Bachelorarbeit, 2018
49 Seiten, Note: 1,3
1 Motivation und Zielsetzung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Flory-Huggins Theorie
2.2 Stand der Forschung: Polyelektrolyte in Lösung
2.2.1 Das Phasenverhalten von Polyelektrolyten
2.2.2 Der Einfluss eines Inertsalzes auf das Phasenverhalten
3 Ergebnisse und Auswertung
3.1 Phasendiagramme [M2+]/[A-]
3.1.1 Phasendiagramm: NaPSS in der Gegenwart von Ba2+
3.1.2 Phasendiagramm: NaPA in der Gegenwart von Ba2+
3.1.3 Phasendiagramm: NaPSS in der Gegenwart von Ca2+
3.1.4 Phasendiagramm: NaPA in der Gegenwart von Ca2+
3.1.5 Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
3.2 Phasendiagramme T/[A-]
3.2.1 Phasendiagramm: NaPSS in der Gegenwart von Ba2+
3.2.2 Phasendiagramm: NaPA in der Gegenwart von Ba2+
3.2.3 Phasendiagramm: NaPSS in der Gegenwart von Al3+
3.2.4 Phasendiagramm: NaPA in der Gegenwart von Ca2+
3.2.5 Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
4 Ausblick
5 Experimenteller Teil
5.1 Chemikalien
5.1.1 Trocknung der Natriumpolyacrylat Proben
5.2 Aufnahme der Phasendiagramme [M2+] / [A-]
5.2.1 PSS und PA in Gegenwart von Ba2+-Kationen
5.2.2 PSS in Gegenwart von Ba2+-Kationen bei [I] = 0,05 M / 0,1 M / 0,5 M
5.2.3 PSS und PA in Gegenwart von Ca2+-Kationen
5.3 Aufnahme der Phasendiagramme T/[A-]
5.3.1 T/[PSS] in Gegenwart von Ba2+-Kationen
5.3.2 T/ PSS] in Gegenwart von Ba2+-Kationen in [NaCl] = 0,1 M
5.3.3 T/[PA] in Gegenwart von Ba2+-Kationen
5.3.4 T/[PSS] in Gegenwart von Al3+-Kationen
5.3.5 T/[PA] in Gegenwart von Ca2+-Kationen
Diese Bachelorarbeit untersucht das Phasenverhalten der Polyelektrolyte Polystyrolsulfonat (PSS) und Polyacrylat (PA) in Anwesenheit multivalenter Kationen (insbesondere Ba2+ und Ca2+), um das Auftreten des Salting-In Phänomens, der Reentrant-Phase sowie einer unteren Fällungsschwelle zu analysieren. Dabei wird insbesondere erforscht, ob ein Zusammenhang zwischen der Wärmetönung beim Lösungsvorgang und dem Verlauf der entsprechenden Phasendiagramme existiert.
1 Motivation und Zielsetzung
Polyelektrolyte (PE) sind elektrisch geladene, wasserlösliche Makromoleküle. In wässrigen Lösungen dissoziieren Polyelektrolyte in makromolekulare Polyionen und entsprechende Gegenionen. Polyelektrolyte werden allgemein in drei verschiedene Gruppen eingeteilt: Negativ geladene Polyanionen, positiv geladene Polykationen und Polyampholyte, welche sowohl anionische als auch kationische Gruppen tragen.1,2
Beispiele für natürlich vorkommende Polyelektrolyte sind eine Vielzahl von Biopolymeren. Polyelektrolytlösungen sind allgegenwärtig und werden technologisch unter anderem in Kosmetika, in der Abwasserbehandlung und in der pharmazeutischen Industrie angewendet. Das Verständnis des Lösungsverhalten von Polyelektrolyten in wässrigen Lösungen ist für die Erklärung der Funktion von Biopolymeren in lebenden Systemen von essentieller Bedeutung.3,4
Das Verhalten von Polyacrylat (PA) und Polystyrolsulfonat (PSS) in Lösung ist schon lange Gegenstand der Forschung. Besonders das Verhalten von Polyacrylat wurde in vielen Publikationen mittels Lichtstreuung analysiert. Die allgemeine Struktur der genannten Polyelektrolyte ist in Abbildung 1 dargestellt. Beide zählen zu der Gruppe der Polyanionen und werden beispielsweise als Superabsorber (PA) oder als Ionenaustauscher in pharmazeutischen Produkten (PSS) angewendet.5,6
1 Motivation und Zielsetzung: Einleitung in die Thematik der Polyelektrolyte sowie Darlegung der Forschungsfragen hinsichtlich des Phasenverhaltens unter Salzeinfluss.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der thermodynamischen Basis, insbesondere der Flory-Huggins-Theorie und des Einflusses elektrostatischer Kräfte.
3 Ergebnisse und Auswertung: Detaillierte Darstellung und Diskussion der experimentell ermittelten Phasendiagramme für die verschiedenen Polymer-Kationen-Systeme.
4 Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Vorschläge für zukünftige Untersuchungen, insbesondere zur Verifizierung mittels Lichtstreuung.
5 Experimenteller Teil: Beschreibung der verwendeten Chemikalien und der detaillierten methodischen Vorgehensweise bei der Probenherstellung und visuellen Analyse.
Polyelektrolyte, Polystyrolsulfonat, Polyacrylat, Phasenverhalten, multivalente Kationen, Fällungsschwelle, Reentrant-Phase, Salting-In Phänomen, Phasendiagramme, Flory-Huggins-Theorie, Inertsalz, Löslichkeit, Thermodynamik, Polymerlösungen, UCST, LCST.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Phasenverhaltens der Polyelektrolyte PSS und PA in wässrigen Lösungen bei Anwesenheit spezifisch wechselwirkender Kationen.
Die Arbeit fokussiert auf das Ausfällungsverhalten von Polymerketten bei Kationenzugabe, den Einfluss von Inertsalzen sowie die Temperaturabhängigkeit der Phasentrennung.
Das Hauptziel ist die Erforschung von Reentrant-Phasen und die Überprüfung der Hypothese, ob ein Zusammenhang zwischen der Wärmetönung des Lösungsvorgangs und der Art der kritischen Lösungstemperatur besteht.
Die Autorin/der Autor nutzt Verdünnungsreihen und die visuelle Inspektion der Proben zur Aufnahme von Phasendiagrammen bei verschiedenen Konzentrationen und Temperaturen.
Im Hauptteil werden experimentelle Daten für diverse Systemkombinationen wie Ba2+/PSS oder Ca2+/PA ausgewertet und mit existierender Fachliteratur verglichen.
Zentrale Begriffe sind Polyelektrolyt-Phasentrennung, Salting-In Phänomen, kritische Kationenkonzentration und thermodynamische Lösungszustände.
Nein, es konnte keine Reentrant-Phase gefunden werden, auch nicht bei Untersuchungen bis zur Löslichkeitsgrenze des verwendeten Salzes.
Die Zugabe von Inertsalz führt zu einem Anstieg des Austauschdrucks, wodurch sich die Fällungsgrenze zu höheren Kationenkonzentrationen verschiebt.
Die Arbeit zeigt unterschiedliche Abhängigkeiten, wobei Huber et al. bereits feststellte, dass bei Al3+/PSS eine Temperaturerhöhung und bei Ba2+/PSS eine Temperaturerniedrigung zur Ausfällung führt.
Bei sehr niedrigen Polymerkonzentrationen oder schneller Sedimentation des ausfallenden Polymers war die visuelle Trübung schwer zu identifizieren, weshalb Hilfsmittel wie LED-Lampen genutzt wurden.
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