Masterarbeit, 2014
102 Seiten, Note: 5
1. Einleitung
2. Vorgeschichte
2.1. Das Märchen "Lulu oder die Zauberflöte"
2.2. Vorläufer der mozart’schen Zauberflöte
2.3. Die dänische Zauberflöte: "Lulu"
2.4. "Die Zauberflöte" von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart
2.5. Bearbeitungen von Schikaneders Zauberflötentext
3. Fortsetzungen: "Der Zauberflöte zweyter Theil"
3.1. Emanuel Schikaneder und Peter Winter: "Das Labyrinth. Der Zauberflöte zweyter Theil" (1798)
3.2. Johann Wolfgang von Goethe: "Der Zauberflöte zweyter Theil" (Fragment, 1807)
3.3. Anton Wilhelm Florentin von Zuccalmaglio: "Der Kederich" (1834)
3.4. "Das Labyrinth". Der Zauberflöte zweyter Theil von Scherm und Holzkamp
4. "Das Labyrinth oder der Kampf mit den Elementen"
4.1. Entstehungsgeschichte
4.2. Die Autoren
4.2.1. Emanuel Schikaneder (1751-1812)
4.2.2. Peter (von) Winter (1754-1825)
4.3. Das Libretto
4.3.1. Dramatis personae
4.3.2. Die Handlung (Plot)
4.4. Analyse
4.4.1. Notenmaterial (verwendete Quellen)
4.4.2. Musikalisch-dramaturgische Analyse
4.4.2.1. Ouverture
4.4.2.2. Instrumentalstücke, Tänze, Pantomimen
4.4.2.3. Rezitative
4.4.2.4. Ariosi und Arien
4.4.2.5. Duette, Terzette, Quartette, Quintette
4.4.2.6. Ensembles und Chöre
4.4.2.7. Monologe, Dialoge
5. Aufführungsgeschichte und Rezeption
6. Zauberflöte versus Labyrinth
7. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Oper "Das Labyrinth, oder der Kampf mit den Elementen" (1798) von Emanuel Schikaneder und Peter von Winter. Ziel ist es zu analysieren, ob es sich dabei lediglich um einen "Abklatsch" von Mozarts "Zauberflöte" handelt oder um ein eigenständiges Werk, indem die Entstehungsgeschichte, die Autoren, das Libretto sowie musikalische Strukturen in den Fokus gerückt werden.
2.1. Das Märchen "Lulu oder die Zauberflöte"
In einem Walde nicht weit von Mehru, der Hauptstadt im Königreich Korassan, lag ein altes Schloss, das an Herrlichkeit kaum seinesgleichen hatte. Es war [...] durch Zauberei erbaut worden. [...] Dieses Schloss bewohnte seit vielen Jahren eine Fee, die sich bei den Einwohnern derselbigen Gegend in grosse Furcht gesetzt hatte. Denn da sie einige, die ihre einsame Wohnung aus Vorwitz ausspähen wollten, übel empfing, so ward sie für grausam und blutgierig ausgeschrien, dass sogar die Wanderer ihren Wald vermieden. Sie wusste alle Gestalten anzunehmen; am liebsten aber erschien sie in einem strahlenreichen Glanze, der stärker blendete als das hellste Sonnenlicht. [...] Das Volk nannte sie die "strahlende" Fee.
