Masterarbeit, 2018
123 Seiten, Note: 2,3
1. Thematische Einführung
2. Grundlagen zum stationären Sektor in Deutschland
3. Horizontale Kooperationen zwischen Krankenhäusern
3.1. Begriffsdefinitionen
3.2. Rechtliche Aspekte zur Kooperation zwischen Krankenhäusern
3.3. Gründe für Kooperationen
3.4. Mögliche Schwierigkeiten
3.5. Der Weg zur Kooperation
3.5.1. Phasen des Kooperationsprozesses
3.5.2. Der Kooperationsvertrag
4. Kooperationsmodelle
4.1. Grund- und Regelversorger mit höherer Versorgungsstufe
4.1.1. Aufbau und Zweck der Kooperation
4.1.2. Praxisbeispiele
4.1.2.1. Uniklinik Bern und Bezirksspital Grosshöchstetten
4.1.2.2. Faulkner und Brigham and Women’s Hospital
4.1.2.3. Heidelberger Netzwerkmodell
4.1.2.4. Brustzentrum Mittelrhein
4.1.2.5. Chatham-Kent Health Alliance
4.1.3. Kapitelzusammenfassung
4.2. Kooperation zur Versorgung von spezifischen Tracerdiagnosen
4.2.1. Aufbau und Zweck der Kooperation
4.2.2. Praxisbeispiele Netzwerke
4.2.2.1. Das Traumanetzwerk der DGU
4.2.2.2. Netzwerke zur Versorgung von Schlaganfällen
4.2.3. Kapitelzusammenfassung
5. Aktueller Kenntnisstand über Kooperationen und deren Auswirkungen
6. Kritische Auseinandersetzung mit den Kooperationsmodellen
7. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Existenz und die Ausgestaltung verschiedener Kooperationsmodelle zwischen Krankenhäusern unterschiedlicher Versorgungsstufen. Das primäre Ziel ist es, diese Modelle anhand ausgewählter Parameter in der Praxis zu analysieren und zu vergleichen, um aufzuzeigen, wie Krankenhäuser durch strategische Zusammenarbeit den steigenden wirtschaftlichen Anforderungen und Qualitätsansprüchen begegnen können.
4.1.2.1. Uniklinik Bern und Bezirksspital Grosshöchstetten
Das erste Praxisbeispiel, das in dieser Arbeit in Augenschein genommen werden soll, ist die Kooperation zwischen dem Universitätsklinikum Bern und dem Bezirksspital Grosshöchstetten in der Schweiz.
Das Universitätsklinikum Bern ist das tertiäre Versorgungszentrum für ca. 1,2 Mio. Einwohner mit einem Auftrag der universitären Lehre und Forschung. Das Klinikum beziffert die Zahl der Mitarbeiter im Augenblick auf ca. 10.000 und deckt jegliche medizinische Fachbereiche zur Versorgung der Bevölkerung ab. Das Bezirksspital Grosshöchstetten war ein Teil der öffentlichen Spitäler des Kantons Bern und zählte insgesamt 61 Akutbetten, von denen 28 Betten für die Behandlung von Langzeit- und Geriatriepatienten zur Verfügung standen. Die medizinische Versorgung beschränkte sich auf die innere Medizin, die Chirurgie sowie die Gynäkologie und Geburtshilfe.
Im Bereich der Viszeral- und Transplantationschirurgie stellten sich für das Universitätsklinikum in den 90er Jahren Probleme ein. Im Verlauf der Jahre stieg die Anzahl der elektiv und notfallmäßig aufgenommen Patienten in hohem Maße an, sodass es zu Wartelisten bei kleineren und mittleren viszeralchirurgischen Eingriffen kam, einhergehend mit fehlendem Verständnis seitens der Patienten. Das kleinere Krankenhaus in Grosshöchstetten hatte mit den zunehmenden Kostensteigerungen im Gesundheitswesen und den damit korrelierten Sparvorgaben der Politik zu kämpfen und aufgrund dieser Problematiken ein 3-Säulen-Modell eingeführt, dass konsequent Anwendung fand. Durch ambulante Behandlungen wurden unnötige Krankenhausaufenthalte weitestgehend vermieden.
1. Thematische Einführung: Analyse der strukturellen Veränderungen im stationären Sektor durch das DRG-System und des resultierenden Wettbewerbsdrucks auf Krankenhäuser.
2. Grundlagen zum stationären Sektor in Deutschland: Überblick über Trends bei Fallzahlen, Kosten, Verweildauer sowie die Differenzierung von Krankenhäusern nach Trägerschaft und Versorgungsstufen.
3. Horizontale Kooperationen zwischen Krankenhäusern: Theoretische Abgrenzung von Kooperationsformen, Erläuterung rechtlicher Rahmenbedingungen und Analyse von Gründen sowie Hindernissen bei Kooperationsprozessen.
4. Kooperationsmodelle: Detaillierte Analyse verschiedener Praxismodelle, unterteilt in allgemeine Versorgungsallianzen und netzwerkbasierte Versorgung von Tracerdiagnosen.
5. Aktueller Kenntnisstand über Kooperationen und deren Auswirkungen: Darstellung empirischer Studien zur Effektivität von Krankenhauskooperationen hinsichtlich wirtschaftlicher Performance und Versorgungsqualität.
6. Kritische Auseinandersetzung mit den Kooperationsmodellen: Reflexion über Erfolgschancen, Risiken opportunistischen Handelns und die Notwendigkeit präventiven Konfliktmanagements.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale horizontaler Kooperationen als Lösungsansatz für den Kostendruck und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit im Krankenhausmarkt.
Krankenhauskooperation, stationärer Sektor, DRG-System, horizontale Kooperation, Versorgungsstufe, Maximalversorger, Grundversorgung, Fallpauschalen, Case-Mix, Traumanetzwerk, Telemedizin, Strategische Allianz, Krankenhausstrukturgesetz, Wirtschaftlichkeit, Gesundheitsökonomie.
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Modelle horizontaler Kooperationen zwischen Krankenhäusern, um aufzuzeigen, wie diese Häuser auf wirtschaftlichen Druck und veränderte Anforderungen im Gesundheitswesen reagieren können.
Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Situation des stationären Sektors, rechtliche Hürden für Kooperationen, Ansätze zur Prozessoptimierung und die Rolle von Netzwerken bei speziellen medizinischen Herausforderungen.
Das Ziel ist die Darstellung existierender Kooperationsmodelle und deren kritische Analyse anhand spezifischer Parameter, um Best-Practice-Ansätze zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich von internationalen Praxisbeispielen, um allgemeine Erfolgskriterien und Risikofaktoren für Kooperationen abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kooperationsformen und die Fallstudienanalyse, wobei sowohl ökonomische Modelle als auch medizinische Netzwerke zur Behandlung von Tracerdiagnosen betrachtet werden.
Die zentralen Begriffe sind Krankenhauskooperation, horizontale Kooperation, DRG-System, Versorgungsstufe und telemedizinische Vernetzung.
Das Projekt wird als wertvolles Instrument des Konfliktmanagements hervorgehoben, das durch stetige Analyse der Zusammenarbeit in Führungsgremien Missstände aufdecken und Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Kooperationserfolgs anbieten kann.
Dieses Beispiel dient als Modell einer erfolgreich integrierten Allianz, bei der durch die Auslagerung leichterer Behandlungsfälle Synergien genutzt und die Wirtschaftlichkeit beider Partner nachhaltig verbessert werden konnten.
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