Profitabilität über vier Jahre und vergleicht, wie diese Gruppen divergent auf externe finanzielle Rahmenbedingungen reagieren, insbesondere bei der Wahl ihrer WCM-Strategien.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Niedrigzinspolitik der EZB keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Höhe des Cash Conversion Cycles der untersuchten deutschen Unternehmen hat, da deren Finanzierungsentscheidungen stärker durch unternehmensspezifische Faktoren geprägt sind.
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