Mit diesen Worten beginnt das Kunstmärchen Lulu oder die Zauberflöte. Der Sohn des hier regierenden Königs wurde Lulu genannt. Er jagte gerne in der Nähe des Feenschlosses, wobei er aber zum Gebäude stets einen gebührlichen Abstand hielt, um die Fee Perifirime nicht zu provozieren. Einmal wurde eine grosse Jagd veranstaltet, an der der ganze Hof teilnahm. Lulu wollte seine Tapferkeit zeigen und an diesem Tage einen Löwen oder Tiger mit eigener Hand erlegen. In der Tat begegnete ihm ein ungeheurer Tiger, der eine niedliche weisse Gazelle jagte. In seinem Eifer verliess Lulu dieses eine Mal seine üblichen Jagdgründe und näherte sich ungewollt dem Schlosse, aus dem unvermittelt die Fee in ihrem Lichtgewand hervortrat. Ihr Strahlenkranz blendete den Prinzen, so dass er die Augen schloss. Deine Bescheidenheit gefällt mir, sprach die Fee. Befehle deinem Knechte, du Göttliche, sprach Lulu [...] mein Herz und mein Arm ist dein.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Zauberflöten-Fortsetzungen und Begründung der Untersuchung von Schikaneders Labyrinth.
2. Vorgeschichte: Untersuchung des kulturellen Umfelds und der literarischen Quellen wie der Dschinnistan-Sammlung, die zur Entstehung der Zauberflöte führten.
3. Fortsetzungen: "Der Zauberflöte zweyter Theil": Überblick über verschiedene Versuche von Komponisten und Dichtern, eine Fortsetzung der Zauberflöte zu schaffen.
4. "Das Labyrinth oder der Kampf mit den Elementen": Tiefgehende Analyse der Entstehungsgeschichte, der Autoren, des Librettos und der musikalischen Strukturen des Hauptwerkes.
5. Aufführungsgeschichte und Rezeption: Dokumentation der Resonanz des Publikums und der zeitgenössischen Kritik sowie der wechselvollen Aufführungsgeschichte bis in die Gegenwart.
6. Zauberflöte versus Labyrinth: Ein vergleichender Blick auf dramaturgische und musikalische Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Werke.
7. Fazit: Synthese der Ergebnisse zur Frage der Eigenständigkeit des Werkes gegenüber der mozartschen Vorlage.
Das Labyrinth, Emanuel Schikaneder, Peter von Winter, Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte, Dschinnistan, Singspiel, Musiktheater, Opernanalyse, Libretto, Freimaurerei, Aufführungsgeschichte, Rezitativ, Koloraturen, Musikdramaturgie.
Die Arbeit befasst sich mit dem fast vergessenen Singspiel "Das Labyrinth, oder der Kampf mit den Elementen", einer Fortsetzung der berühmten Zauberflöte, die 1798 von Emanuel Schikaneder und Peter von Winter geschaffen wurde.
Im Zentrum stehen die literarischen Quellen, die biografischen Hintergründe der Schöpfer, eine detaillierte musikalisch-dramaturgische Analyse des Werkes sowie der Vergleich mit Mozarts Original.
Das Ziel ist die kritische Beantwortung der Forschungsfrage, ob "Das Labyrinth" lediglich ein nachgeahmter Abklatsch oder ein eigenständiges Werk mit künstlerischem Wert ist.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse des Librettos, historischer Quellen und musikalischer Strukturen (u.a. durch Auswertung von Klavierauszügen und Partitur-Digitalisaten) sowie eine Einordnung in den kulturhistorischen Kontext.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Autoren, eine detaillierte Analyse der einzelnen Musiknummern und eine Dokumentation der wechselhaften Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Schikaneder, Winter, Labyrinth, Zauberflöte, Musikdramaturgie, Freimaurerei und Opernanalyse.
Aufgrund finanzieller Nöte und des enormen Erfolgs der ersten Zauberflöte suchte Schikaneder nach einem erneuten "Kassenschlager", um seinen wirtschaftlichen Fortbestand zu sichern.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Winters Musik zwar handwerklich solide und mit Ohrwürmern ausgestattet ist, jedoch die sinfonische Tiefe und universelle Brillanz von Mozarts Komposition nicht erreicht.
Papageno entwickelt sich vom lebenslustigen Burschen zum Familiengründer, wobei seine Rolle als Identifikationsfigur für das Publikum und Träger von Buffo-Elementen weiter ausgebaut wurde.
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