Magisterarbeit, 2005
99 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit analysiert die internationale Ozon- und Klimapolitik der USA und untersucht dabei, warum sich die USA im Bereich der Ozonpolitik als Vorreiter („leader“) und im Bereich der Klimapolitik als Bremser („laggard“) präsentiert haben.
Das erste Kapitel stellt das empirische Puzzle vor, indem es die Rolle der USA in der internationalen Ozon- und Klimapolitik beleuchtet. Es werden Indizien für das Vorreiter- und Bremserverhalten der USA in beiden Politikfeldern aufgezeigt. Das zweite Kapitel widmet sich den theoretischen Ansätzen des Neoliberalen Institutionalismus und der liberalen Theorie. Es wird die Ratifikationsentscheidung als situationsstrukturelle Kosten-Nutzen-Rechnung analysiert und die Bedeutung von „win-sets“ in der Ozon- und Klimapolitik herausgestellt. Das dritte Kapitel untersucht die Einflussfaktoren auf die „win-sets“, wie Wirtschaftsinteressen, innerstaatliche Politik und öffentliche Meinung. Es wird das Zwei-Ebenen-Spielmodell vorgestellt, um das Zusammenspiel von innerstaatlichen und internationalen Faktoren zu erklären.
Ozonpolitik, Klimapolitik, USA, Vorreiter, Bremser, Neoliberaler Institutionalismus, Liberale Theorie, Ratifikationsentscheidung, Kosten-Nutzen-Kalkül, „win-sets“, Wirtschaftsinteressen, innerstaatliche Politik, öffentliche Meinung, Zwei-Ebenen-Spielmodell
Die USA spielten eine entscheidende Rolle bei der Verhandlung und Umsetzung des Montreal-Protokolls von 1987, das zu einem fast vollständigen Verbot ozonzerstörender Substanzen in Industriestaaten führte.
Im Gegensatz zur Ozonpolitik haben die USA das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert und verzeichneten einen deutlichen Anstieg ihrer Treibhausgasemissionen, was die Erreichung globaler Klimaziele erschwerte.
Das Ziel ist die nachhaltige Abnahme der Konzentration ozonzerstörender Substanzen (OZS) in der Stratosphäre, um die Ausdünnung der Ozonschicht und deren gesundheitliche Folgen zu verhindern.
Die Analyse stützt sich auf den Neoliberalen Institutionalismus (Kosten-Nutzen-Kalküle) und die liberale Theorie (Einfluss von Wirtschaftsinteressen und innerstaatlicher Politik).
Es ist ein modelltheoretischer Rahmen nach Putnam, der erklärt, wie die Außenpolitik durch das Zusammenspiel von internationalen Verhandlungen und innerstaatlichen Interessen (Win-Sets) bestimmt wird.
Die öffentliche Meinung und das Wiederwahlkalkül von Politikern sind wesentliche Bestimmungsfaktoren für die Größe der „Win-Sets“ und damit für die Bereitschaft, internationale Abkommen zu ratifizieren.
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